Keine Mülldeponie im Mainzer Steinbruch!

    aktueller presseblog

    Fr

    14

    Aug

    2020

    Baggersee: Kehrein kritisiert Eder

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Quelle: Allgemeine Zeitung  / 14.08.2020

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    Fr

    14

    Aug

    2020

    Diskussion um möglichen Baggersee in Mainz

    MAINZ - (slo).

     

    In der Diskussion rund um einen möglichen Baggersee im Laubenheimer Steinbruch hat sich nun der Weisenauer Ortsvorsteher Ralf Kehrein (SPD) zu Wort gemeldet: Auch er verweist auf die Verfüllungspflicht zum Schutz des Grundwassers. Er habe Verständnis für den Wunsch nach Abkühlung, doch die Lokalität sei dafür völlig falsch.

     

    Er frage sich aber auch, so Kehrein, warum nun überhaupt über einen Baggersee am vorgesehenen Standort für die Bauschuttdeponie diskutiert werde. Seine Antwort: „Weil die zuständige Dezernentin nicht kommuniziert mit den Betroffenen und nicht zur Kenntnis nehmen will, dass sich die Welt seit dem Start des Projektes weitergedreht hat.“

     

    Mainz und der Landkreis Mainz-Bingen seien nicht mehr auf eine potenzielle Deponie im Steinbruch angewiesen.

     

    „Spätestens seit die Deponie in Framersheim, günstig gelegen für Anlieferer und mindestens 1000 Meter von der nächsten Wohnbebauung entfernt, als Alternative zur Verfügung steht, gibt es kein Entsorgungsproblem mehr und Katrin Eder hätte darauf reagieren müssen.“

     

    Stattdessen habe Eder den Versuch gestartet, ein totes Pferd weiterzureiten, statt konsequent den Ausstieg voranzutreiben. „Eine schon immer geforderte Verfüllung mit unbelastetem Material ist das Gebot der Stunde, damit käme auch die Stadt und der Entsorgungsbetrieb und wir als Gebührenzahler noch gut aus der Nummer heraus“, so Kehrein. Die Dezernentin mache sich in dieser Frage rar.

     

    Quelle: Allgemeine Zeitung Online / 14.08.2020

     

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    Do

    13

    Aug

    2020

    Online-Petition für Badesee in Mainzer Steinbruch

    Die Online-Petition für einen Baggersee im ehemaligen Steinbruch hat die benötigte Anzahl von 1.800 Unterschriften erreicht. Die Liste soll nun dem Oberbürgermeister übergeben werden.

     

    1.000 Menschen mehr als nötig haben die Petition unterzeichnet, die im Laubenheimer Steinbruch ein Naherholungsgebiet samt Baggersee fordert. Ein Sprecher der Stadt Mainz teilte mit, man nehme die Unterschriften gerne entgegen und beziehe schriftlich Stellung. Die Petition habe allerdings rechtlich keine bindenden Folgen für die Stadt. Parallel dazu erklärte der Leiter des städtischen Entsorgungsbetriebes, dass ein Baggersee im Steinbruch wegen einer Gefährdung des Grundwassers nicht möglich sei.

     

    CDU findet Idee gut

     

    Den Fraktionsvorsitzenden der Mainzer CDU, Hannsgeorg Schönig, überzeugt diese Antwort nicht. Er findet die Baggersee-Idee reizvoll und könne sich vorstellen, dass die CDU das Thema als Antrag in den Stadtrat einbringt. Die Antragsteller selbst argumentieren, der Klimawandel und die Corona-Situation hätten gezeigt, wie wichtig ein Naherholungsgebiet in Mainz sei. Mit dem Steinbruch verfüge die Stadt über ein geeignetes Grundstück und die Möglichkeit, den Bürgern "in den heißen Monaten eine erfrischende Pause zu gönnen".

     

    Die Stadt Mainz plant im ehemaligen Steinbruch im Stadtteil Laubenheim eine Mülldeponie. Dort soll in erster Linie Bauschutt entsorgt werden. Die Bürgerinitiative "Mainz 21" ist dagegen.

     

    Quelle: SWR >> AKTUELL / 13.08.2020

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    Mi

    12

    Aug

    2020

    Petition für Baggersee in Mainz erreicht Quorum – CDU und ÖDP: Idee prüfen, Wasserspielplatz öffnen

     

    Die Idee für einen Baggersee im alten Steinbruch bei Mainz-Weisenau stößt bei den Mainzern auf große Zustimmung: Am späten Dienstagabend hatten bereits 2.370 Menschen die Petition für einen Baggersee unterzeichnet, davon 1.795 in Mainz – die Petition wird damit mit großer Sicherheit das notwendige Quorum von 1.800 Stimmen erreichen.

     

    Auch CDU und ÖDP sprachen sich mit großem Nachdruck für einen Badesee für Mainz aus, die CDU fordert zudem ein Konzept für die Wiederinbetriebnahme des Wasserspielplatzes im Volkspark. Die Stadt winkt derweil ab.

     

    „Was wär’s so schee, am Baggersee“, dichtete die Mainzer CDU prompt am Dienstag – und forderte die Mainzer Stadtverwaltung auf, die Idee eines Baggersees im alten Portland-Steinbruch ernsthaft zu prüfen.

     

    Am Samstag hatten zwei Vertreter der Bürgerinitiative Mainz21, die gegen eine Bauschuttdeponie im ehemaligen Steinbruch kämpft, eine Petition auf einer Onlineplattform veröffentlicht: „Wir brauchen einen Baggersee!“ heißt es in der Petition, die sich an Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) richtet.

     

    Wegen Corona seien viele Menschen in Mainz geblieben, das habe aber deutlich gemacht, dass die Stadt mehr Naherholungsgebiete brauche und zu wenig Schwimmmöglichkeiten habe, heißt es in der Petition zur Begründung. Dazu zeige der Klimawandel deutlich, „dass die Temperaturen in den nächsten Jahren weiter ansteigen werden und gerade für die Sommermonate eine Abkühlung für jeden Bürger vorhanden sein muss“, begründen die Initiatoren ihre Petition.

     

    Mit dem Steinbruch verfüge die Stadt Mainz „über ein geeignetes Grundstück und somit die Möglichkeit uns alle in den heißen Sommermonaten eine erfrischende Pause zu gönnen.“ Die Krise derzeit zeige, wie wichtig es sei, „in einer attraktiven Stadt mit guten Erholungsgebieten zu leben.“ Die Petition hatte als Quorum das Erreichen von 1.800 Unterschriften von Mainzer Bürgern als Ziel, am späten Dienstagabend hatten bereits 1.795 Mainzer den Aufruf unterzeichnet – insgesamt sprachen sich 2.370 für einen Baggersee für Mainz aus. Das Quorum wird von der Organisation Openpetition.de auf der Grundlage des jeweils zuständigen Parlaments berechnet, wird das Quorum erreicht, holt Openpetition.de automatisch eine Stellungnahme der zuständigen Entscheidungsträger ein.

     

    Unterstützung kam prompt von der CDU: Die Idee eines Mainzer Baggersees sei „charmant“, der Gedanke „vor dem Hintergrund immer weiter steigenden Temperaturen naheliegend und sehr plausibel“, sagte CDU-Fraktionschef Hannsgeorg Schönig. Die 35-Grad-Marke werde in Zukunft wohl öfter fallen, deshalb sei es notwendig, den Menschen ausreichend viele Abkühlungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Ein baggersee könne auch den Freizeitwert der Stadt erhöhen, betonte Schönig: „Ein Baggersee kann weitergehend erschlossen werden. So können nicht nur Bereiche zum Baden und Schwimmen, sondern auch Gastronomie- und Wassersportbereiche angeboten werden“, sagte er, das könne die Attraktivität von Mainz steigern.

     

    „Durch die Corona-Krise ist der Zugang zu Wasser stark eingeschränkt“, kritisierte CDU-Chefin Sabine Flegel, hier gebe es in Mainz „ein erhebliches Verbesserungspotenzial.“ Ein prominentes Beispiel dafür sei der außer Betrieb befindliche Wasserspielplatz im Volkspark. „Die Stadt muss Familien mit Kindern die Möglichkeit geben, Plantschen zu gehen“, forderte Flegel. Es brauche ein Konzept, wie der Wasserspielplatz im Volkspark unter Einhaltung der Hygieneregelungen „umgehend wieder in Betrieb genommen werden kann.“

     

    Am Wochenende waren im Zuge der Hitzewelle sämtliche Schwimmbäder in Mainz und Umgebung überfüllt, Badeseen im südlichen Rheinhessen sowie aus hessischer Seite wurden wegen Überfüllung oder wegen chaotischer Verkehrsverhältnisse geschlossen. Die Mainzer drängten sich entlang des Rheinufers und suchten nach allen verfügbaren Möglichkeiten, ans Wasser zu gelangen. Das führte dazu, dass die Stadt die Rheinstrände im Naturschutzgebiet Mombach rigoros räumte.

