Keine Mülldeponie im Mainzer Steinbruch!

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Sa

17

Nov

2018

Was steckt im Schutt?

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Mi

14

Nov

2018

Giftige Gefahrstoffe ausschließen

Von Christina Miesch-Schmidt

 

 

Hechtsheimer Ortsbeirat diskutiert über geplante Bauschuttdeponie auf dem Gelände des ehemaligen Steinbruchs

 

POSITION DER STADT

Im AZ-Gespräch hatte Bürgermeister Günter Beck (Grüne) den Verdacht der BI verneint, dass der Entsorgungsbetrieb sobald die Deponie steht, Ergänzungsanträge an der Öffentlichkeit „vorbeischiffen“ könne. „Was die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd jetzt nicht genehmigt, wird auch später nicht genehmigungsfähig sein“, sagt Beck. Nachträge könnten nur innerhalb der Klassen DK I und DK II gestellt werden. Dazu müssten ein weiterer Stadtratsbeschluss und die Zustimmung der SGD vorliegen.

 

HECHTSHEIM - „Auch in Mindestmengen können Gefahrstoffe krebsauslösend sein“, begründet Professor Felix Leinen (ÖDP) einen Antrag der Hechtsheimer Ortsbeiratsfraktionen ÖDP, Freie Wähler und SPD. Darin wird gefordert, dass die Einlagerung von giftigen oder gesundheitsschädigenden Abfällen und Abfallprodukten aus Müllverbrennungsanlagen in die Bauschuttdeponie auf dem Gelände des ehemaligen Steinbruchs ausgeschlossen werden soll.

 

 

Hintergrund ist das gegenwärtig laufende Genehmigungsverfahren, demnach die Stadt die Verfüllung des Steinbruchs mit mineralischen Materialien also Erdaushub, der Deponieklassen (DK) I und II plant. Laut Verwaltung handelt es sich um 1,7 Millionen Kubikmeter DK I und 550 000 Kubikmeter DK II (die AZ berichtete).

 

 

Gerhard Wenderoth (Freie Wähler) kritisiert, dass der aktuelle Gefahrstoffkatalog, anders als vorher von der Stadt angekündigt, nun auch Schadstoffe aus belastetem Bauschutt und Abfallprodukten enthalte. Dieser Vorwurf wird auch von der Bürgerinitiative „Keine Mülldeponie im Mainzer Steinbruch“ erhoben (siehe Infokasten).

 

 

Der Antrag, der nach intensiver Diskussion vom Ortsbeirat verabschiedet wurde, zielt darauf, „den Bürgern in den unmittelbar an die Deponie angrenzenden Wohngebieten optimalen Schutz zu gewähren“, unterstreicht Reinhard Schwarz (SPD). Für die Bauschuttdeponie selbst gebe es keine Alternative.

 

 

Quelle: Allgemeine Zeitung - 14.11.2018

 

 

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