     

    Die Mainzer Linke forderte daraufhin, die Stadtverwaltung müsse eigene Grundstücke am Rhein stärker dafür zur Verfügung stellen, „um den Menschen in Mombach einen Zugang zum Rhein zu ermöglichen“, sagte Linksfraktionschef Tupac Orellana. Es sei ein Fehler gewesen, dass der Pachtvertrag mit dem bei Mombach am Rhein ansässigen Kanuverein kürzlich unverändert verlängert worden sei, ohne eine Möglichkeit für die Öffentlichkeit zu schaffen, dort an den Rhein zu kommen. Orellana forderte, die Stadt müsse „Änderungen der Pachtverträge anstreben, damit das Ufer für die Menschen in Mombach zur Naherholung genutzt werden kann.“

     

    Auch die ÖDP forderte „mehr Phantasie und bürgernahe Lösungen“ in der Politik. „Corona-Einschränkungen, Ferienzeit und Hitzewelle schreien hier nach einer neuen Lösung“, sagte ÖDP-Chef Claudius Moseler. Angesichts der Räumung des Naturschutzgebietes am Mombacher Rheinufer und der zu geringen Schwimmbadkapazitäten in Mainz, „sollten sich die Stadt und der Entsorgungsbetrieb Mainz ernsthaft mit dieser Alternative Baggersee beschäftigen“, forderte er. Die ÖDP unterstütze die Petition pro Baggersee ausdrücklich, man habe sich von vorneherein auch gegen die geplante Verfüllung des Steinbruchs mit belastetem Bauschutt positioniert. „Dazu ist das Gelände viel zu wertvoll und man hätte andere Nutzungsmöglichkeiten“, betonte Moseler, und kündigte an, die ÖDP werde nach den Sommerferien in den städtischen Gremien eine entsprechende Initiative auf den Weg bringen.

     

    Bei der Stadt winkt man dagegen ab: Der Mainzer Stadtrat habe sich mit breiter Mehrheit im Dezember 2015 sowie erneut im August 2019 für die Realisierung einer Bauschuttdeponie aus Gründen der Entsorgungssicherheit entschieden, sagte Stadtsprecher Ralf Peterhanwahr auf Mainz&-Anfrage. Von Seiten des Entsorgungsbetriebs heißt es zudem, die Flächen seien gar nicht verfügbar, da es eine Verpflichtung zur Verfüllung des Steinbruchs gebe, die von der Genehmigungsbehörde „zwingend vorgegeben ist und nach wie vor gilt“, wie Werkleiter Hermann Winkel auf Anfrage mitteilte.

     

    Die Verfüllung sei zugleich auf rund 15 Jahre angelegt, danach werde an dieser Stelle „ein attraktives Gebiet für die Naherholung und den Naturschutz entstehen, welches den gesamten Ortsteil deutlich aufwerten und bereichern wird“, so Winkel weiter. Zudem sei ein Badesee an dieser Stelle „aus Gründen des Grundwasserschutzes nicht zulässig.“ Und schließlich würden „schützenswerte Bereiche für den Natur- und Artenschutz nachteilig beeinträchtigt bzw. zerstört.“

     

    „Das Problem mit dem Grundwasser haben wir doch bei einer Verfüllung genauso“, sagte die baupolitische Sprecherin der ÖDP, Ingrid Pannhorst dazu im Gespräch mit Mainz&. Und was Bedenken wegen Lärm und Autoverkehr angehe, die ein Baggersee womöglich anziehe – „denken die Leute denn, der Müll wird lautlos dahin transportiert“, warnte sie: „Die Mülldeponie wird Verkehr aus der ganzen Umgebung heranziehen, da werden Lkws rollen.“ Früher habe es am Rhein doch auch Strandbäder gegeben, heute sei doch die gesamte Rheinfront zugebaut.

     

    „Naturschutz muss sein, aber die Menschen brauchen auch Raum“, betonte Pannhorst. Wer in der Innenstadt wohne und keinen Balkon habe, der brauche Ausgleichsflächen und Erholungsräume, und Mainz habe ohnehin pro Kopf gerechnet eine weit unterdurchschnittliche Menge an Grünflächen. „Da gibt es doch nichts für die Bürger, die mal vor der Haustür grillen oder sich erholen wollen und mal raus wollen aus den engen Wohnvierteln und der Hitze“, kritisierte Pannhorst, „und dieses gepflasterte Stück Grillfläche vor dem Schloss, das ist doch eine Frechheit, da sitzt doch keiner.“

     

    In Mainz gebe es jetzt zwar zwei Yachthäfen, aber kaum Möglichkeiten für junge Menschen, für wenig Geld mit der Clique schwimmen zu gehen, sagte Pannhorst weiter. „Das Rhein-Main-Gebiet ist sowieso überhitzt durch Versiegelung, Gewerbeflächen und den Flughafen, wir bräuchten in Mainz dringend Ausgleichsflächen“, sagte sie. Das Gelände des Steinbruchs wäre aber doch „groß genug, dass man da auch Bäume pflanzen könnte“, schlug sie vor, und einen See verwirklichen ließe sich dort auch – Schwimmkurse mit der DLRG oder Erste Hilfe-Kurse inklusive. „Wenn man den Leuten nie etwas gönnt und immer nur alles abverlangt, dann haben die auch keine Lust, etwas für die Allgemeinheit zu tun“, fügte sie mit Blick auf die steigende Müllproblematik entlang des Rheinufers hinzu.

     

    UPDATE: Am Mittwoch erreichte die Petition dann bereits 2.013 Unterzeichner – und übersprang damit das Quorum von 1.800 Stimmen deutlich. Die Stadt Mainz muss sich damit neu zu dem Thema äußern.

     

    Info& auf Mainz&: Mehr zu der Petition „Ein Baggersee für Mainz“ mit ausführlicher Begründung lest Ihr hier bei Mainz&, die Petition selbst findet Ihr hier im Internet. Wie Openpetition.de genau das Quorum berechnet und wofür das gut ist, könnt Ihr genau hier im Detail nachlesen.

     

     

    Quelle: Mainz& / 12.08.2020

     

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    Mi

    12

    Aug

    2020

    Kommentar zum Baggersee: Transparent

    Julia Sloboda (Foto: VRM)
    Julia Sloboda (Foto: VRM)

    Von

    Julia Sloboda Stellvertretende Redaktionsleiterin Mainz

     

    MAINZ - Natürlich findet der Vorschlag, einen Baggersee in Mainz zu errichten, große Zustimmung. Wer wünscht sich in diesen Tagen nicht etwas Abkühlung in nächster Nähe? Diese Sehnsucht hat sich die Bürgerinitiative gegen die Bauschuttdeponie zu Nutze gemacht.

     

    Während mit der Diskussion über Deponieklassen und Abstandsregelungen außerhalb von Weisenau und Laubenheim nicht viel Stimmung zu machen ist, hat zum Thema Baggersee jeder eine Meinung.

     

    So ist die geplante Bauschuttdeponie inklusive verlockend klingender Alternativnutzung plötzlich in aller Munde.

     

    Die Stadtverwaltung tut gut daran, nun sehr transparent darzulegen, warum im Steinbruch kein Baggersee entstehen wird. Die genannten Gründe sind plausibel. Und doch scheint es ein Hintertürchen zu geben. Wenn es technisch hinzubekommen wäre, das Grundwasser vor der Verschmutzung durch Badegäste zu schützen, könnte die Anlage eines Sees theoretisch möglich sein. Gleichzeitig müssten die offenen Grundwasserstellen verschüttet werden, um der Verpflichtung nachzukommen.

     

    Die Sache hat zwei Haken: Es gibt einen Stadtratsbeschluss (48 zu 8 Stimmen im Dezember 2015) für die Errichtung einer Deponie – man bräuchte also zunächst einmal eine Kehrtwende des politischen Willens. Zum Zweiten wäre die Schaffung eines grundwasserschützenden Baggersees sicher teuer. Und für eine verschuldete Stadt wie Mainz nicht bezahlbar.

     

    Quelle: Allgemeine Zeitung / 12.08.2020

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    Di

    11

    Aug

    2020

    ÖDP unterstützt Idee eines Badesees im Steinbruch

     

    Mehr Phantasie und bürgernahe Lösungen nötig

     

    Mainz. „Die ÖDP-Stadtratsfraktion Mainz unterstützt ausdrücklich die Petition von Robert Kindl und Antonio Sommese von der Bürgerinitiative Mainz21, einen Badesee im Weisenauer Steinbruch einzurichten“, so Fraktionsvorsitzender Dr. Claudius Moseler.

     

    Der ÖDP-Stadtrat erinnert daran, dass vor vielen Jahren, als die Erweiterung des Steinbruchs auf der Laubenheimer Höhe zur Diskussion stand, diese Idee auch schon Thema gewesen war.

     

    „Außerdem hat die ÖDP sich bisher konsequent gegen die Verfüllung des Steinbruchs mit belastetem Bauschutt positioniert.

     

    Dazu ist das Gelände viel zu wertvoll und man hätte andere Nutzungsmöglichkeiten.

     

    Es sind mehr Phantasie und bürgernahe Lösungen in der Politik nötig. Corona-Einschränkungen, Ferienzeit und Hitzewelle schreien hier nach einer neuen Lösung“, so Moseler. Angesichts der Räumung der geschützten Flächen am Mombacher Rheinufer und der zu geringen Schwimmbadkapazitäten in Mainz sollte sich die Stadt und der Entsorgungsbetrieb Mainz ernsthaft mit dieser Alternative Baggersee beschäftigen.

     

    „Die ÖDP wird nach den Sommerferien in den städtischen Gremien eine entsprechende Initiative auf den Weg bringen.“

     

    Quelle: ÖDP / 11.08.2020

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    Di

    11

    Aug

    2020

    Ein Baggersee für Mainz

    MAINZ – Zuletzt erreichte das Thermometer Werte weit über 30 Grad. Viele Menschen wollen sich deswegen im Wasser abkühlen, nur ist das Angebot, auch ohne die aktuelle Corona-Krise, in Mainz sehr überschaubar. So zumindest sieht es die CDU.

     

    Die Mainzer Schwimmbäder sowie die umliegenden Baggerseen dürfen die Badegäste Corona-bedingt nur mit Einschränkungen hereinlassen. Aus diesem Grund fordert eine Online-Petition, initiiert durch die Bürgerinitiative Mainz21, nun einen Baggersee auf dem Gelände des Laubenheimer Steinbruchs. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Hannsgeorg Schönig und die CDU-Kreisvorsitzende Sabine Flegel finden die Idee eines Mainzer Baggersees charmant und fordern die Verwaltung auf, eine Realisierung auf dem Gelände des Laubenheimer Steinbruchs zu prüfen. „Der Gedanke einen Baggersee in Mainz zu errichten, ist vor dem Hintergrund immer weiter steigenden Temperaturen naheliegend und sehr plausibel“, so Schönig.

     

    Die 35-Grad-Marke werde in Zukunft wohl öfter fallen. Deshalb sei es notwendig, den Menschen ausreichend viele Abkühlungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus könne ein Baggersee den Freizeitwert der Stadt erhöhen. „Ein Baggersee kann weitergehend erschlossen werden. So können nicht nur Bereiche zum Baden und Schwimmen, sondern auch Gastronomie- und Wassersportbereiche angeboten werden“, erklärt Schönig.

     

    Auch Sabine Flegel sieht in dem Wasser-Freizeitangebot der Stadt noch erhebliches Verbesserungspotenzial. „Durch die Corona-Krise ist der Zugang zum Wasser stark eingeschränkt“, so Flegel. Ein Beispiel hierfür sei der außer Betrieb befindliche Wasserspielplatz im Volkspark. „Die Stadt muss Familien mit Kindern die Möglichkeit geben, Planschen zu gehen. Für den Volkspark braucht es nun ein Konzept, wie der Wasserspielplatz unter Einhaltung der Hygieneregelungen umgehend wieder in Betrieb genommen werden kann“, fordert Flegel.

     

    Quelle: Lokale Zeitung / 11.08.2020

     

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    Di

    11

    Aug

    2020

    Gonsenheimer CDU | Facebook Post

    Wir finden die Idee der Bürgerinitiative @mainz_21 , einen Baggersee im Laubenheimer Steinbruch zu errichten, charmant. Wir haben daher die Verwaltung aufgefordert, die Umsetzung zu prüfen.
    *Pressemitteilung*
    Stadt muss weitere Abkühlungsmöglichkeiten auch in der Corona-Krise zur Verfügung stellen
    Am vergangenen Wochenende erreichte das Thermometer Werte weit über 30 Grad.
    Auch in den kommenden Tagen werden uns diese hochsommerlichen Temperaturen noch erhalten bleiben. Viele Menschen wollen sich deswegen im Wasser abkühlen, nur leider ist das Angebot, auch ohne die aktuelle Corona-Krise, sehr überschaubar.
    Die Mainzer Schwimmbäder sowie die umliegenden Baggerseen dürfen die Badegäste Corona-bedingt nur mit Einschränkungen hereinlassen.
    Aus diesem Grund fordert eine Online-Petition, initiiert durch die Bürgerinitiative Mainz21, nun einen Baggersee auf dem Gelände des Laubenheimer Steinbruchs.
    Der CDU-Fraktionsvorsitzende Hannsgeorg Schönig und die CDU-Kreisvorsitzende Sabine Flegel finden die Idee eines Mainzer Baggersees charmant und fordern die Verwaltung auf, eine Realisierung auf dem Gelände des Laubenheimer Steinbruchs zu prüfen. „Der Gedanke einen Baggersee in Mainz zu errichten, ist vor dem Hintergrund immer weiter steigenden Temperaturen naheliegend und sehr plausibel“, so Schönig. Die 35-Grad-Marke werde in Zukunft wohl öfter fallen.
    Deshalb sei es notwendig, den Menschen ausreichend viele Abkühlungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus könne ein Baggersee den Freizeitwert der Stadt erhöhen.
    „Ein Baggersee kann weitergehend erschlossen werden.
    So können nicht nur Bereiche zum Baden und Schwimmen, sondern auch Gastronomie- und Wassersportbereiche angeboten werden“, erklärt Schönig. Dies würde die Stadt noch attraktiver machen. Auch Flegel sieht in dem Wasser-Freizeitangebot der Stadt noch erhebliches Verbesserungspotenzial. „Durch die Corona-Krise ist der Zugang zu Wasser stark eingeschränkt“, so Flegel.
    Ein prominentes Beispiel hierfür sei der außer Betrieb befindliche Wasserspielplatz im Volkspark. „Die Stadt muss Familien mit Kindern die Möglichkeit geben, Planschen zu gehen. Für den Volkspark braucht es nun ein Konzept, wie der Wasserspielplatz unter Einhaltung der Hygieneregelungen umgehend wieder in Betrieb genommen werden kann“, fordert Flegel.
    Quelle: Gonsenheimer CDU | Facebook Post / 11.08.2020
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    Di

    11

    Aug

    2020

    Kommentar zur Baggersee-Petition: Zu spontan

    Nicholas Matthias Steinberg, Redakteur Lokalredaktion Mainz (Foto: Sebastian Stenzel)
    Nicholas Matthias Steinberg, Redakteur Lokalredaktion Mainz (Foto: Sebastian Stenzel)

    MAINZ - Dass es den Verantwortlichen der Bürgerinitiative, die sich seit Jahren gegen die Errichtung einer Bauschuttdeponie auf dem ehemaligen Steinbruch-Gelände in Laubenheim einsetzt, nicht an Hartnäckigkeit fehlt, ist bekannt.

     

    Und der Zeitpunkt der Baggersee-Forderung und deren Verknüpfung mit einer Onlinepetition sind clever gewählt.

     

    Denn Corona-Einschränkungen, Ferienzeit und Hitzewelle machen viele Menschen für solche Ideen empfänglich.

     

     

    Der Wunsch nach Abkühlung, generell nach Möglichkeiten der Freizeitgestaltung ist groß. Viele verbringen ihren Urlaub zuhause. Schwimmbäder stoßen an ihre Kapazitätsgrenzen.

     

    Corona-Auflagen tragen ihren Teil dazu bei. Da klingt die Baggersee-Forderung durchaus charmant. Dabei ist sie nicht neu, wurde vor Jahren wiederholt formuliert.

     

    Und die Stadt hat seinerzeit auch begründet, wieso ein Baggersee keine Option sei.

     

    • Es gibt eine Verfüllungspflicht für den Steinbruch.
    • Außerdem drohe durch einen See eine Verunreinigung des Grundwassers.

     

    Der spontane Vorstoß der BI lässt zudem jahrelange Abwägungen zur Bauschuttdeponie außen vor – und damit auch eine Kernfrage:

    • Wohin mit dem Müll, mit dem Bauschutt, den die Neubauprojekte in der Umgebung hervorbringen? Das Entsorgungsproblem muss gelöst werden.

     

    Nach der Verfüllung soll das Areal künftig ohnehin dem Naturschutz und auch der Freizeitnutzung dienen. Doch es braucht auf absehbare Zeit weitere Alternativen für die Freizeitgestaltung im öffentlichen Raum. Denn die Region wächst, der Besucherdruck nimmt zu, unabhängig von Corona.

     

     

    Quelle: Allgemeine Zeitung Online / 11.08.2020

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    Mo

    10

    Aug

    2020

    Online-Petition für Mainz: „Wir brauchen einen Baggersee!“

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    Mo

    10

    Aug

    2020

    Baggersee im Steinbruch?

    Alternativvorschlag zur Mülldeponie

    10.08.2020 | 08:08 Uhr

     

    Ein Baggersee für Mainz! Das fordern aktuell Vertreter der Bürgerinitiative „Mainz 21“ und haben dafür eine Online-Petition gestartet. Die Initiative Mainz 21 setzt sich seit mehreren Jahren gegen die Pläne ein, im alten Mainzer Steinbruch eine Mülldeponie zu errichten.

     

    Stattdessen schlagen die Vertreter der Initiative Robert Kindl und Antonio Sommese jetzt vor, aus dem Steinbruch einen Baggersee zu machen.

     

    Mit dem Laubenheimer Steinbruch verfüge die Stadt Mainz über ein geeignetes Grundstück und somit die Möglichkeit uns alle in den heißen Sommermonaten eine erfrischende Pause zu gönnen, heißt es in der Online-Petition. Weiter schreiben die Initiatoren: "Das Corona-Virus hat uns allen vor Augen geführt, wie wichtig unsere Heimat für uns alle ist. Somit gilt es in einer attraktiven Stadt mit guten Erholungsgebieten zu leben.

     

    " Die Petition hat innerhalb von drei Tagen fast 1.700 Unterstützer*innen gefunden. Bei einer Unterschriftenzahl von 1.800 muss zum Vorschlag eine Stellungnahme der Stadt erfolgen.

     

    Quelle: Anttenne Mainz 106.6 / 10.08.2020

     

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    So

    09

    Aug

    2020

    Petition fordert Baggersee für Mainz im alten Portland Steinbruch

    Von Gisela Kirschstein

     

    Mainz stöhnt unter der Hitzewelle, am Wochenende suchten Tausende Abkühlung – vor allem am Rhein. Denn sämtliche Schwimmbäder in Mainz und Umgebung waren ausgebucht, auch Badeseen im Umland wurden wegen Überfüllung geschlossen. Da fordert eine Online-Petition einen Baggersee für Mainz – im alten Portland-Steinbruch.

     

    „Wir brauchen einen Baggersee!“ heißt der Aufruf auf der Plattform Openpetition.de, der sich an Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) richtet. Mit dem Laubenheimer Steinbruch verfüge die Stadt Mainz „über ein geeignetes Grundstück und somit die Möglichkeit uns alle in den heißen Sommermonaten eine erfrischende Pause zu gönnen“, begründen die Petitionssteller Robert Kindl und Antonio Sommese ihren Vorstoß: „Das Corona-Virus hat uns allen vor Augen geführt, wie wichtig unsere Heimat für uns alle ist. Somit gilt es in einer attraktiven Stadt mit guten Erholungsgebieten zu leben“, heißt es weiter.

     

    Daher wolle sich die Petition für ein Naherholungsgebiet im Mainzer Steinbruch mit einem Baggersee für alle Einwohner einsetzen. „Auch der Klimawandel zeigt deutlich, dass die Temperaturen in den nächsten Jahren weiter ansteigen werden und gerade für die Sommermonate eine Abkühlung für jeden Bürger vorhanden sein muss“, begründen die Initiatoren ihre Petition. „Corona hat gezeigt, dass man alles ändern kann“, sagte Sommese am Sonntagabend auf Mainz&-Anfrage: „Man muss sich hinterfragen, was wirklich wichtig ist – und eine Naherholung ist bei einem Lockdown wirklich wichtig.“

     

    Tatsächlich zeigt dieser Sommer auf, wie wenig geeignete Abkühlungsmöglichkeiten es bei großer Hitze in Mainz und Umgebung gibt: Die beiden Mainzer Schwimmbäder können wegen der Corona-Pandemie nur deutlich reduzierte Besuchermengen einlassen, am Hitzewochende waren beide restlos ausverkauft. Dasselbe galt für das Freibad Maaraue, aber ebenso für Schwimmbäder der Umgebung wie Bingen oder Stromberg – wo also Abkühlung finden? Im Corona-Sommer wurde eindringlich von Reisen ins Ausland abgeraten, viele blieben zu Hause – auf der Suche nach kühlem Nass wurde am Wochenende jede Möglichkeit geradezu gestürmt.

     

    Einen Rheinstrand mit gefahrlosem Zugang zum Rhein gibt es in Mainz im gesamten Stadtgebiet nicht – von einem Rhein-Schwimmbad ganz zu schweigen. Am Wochenende vertrieb die Stadt Mainz zudem rigoros Erholungssuchende von den Mombacher Stränden – in dem dortigen Naturschutzgebiet sind Lagern, Picknicken und Baden verboten. „Wir brauchen mehr Raum und mehr Fläche für Naherholung, wir stürmen Badeseen in Raunheim und anderswo“, sagt auch Sommese: „Es ist doch nicht fair zu sagen, wenn Mainz voll ist, geht doch noch Raunheim.“ Die Mainzer müssten „zu den Nachbarn nach Hessen fahren oder ihr Leben beim Schwimmen im Rhein riskieren“, kritisiert der Weisenauer.

     

    Es werde mehr solcher Hitzesommer in Zukunft geben, „und das ist ja vielleicht auch nicht letzte Pandemie“, argumentiert Sommese weiter: „Es braucht mehr Naherholung, gerade auch gerade auch für die Menschen, die in der Neustadt in einer Wohnung ohne Balkon wohnen.“ Auch die ÖDP-Stadträtin Ingrid Pannhorst kritisierte in einem Kommentar auf Mainz&, die Einwohnerzahl von Mainz sei zwar stark gewachsen, gleichzeitig seien „sogar die ehedem schon spärlichen Freiräume weiter dezimiert worden, indem die Stadt Grünflächen für Wohnbebauung verscherbelte.“

    Im alten Steinbruch der Portland bei Mainz-Weisenau wünschen sich die Mainzer schon lange einen Badesee. – Foto: gik
    Im alten Steinbruch der Portland bei Mainz-Weisenau wünschen sich die Mainzer schon lange einen Badesee. – Foto: gik

    Die Idee eines Baggersees im alten Steinbruch ist im Übrigen keineswegs neu: Schon bei der Aufgabe des Steinbruchs durch das Zementwerk Weisenau kam die Idee auf, bislang hieß es jedoch immer, die Kosten für einen solchen See seien zu hoch. Die Stadt will stattdessen nun im alten Steinbruch eine Bauschuttdeponie bauen, die Bürgerinitiative „Mainz21 – Nein zur Mülldeponie“ kämpft dagegen. Sprecher der BI ist Antonio Sommese, der nun auch die Petition pro Baggersees startete. „Es sind die Umstände, wir sollten doch in Frage stellen, was wirklich wichtig ist“, begründet er die Petition, die Stadt könnte den Plan für die Deponie auch an anderer Stelle verwirklichen.

     

    Bei den Mainzer selbst stieß das Thema Baggersee derweil auf großes Interesse: Binnen zirka 30 Stunden nach ihrem Start hatten bereits 695 Menschen die Online-Petition für einen Baggersee im alten Steinbruch unterzeichnet, davon 572 in Mainz, fast 300 Kommentare wurden hinterlassen. „Ein See würde Mainz so sehr aufwerten“, schrieb eine Unterzeichnerin, diverse andere verwiesen auf den Klimawandel, die zunehmende Hitze und die überlasteten Mainzer Schwimmbäder: „Zwei öffentliche Schwimmbäder sind ein ziemlich schlechter Witz für eine Landeshauptstadt“, meinte ein Kommentator. Andere verwiesen auf die Gefahren beim Baden im Rhein, ein Badesee sei viel sicherer und könne Tote verhindern, schrieben mehrere.

     

    „Der kurze Text trifft sehr prägnant das Problem: es ist in der Mainzer Umgebung kein einziger See vorhanden, was es an heißen Tagen für viele Mainzer ohne Auto unmöglich macht sich chlorfrei zu erfrischen“, schrieb ein Unterzeichner. Auch die Umwelkt werde geschont, wenn nicht immer alle mit dem Auto zu den hessischen Seen gefahren werde – und was sei mit den menschen, die gar kein Auto hätten? „Die meisten Baggerseen in der Nähe liegen in Hessen“, argumentierte ein anderer Unterzeichner: „Für viele Familien und (nicht nur) junge Menschen wäre ein Baggersee in Mainz ein sehr willkommenes Freizeitangebot!“

     

    Info& auf Mainz&: Die Petition „Baggersee für Mainz“ findet Ihr hier im Internet. Mehr zu dem Thema fehlende Badestrände oder Seen in Mainz lest Ihr hier bei Mainz& – in unserem Kommentar: Baden verboten“ Mainz und die R(h)ein-Frage, unendlich ungelöst“. Der Kommentar entstand übrigens vor der Petition, beides vollkommen unabhängig voneinander – das Thema scheint ja nicht ganz unwichtig zu sein… Warum die Stadt Erholungssuchende und Badewillige aus dem Mombacher Naturschutzgebiet „Mombeach“ vertreibt, könnt Ihr hier bei Mainz& nachlesen.

     

    Quelle: Mainz& / 09.08.2020

     

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    So

    09

    Aug

    2020

    Petition: Baggersee für Mainz gefordert

     

    Ein Baggersee in Mainz: Das fordern zwei Mainzer nun in einer Onlinepetition. Die Mainzer CDU will nun, dass die Errichtung des Baggersees zumindest geprüft wird.

     

    Von Peter Kroh / Autor von Merkurist.de

     

    Auch ohne Corona-Krise und Abstandsregeln ist es für viele Mainzer schwer, im Sommer eine gute Stelle zur Abkühlung zu finden. Badetaugliche Seen finden sich nur im Umland, die Freibäder in Nieder-Olm, Mombach und am Taubertsberg bieten nur begrenzte Kapazitäten. Und ein Bad im Rhein kann sogar lebensgefährlich sein (wir berichteten). Zwei Mainzer fordern nun in einer Petition, einen Baggersee für Mainz.

     

    Die Initiatoren der Petition heißen Robert Kindl und Anonio Sommese. Ihr Vorschlag: Der neue Baggersee könnte im Laubenheimer Steinbruch entstehen. „Mit dem Laubenheimer Steinbruch verfügt die Stadt Mainz über ein geeignetes Grundstück und somit die Möglichkeit uns alle in den heißen Sommermonaten eine erfrischende Pause zu gönnen“, schreiben die Initiatoren. Beide engagieren sich zudem auch in der Bürgerinitiative „Mainz21“, die sich gegen die Nutzung des Laubenheimer Steinbruchs als Mülldeponie ausspricht.

     

     

    Mehr als 1100 Unterzeichner

     

    Immerhin mehr als 1100 Menschen (Stand 10. August) haben sich in der an Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) gerichteten Petition bereits für die Idee des Baggersees ausgesprochen - seit Samstag (8. August) ist sie online. „Auch der Klimawandel zeigt deutlich, dass die Temperaturen in den nächsten Jahren weiter ansteigen werden und gerade für die Sommermonate eine Abkühlung für jeden Bürger vorhanden sein muss“, so die Initiatoren.

     

    Am Montag äußerte sich die Mainzer CDU zum Thema. In einer Mitteilung sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Hansgeorg Schönig: „Der Gedanke, einen Baggersee in Mainz zu errichten, ist vor dem Hintergrund immer weiter steigenden Temperaturen naheliegend und sehr plausibel.“ Die 35-Grad-Marke werde in Zukunft wohl öfter fallen. Deshalb sei es notwendig, den Menschen ausreichend viele Abkühlungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Außerdem könne ein Baggersee den Freizeitwert der Stadt erhöhen. „Ein Baggersee kann weitergehend erschlossen werden. So können nicht nur Bereiche zum Baden und Schwimmen, sondern auch Gastronomie- und Wassersportbereiche angeboten werden“, so Schönig. Er fordert, die Errichtung eines Baggersees sollte zumindest geprüft werden. (nl)

     

     

    Quelle: Merkurist / 09.08.2020

     

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    So

    02

    Aug

    2020

    Bürgerinitiative bekommt Unterstützung

    Lokale Zeitung

     

    LAUBENHEIM – Die Bürgerinitiative „Mainz21 Nein zur Mülldeponie in Mainz“ freut sich über die Unterstützung von zwei 12-jährigen Schülern Bruno und Simon haben die „Mainz – Keine Mülldeponie Mainz“ (KMD) gegründet.

     

    „In so einem Alter ein so starkes Interesse für Umwelt und Politik zu haben, ist schon sehr erstaunlich und freut uns sehr“, sagt Antonio Sommese, BI-Sprecher. „Dies zeigt uns, dass nicht nur die Eltern, sondern auch die Kinder Bedenken gegen die Deponie haben“, so Sommese weiter. „Seine Ablehnung in Form von Instagram und YouTube-Berichten in einer so super Qualität auszudrücken ist aller Ehren wert“, führt der BI-Sprecher aus.

     

    In dem 16-minütigen Beitrag über den Erörterungstermin im Dezember 2019 wird der generelle Ablauf des Erörterungstermins von den beiden Jugendlichen kritisch kommentiert. Dazu wurden Interviews mit dem BI- Anwalt, Dirk Teßmer, BI-Mitgliedern und Zuschauern in den Pausen geführt. Ebenso ist eine Bewertung des Erörterungstermins enthalten. Leider waren keine Film-und Tonaufnahmen während des Termins gestattet, was die Erstellung des Beitrags erschwert hat.

     

    Die Dokumentation über den Mainzer Steinbruch enthält Landschaftsaufnahmen und Hintergründe über die Entstehung des Steinbruchs. Weiterhin werden Eindrücke vom renaturierten Teil gezeigt. Natürlich wird die Frage gestellt, warum dort eine Deponie entstehen soll und die Natur dadurch zerstört wird.

     

    Wer sich einen Eindruck verschaffen möchte, kann sich über den Instagram-Account „#kmd_mainz“ oder den YouTube-Channel „KMD Mainz“ der beiden Schüler anschauen.

     

     

    Quelle: Lokale Zeitung / 02.08.2020

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    Mo

    29

    Jun

    2020

    AZ - BI: Abstand zu Häusern geschrumpft

    Im Steinbruch ist eine Mülldeponie geplant. Dagegen gibt es Widerstand. Bei der aktuellen Diskussion im Fokus: der Mindestabstand zur Wohnbebauung. (Archivfoto: Lukas Görlach)
    Im Steinbruch ist eine Mülldeponie geplant. Dagegen gibt es Widerstand. Bei der aktuellen Diskussion im Fokus: der Mindestabstand zur Wohnbebauung. (Archivfoto: Lukas Görlach)

     

     

    BI: Abstand der Deponie zu Häusern geschrumpft

     

    Die Bürgerinitiative „Mainz21 Nein zur Mülldeponie“ hat mit Stadtratsmitgliedern diskutiert. Dass der Abstand zur Wohnbebauung nun geringer sein soll, überraschte einige.

    Von Alexander Schlögel
    WEISENAU/LAUBENHEIM - Es passt in die aktuelle Zeit, dass sich die Bürgerinitiative „Mainz21 Nein zur Mülldeponie in Mainz“ mit Vertretern von Stadtratsfraktionen zum virtuellen Austausch trifft, um über die geplante Mülldeponie zu diskutieren. Im Kern der Diskussion steht ein Mindestabstand von 360 Metern, den die Deponie mindestens zur nächsten Wohnbebauung einhalten soll. So zumindest hieß es in einem Stadtratsbeschluss am 2. Dezember 2015. Zum geplanten Wohngebiet „Hechtsheimer Höhe“ (HE130) soll der Abstand nun aber laut Bürgerinitiative nur 240 Meter betragen.
    In der Diskussion beklagen mehrere Politiker, über das Projekt von der Stadtverwaltung nicht richtig informiert worden zu sein. „Sehr überrascht gewesen“ sei sie, sagt Sabine Flegel (CDU), über den Inhalt der Mail von BI-Sprecher Antonio Sommese. Auch wenn sie sich unbeliebt mache: „Das ist in der Vergangenheit schon des Öfteren gewesen und wird immer mehr, dass wir was erzählt bekommen, und im Nachhinein stellt sich raus, dem ist so nicht.“ Wenn im Stadtrat gesagt werde, es sei alles rechtens, müsse sie „dem logischerweise als Rätin auch Glauben schenken“. Sie könne sich vorstellen, dass zumindest eine neue Erörterung gemacht, wenn nicht sogar ein Zweitgutachten angefertigt werden müsse.
    Kritik kommt aber nicht nur von der CDU, sondern auch aus Reihen der SPD. „Wir fühlen uns nach wie vor an den Stadtratsbeschluss gebunden und sind ein Stück weit erschrocken, was dann im Dezernat Eder im Prinzip intern gelaufen ist“, erklärt Stadtratsmitglied Mareike von Jungenfeld. Die Gesundheit der Anwohner sei „eines der höchsten Güter, die wir haben“, wiewohl natürlich auch der Wohnungsdruck eine Rolle spiele, wie sie einräumt. Und auch der Weisenauer Ortsvorsteher Ralf Kehrein (SPD) bekräftigt, die Ratspolitiker seien „unter anderen Voraussetzungen an dieses Projekt herangeführt worden“. Niemandem sei damals so richtig klar gewesen, was die Entsorgungsbetriebe denn unter dem Begriff „mineralische Abfälle“ verstehen würden. „Man hat uns immer gesagt, weit und breit gibt es keine Deponie, die diese Abfälle übernehmen kann.“ Heute wisse man, dass es mittlerweile in näherer Umgebung drei Deponien gebe. Er sei froh über jeden, „der den Schritt in die Richtung geht, das noch mal zu überdenken“.
    In die Defensive gedrängt werden bei der Diskussion die Grünen. Matthias Gill, zu dieser Zeit auch im Werkausschuss der Entsorgungsbetriebe, beteuert, er sei sehr daran interessiert, „dass unsere Kinder und Enkelkinder noch eine lebenswerte Welt haben“. Er fühle sich „vom Entsorgungsbetrieb umfassend informiert“ und habe „auch vollstes Vertrauen in ihn und unsere Stadt“. Es gebe „klare Kontrollen“. Man könne den eigenen Müll aber auch nicht einfach irgendwohin transportieren. „Wir produzieren unseren Müll und sind dafür verantwortlich.“ Auf „geltende Bestimmungen der Deponieverordnung, die keine genaue Meter-Anzahl vorsieht“, beruft sich Stadträtin Ellen Kubica. In persönlichen Gesprächen mit den Entsorgungsbetrieben sei ihr „glaubhaft dargelegt worden“, „dass nicht unbedingt der Meter als solches das Maß des Risikos ausmacht“. Keiner könne zudem Interesse daran haben, „dass Menschen gefährdet werden“. Allerdings „wundere sie sich über Stadtratskolleginnen, die 2019 einen bestehenden Beschluss noch einmal mit abgesegnet haben, was noch nicht so lange her ist“, sagt sie in Richtung Flegel.
    Quelle: Allgemeine Zeitung Bericht vom 29.06.2020
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    Mi

    24

    Jun

    2020

    Wochenblatt - Mindesabstand wird nicht eingehalten

    Der Steinbruch in Laubenheim - Archivfoto: Lukas Görlach
    Der Steinbruch in Laubenheim - Archivfoto: Lukas Görlach
    Mindestabstand wird nicht eingehalten
    Quelle: Wochenblatt vpm 24.06.2020
    2020.06.24-Wochenblatt-Artikel.pdf
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    Di

    16

    Jun

    2020

    F.A.Z. - Die Tage der Mülldeponie in Flörsheim-Wicker sind gezählt.

    Mülldeponie Wicker Alle gegen Schlacke

     

    Die Tage der Mülldeponie in Flörsheim-Wicker sind gezählt. Ausschlaggebend dafür ist, dass die Anwohner das Vorhaben ablehnen.

     

    Von Jan Schiefenhövel

     

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    Mo

    08

    Jun

    2020

    Antwort Stadtplanungsamt - Wohnquartier HE130 Abstand

     

    Antwort vom 25.05.2020

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    Do

    04

    Jun

    2020

    KMD - Der Mainzer Steinbruch Dokumentation

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    Do

    04

    Jun

    2020

    AZ - Ängste nicht ausgeräumt

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    Do

    05

    Mär

    2020

    Bürger wehren sich gegen verseuchte Erde

    Das künftige Terminal 3 des Frankfuter Flughafens ist der Zeit eine Großbaustelle. Unter anderem sorgen riesige am belasteten Erdaushub für Probleme.  Foto @dpa
    Das künftige Terminal 3 des Frankfuter Flughafens ist der Zeit eine Großbaustelle. Unter anderem sorgen riesige am belasteten Erdaushub für Probleme. Foto @dpa

    © dpa

     

    Morfelden-Walldorf/Darmstadt.

     

    Im Süden des Frankfurter Flughafens entsteht in einem riesigen Bauprojekt das Terminal 3 des größten deutschen Airports für bis zu 25 Millionen Passagiere jährlich. Während einige Parteien und die Unternehmerverbände den Ausbau des Flughafens als Wachstumsmotor begrüßen, sehen Gegner nicht nur die kommenden zusätzlichen Flugbewegungen und den Lärm kritisch. Bei dem Bauvorhaben fallen immense Mengen von mit polyfluorierten Chemikalien (PFC) verseuchter Erde an. Der Flughafenbetreiber Fraport hat hierfür sicherheitshalber schon einmal ein zeitlich begrenztes Zwischenlager auf dem Areal beantragt. An diesem Freitag (6. März) endet im Genehmigungsverfahren die Einspruchsfrist für die Halde.

     

    Das zuständige Regierungspräsidium in Darmstadt startete am Jahresanfang das Genehmigungsverfahren für den 5-jährigen Betrieb eines Lagers für rund 600 000 Kubikmeter PFC-haltiges Material. Die PFC-Belastung kommt höchstwahrscheinlich vom Einsatz von Feuerlöschschäumen auf dem ehemaligen Gebiet der Rhein-Main-Air-Base. Deponien für derart belastetes Material seien in Deutschland stark limitiert. PFC sind im Boden nicht abbaubar, können Nahrung und Trinkwasser verunreinigen und gelten als gesundheitsschädlich.

     

    „Wir sind weiter mit Hochdruck daran, dass wir Deponien finden“, sagte die Sprecherin des Flughafenbetreibers Fraport, Iris Becker. Erste Verträge seien bereits unterzeichnet, allerdings sei es schwierig, freie Deponiekapazitäten zu finden. „Primäres Ziel ist, dass wir kein Zwischenlager benötigen.“ Der Bau des neuen Terminals sei im Plan. Der Erdaushub lagere derzeit in der Nähe der Baustelle. Fraport rechnet insgesamt mit rund 1,2 Millionen Kubikmetern, von denen die Hälfte PFC-belastet ist.

     

    Gegner des Flughafenausbaus und der Deponie sehen allerdings die Gefahr, dass aus einem Zwischenlager ein Dauerlager wird. So legte der hessische Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (Bund) eine Einwendung gegen eine mögliche Genehmigung ein und forderte eine Umweltverträglichkeitsprüfung. Nötig sei eine vollständige und rechtsverbindliche Lösung und nicht Stückwerk. Es müsse gewährleistet sein, dass künftig weder die Umwelt noch Menschen geschädigt werden könnten.

     

    Das geplante Zwischenlager soll in unmittelbarer Nachbarschaft der Gemeinde Mörfelden-Walldorf im Kreis Groß-Gerau entstehen. Der Kreis zeigte Anfang Februar die Fraport AG wegen illegaler Ablagerung von Bodenaushub an. Das ausgehobene Material mit einer hohen Schadstoffbelastung werde derzeit in einer Weise gelagert, die formell und materiell nicht den Anforderungen des Grundwasserschutzes und des Abfallrechtes entspreche.

     

     

    Bislang 50 Einwendungen

     

    Die Landesregierung geht indes nicht von erheblichen Umweltauswirkungen aus, heißt es in einer Antwort von Hessens Umweltministerin Priska Hinz( Grüne) auf eine AfD-Anfrage. Fehler bei den Behörden sieht aber die Bürgerinitiative Mörfelden-Walldorf. „Es ist nicht klar gesagt worden, was es noch an Altlasten gibt“, sagte Sprecherin Petra Schmidt. Laut Regierungspräsidium sind bislang rund 50 Einwendungen von Privatleuten eingegangen.

     

    Wie Fraport am Mittwoch ankündigte, will man bis zum Herbst dieses Jahres belastetes Erdreich vom Bau des Terminals 3 fachgerecht auf Deponien entsorgen. 30 000 Kubikmeter mit PFC belasteter Erde seien bislang abtransportiert worden. Entsorgt werden soll der Erdaushub auf Deponien in Bayern, Nordrhein-Westfalen und in Ostdeutschland. Die Gesamtmenge des überschüssigen Bodens betrage 400 000 Kubikmeter. „Wir sind zuversichtlich, dass ein Großteil des überschüssigen mit PFC belasteten Bodenmaterials bis zum Herbst abtransportiert ist“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Fraport AG, Stefan Schulte. Man gehe davon aus, dass das beantragte Lager nicht benötigt werde. „Trotzdem halten wir an dem Antrag fest, um Handlungsspielräume im Falle von Komplikationen zu haben.“ lhe

     

     

    Quelle © Südhessen Morgen, Donnerstag, 05.03.2020

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    Mi

    26

    Feb

    2020

    smile AMAZON

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    Fr

    14

    Feb

    2020

    Fraport sucht nach Deponie für Erdaushub vom Terminal 3

    Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Der Flughafenbetreiber Fraport sucht nach einem Platz für den mit Chemikalien belasteten Erdaushub vom Terminal 3. "Als Flughafenbetreiber haben wir kein Interesse daran, verunreinigten Boden langfristig auf unserem Gelände zu lagern", teilte Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG, am Freitag mit. "Wir suchen mit Hochdruck nach geeigneten Deponien, die uns das Material abnehmen." Man sei zuversichtlich, noch in diesem Jahr den überschüssigen Boden abtransportieren zu können.

     

    Offen ist, wohin. Weil es laut Fraport in Hessen nur wenige geeignete Deponien gibt, habe man bereits Anfang 2019 beim Regierungspräsidium Darmstadt den Antrag für "ein Bodenlager auf Basis des Bundesimmissionsschutzgesetzes" eingereicht. Stünden keine ausreichenden Deponiekapazitäten zur Verfügung, könne dieses Lager "zur Zwischenlagerung" errichtet werden. Man hoffe aber, das sei nicht nötig. "Erste Erfolge stimmen uns positiv, dass wir noch in diesem Jahr den überschüssigen Boden abtransportieren können. Bestenfalls muss das beantragte Bodenlager nicht gebaut werden."

     

    Das neue Terminal 3 wird im Süden des Flughafens auf dem ehemaligen Gelände der Rhein-Main Air Base gebaut. Der Boden ist mit poly- und perfluorierten Chemikalien (PFC) belastet. Erhöhte PFC-Werte wurden in gut 600 000 Kubikmeter Erde gemessen. PFC sind im Boden nicht abbaubar und gelten als gesundheitlich bedenklich.

     

    Quelle: Südwestdeutsche Zeitung / 14.02.2020

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    Mi

    12

    Feb

    2020

    AZ - Die Weisenauer Steinbruch-BI setzt weiter auf Dialog – noch

     

    Eigentlich sollte das Ergebnis der Prüfung der Schadstoffliste für die geplante Deponie bereits vorliegen. Dass sie weiter auf sich warten lässt, ärgert die Bürgerinitiative.

     

     

    Von Michael Heinze

     

     

    WEISENAU - Antonio Sommese und Robert Kindl von der Bürgerinitiative (BI) „Keine Mülldeponie im Steinbruch“ haben sich bei der Sitzung des Weisenauer Ortsbeirats bei den Lokalpolitikern für deren Unterstützung bedankt. „Das gibt uns Kraft und Energie im Prozess des Austauschs“, betonte Sommese.

     

     

    Anlass für ihren Besuch war die mit Spannung erwartete Antwort von Umweltdezernentin Katrin Eder (Grüne) zu einer Anfrage der Christdemokraten. Die hatten wissen wollen, was die von Eder angekündigte Überprüfung der Liste der Schadstoffe, die im Steinbruch eingelagert werden sollen, ergeben habe. Allerdings: Die Überprüfung des Abfallkatalogs ist noch nicht erfolgt, wie die Beigeordnete mitteilte.

     

     

    Zunächst müsse man das Protokoll der SGD Süd über den Erörterungstermin im Dezember abwarten. „Ich bin überrascht, dass das Protokoll noch nicht da ist“, kommentierte Ortsvorsteher Ralf Kehrein (SPD). Sommese befand, Eder mache es sich zu einfach. Sein großer Wunsch an die Grünen im Ortsbeirat: „Gehen Sie auf Ihre Parteikollegin zu mit dem Hinweis, dass wir gesprächsbereit sind."

     

     

    Im Zweifelsfall bleibe nur der Klageweg. Sommeses Befürchtung: „Wir begeben uns in eine Riesenabhängigkeit. Die können machen, was sie wollen, wenn wir beim Abfallschlüssel keine Mengenbegrenzung reinkriegen.“ Daher hoffe man auf den Dialog. An Kehrein appellierte der BI-Chef, „Kontakt zu Hechtsheim aufzunehmen“.

     

     

    Quelle: Allgemeine Zeitung / 12.02.2020

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    Mi

    05

    Feb

    2020

    TOP Ö 14: Geplante Schadstoffeinlagerung im Steinbruch (CDU)

    Sitzung:  05.02.2020   OBrWei/076/2020 

    Vorlage:  0316/2020

     

    Link = https://bi.mainz.de/to0050.php?__ktonr=83145

     

    Beschluss:

    zur Kenntnis genommen

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    Sa

    01

    Feb

    2020

    F.A.Z. - Baustelle Terminal 3 - Aushub verpackt wie ein Bonbon

     © Francois  - Klein Tiefgründig: Der Erdaushub von der Baustelle des Terminals 3 soll zwischengelagert werden.
    © Francois - Klein Tiefgründig: Der Erdaushub von der Baustelle des Terminals 3 soll zwischengelagert werden.

     

    Der Erdaushub von der Baustelle des Terminals 3 des Frankfurter Flughafens bereitet den Anwohnern von Mörfelden-Walldorf Sorgen. Dort soll die mit Chemikalien belastete Erde zwischengelagert werden.

     

    Von Markus Schug

     

     

    Nichts hält länger als ein Provisorium. Deshalb ist man in Mörfelden-Walldorf auch auf der Hut, dass das geplante und vom Flughafenbetreiber Fraport AG für fünf Jahre beantragte Zwischenlager bloß nicht zur Dauerlösung wird. Dort soll mit polyfluorierten Chemikalien (PFC) belasteter Erdaushub von der Großbaustelle „Terminal 3“ übergangsweise aufbewahrt werden. Parallel dazu verhandelt das Unternehmen einem Sprecher zufolge aber auch schon mit mehreren Deponien darüber, ob und zu welchen Preis sie derart kontaminierte Erde annehmen würden.

     

    Angesichts der zu entsorgenden Menge von bis zu 600.000 Kubikmetern belastetem Boden sowie Bauschutt geht es auf der Vier-Milliarden-Euro-Baustelle allerdings um ziemlich viel Aushubmaterial. Zumindest ein Teil davon dürfte deshalb für eine bestimmte Zeit auf der Gemarkung der Doppelstadt in Folien verpackt abgelegt und zwischengelagert werden. Obwohl diese Fläche, auf der vor zehn Jahren Bannwald gerodet wurde, laut Planfeststellungsbeschluss eigentlich als Platz für Luftfracht ausgewiesen ist, wie Thomas Winkler (Die Grünen), der Bürgermeister von Mörfelden-Walldorf, am Donnerstagabend, am 30. Januar, im Rathaus seinen Zuhören in Erinnerung rief. Etwa 150 Besucher waren zu der Infoveranstaltung „Wir und der Flughafen“ gekommen.

     

    Verseuchter Boden eingeschweißt in Folien

     

    Aktuell läuft das Genehmigungsverfahren für das im Süden des Airports vorgesehene temporäre Bodenlager. Dort soll Erdreich hingebracht werden, das zu Zeiten des bis 2005 betriebenen amerikanischen Luftwaffenstützpunkts „Rhein-Main Air Base“ vor allem durch den Einsatz von Speziallöschmitteln verunreinigt wurde. Laut der noch bis 6. Februar in den beiden Rathäusern der Stadt ausliegenden Unterlagen geht es konkret um ein etwa 470 mal 160 Meter großes Areal, das von einer Zugangsstraße für Lastwagen in zwei etwa gleich große Lagerflächen unterteilt würde. Dabei dürfte das Material bis zu 24 Meter hoch aufgeschüttet werden. Eine flüssigkeitsundurchlässige Asphaltdecke soll verhindern, dass die langlebigen organischen Schadstoffe, also per- und polyfluorierte Chemikalien, mit dem Regen ins Grundwasser gelangen. Das zusammengeschweißte Foliengebilde könne man sich dann wie einen „eingepackten Bonbon“ vorstellen, sagte Katharina Diergarten, die im Auftrag der Stadt eigens noch einen PFC-Spezialisten als Referenten eingeladen hatte: Volker Zeisberger vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie in Wiesbaden.

     

    Zwischenlager oder spezielle Deponien

     

    Grundsätzlich sei das beabsichtigte Vorgehen wohl ein „probates Mittel“, um die aus Löschschäumen stammenden toxischen Mittel zu binden, so die vorherrschende Meinung auf dem Podium. Zumindest für jene Bürger, deren Häuser kaum einen Kilometer vom ausgewählten Standort entfernt stünden, seien die mit der Lagerung verbundenen Bewegungen – geschätzt könnten es rund 90.000 An- und Abfahrten von Lastwagen sein – allerdings durchaus eine zusätzliche Belastung. Außerdem hält man in Mörfelden-Walldorf wenig davon, einen solchen Ablageplatz zu genehmigen, so lange es kein klares Entsorgungs- und Sanierungskonzept gebe; also nicht feststehe, wann und wo die für Mensch und Umwelt schädlichen Stoffe tatsächlich beseitigt werden sollen. Genau diese Angaben müsse das zuständige Regierungspräsidium Darmstadt deshalb vorab vom Flughafenbetreiber und Bauherrn des neuen Terminals einfordern.

     

    Vielleicht, so sagte der Erste Beigeordnete des Kreises Groß-Gerau, Walter Astheimer (Die Grünen), werde am Ende ja gar kein Zwischenlager mehr gebraucht. Ihm jedenfalls sei signalisiert worden, dass Fraport überlege, das Erdreich möglichst direkt in dafür ausgelegte Deponien zu bringen. Eine Option, die beim Bürgergespräch am Donnerstag manchen hörbar aufatmen ließ. Dass dies die beste Lösung wäre, bestätigte am Freitag zwar auch das Unternehmen. Noch seien die Gespräche und Verhandlungen darüber jedoch im vollen Gange. Deshalb müsse weiterhin zweigleisig geplant werden.

     

     

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    Fr

    31

    Jan

    2020

    AZ - Es ging um unsere schönes Messel

    ... "Es ging um unser schönes Messel, um unsere Heimat", sagt Karl Wenchel. Der 90-Jährige gehörte zu den Mitbegründern der Bürgerinitiative gegen die Mülldeponie. Die Initiative klagte schließlich Anfang der 80er Jahren gegen die Deponie - und verhinderte sie so letztendlich. ...

     

     

     

    Quelle Allgemeine Zeitung Beiblatt / 31.01.20202

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    Mi

    22

    Jan

    2020

    Lokale Zeitung - „Die Herausforderungen sind groß“

    Ortsvorsteher Ralf Kehrein setzt sich für seinen Stadtteil ein. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach
    Ortsvorsteher Ralf Kehrein setzt sich für seinen Stadtteil ein. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach

     

     

     

     

    WEISENAU – Weisenau stehen in Zukunft einige Veränderungen an, die die Stadt Mainz zum Vorteil des Stadtteils meistern soll. Das ist zumindest der Wunsch und die Hoffnung sehr vieler Weisenauer. 13.000 Einwohner leben in dem Stadtteil nah an der Innenstadt und nah am Rhein, der sowohl durch die dörfliche Struktur als auch die Industrie geprägt ist. Nun entsteht ein größeres Stadtquartier in der Nachbarschaft. Dessen Infrastruktur und Strahlkraft solle sinnbildlich die Weisenauer nicht erdrücken, so der Wunsch, der sich beispielsweise im Ortsbeirat vernehmen lässt. Vielmehr soll sich das Heiligkreuzviertel in das städtische Gesamt gut einfügen. Auch von der geplanten Deponie in Laubenheim soll bitteschön keine Gefahr ausgehen. Dem sozialdemokratischen Ortsvorsteher von Weisenau, Ralf Kehrein, steht ein arbeitsames Jahr ins Haus.

     

    Lokale Zeitung: Wie haben Sie sich zwischen den Jahren für die Aufgaben in 2020 erholt?

    Ralf Kehrein: Nach einem arbeitsreichen Jahr habe ich mit meiner Frau einige freie Tage in Mainz zur Erholung genutzt, aber auch um ein paar Aufgaben, die liegen geblieben sind, stressfrei aufzuarbeiten. Ein besonderes Highlight war der Besuch des Konstantin-Wecker-Konzerts in der Halle 45.

     

    Lokale Zeitung: Geplante Mülldeponie, Verkehr, Bevölkerungszuwachs durch das Heiligkreuzviertel und Förderung der Vereine: Die Probleme werden nicht weniger. Wie wollen Sie mit dem Ortsbeirat alldem begegnen?

    Ralf Kehrein:  Sie haben vollkommen Recht: Die Herausforderungen sind groß, unsere Möglichkeiten sind begrenzt. Also müssen wir ausloten, wo wir beispielsweise durch gemeinsame Anträge etwas bewirken können. Außerdem bleibt uns immer die Möglichkeit, unsere Stadtratsmitglieder eng einzubeziehen und uns so zusätzlich Gehör zu verschaffen. Also ich bin optimistisch, dass wir auch in diesem Jahr einiges in die richtige Richtung bewegen können.

     

    Lokale Zeitung: Was ist Ihr Rezept für die offensichtliche gute Zusammenarbeit im Ortsbeirat?

    Ralf Kehrein: Es gibt dafür kein Rezept. Wir haben insbesondere in der vorigen Legislaturperiode gelernt, dass wir erfolgreich sind, wenn wir wichtige Dinge möglichst gemeinsam auf den Weg bringen. Außerdem gibt es einen Konsens im Ortsbeirat, dass wir der geplanten Deponie ablehnend gegenüberstehen. Grundsätzlich ist es mein Ziel, alle gleichermaßen einzubeziehen und moderierend zu wirken.

     

    Lokale Zeitung: Was wünschen Sie sich für 2020?

    Ralf Kehrein: Politisch habe ich drei größere Wünsche. Erstens: den Stopp der Mülldeponie Laubenheim Nord durch die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd. Ich wünsche mir auch die rechtzeitige Fertigstellung des neuen Kulturheims Ende des Jahres. Die beiden letzten Wünsche sind große Fortschritte in Sachen Planung zur Straßenbahnanbindung des Heiligkreuz-Viertels, aber auch bei der Planung zum Neubau unserer neuen Grundschule.

     

    Quelle: 22.01.2020 / Lokale Zeitung -Das Interview führte Gregor Starosczyk-Gerlach

     

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    Mo

    13

    Jan

    2020

    ZDF - Deponiemangel sorgt für Engpass

    von Stefan Schlösser

     

    In Deutschland wird immer mehr gebaut und das verursacht auch mehr Müll. Mehr als die Hälfte des deutschen Abfalls sind Bauabfälle, über 200 Millionen Tonnen jedes Jahr. Gleichzeitig können die Deponien den Müll nicht mehr aufnehmen und werden weniger.

     

    Beitragslänge: 3 min / Datum: erfügbarkeit: Video verfügbar bis 13.01.2021

     

    Quelle: ZDF.de Mediathek / 13.01.2020

     

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    Mi

    08

    Jan

    2020

    Der Mainzer: Die grüne Dezernentin und ihre Deponie-Pläne

     

    Mogunzius & sein Mainz: Der Kommentar zur Deponie

    Das Kommunalwahlprogramm 2019 von Bündnis90/Die Grünen hatte sechs Kapitel. Kapitel 3 war überschrieben mit »Nachhaltig unterwegs, Schutz vor Lärm und Schadstoffen – Grüne Mobilität für Mainz«. Im Kapitel 3 findet sich seltsamer Weise kein Hinweis zur geplanten Deponie in Weisenau, die in den Dezernatsbereich unserer grünen Umweltdezernentin, Katrin Eder, gehört. Warum eigentlich nicht?

     

    Bei den OB-Wahlen, vor wenigen Wochen, spielte die Deponie auf jeden Fall eine Rolle. Nino Haase, der entschieden gegen die Deponie war und sich sogar gegen die CDU in dieser Frage positionierte, (»ich halte das nicht für richtig, auch wenn die CDU da fast geschlossen zugestimmt hat«) erhielt in Weisenau mehr Zuspruch als OB Ebling.
    Am 2. Dezember 2015 hatte der Stadtrat bei nur acht Gegenstimmen beschlossen, einen Antrag auf Planfeststellung für eine im Steinbruch geplante Deponie einzureichen. Katrin Eder hatte eindrücklich um Zustimmung für das Vorhaben des Entsorgungsbetriebs geworben.

     

    Dann ruhte vier Jahre still der See, zögerlich wurden Fragen der Bürgerinitiative beantwortet, eine Kommunikation mit der kritischen Öffentlichkeit fand nicht statt, obwohl die Mainzer Grünen bei anderen Themen immer vehement für eine frühzeitige Bürgerbeteiligung eintreten. Im Dezember fand jetzt der sogenannte Erörterungstermin der Struktur- und Genehmigungsbehörde zum Planfeststellungsantrag statt. Wer den ausführlichen Presseblog der Bürgerinitiative Mainz 21 anschaut, sucht vergeblich nach Katrin Eder. Sie hat ihrem Werkleiter, Herrn Winkel, die Kommunikation überlassen. Herr Winkel mag ein guter Werkleiter und ein guter Fachmann der Entsorgungsbranche sein, zum Moderator eignet er sich aber überhaupt nicht und die politische Verantwortung hat er eh nicht, die hat Katrin Eder.

     

    Die Erörterung war von Eders Dezernat und dem Entsorgungsbetrieb »old-fashioned«. Auf der einen Seite die Verwaltung, mittelmäßig auf die Fragen der Bürger vorbereitet und mit der Überheblichkeit der 80er Jahre, auf der anderen Seite ein Anwalt der BI, der, besser vorbereitet, als Punktsieger das Kurfürstliche Schloss verlassen hat. Es ist bestimmt angenehmer, die umgebaute große Langgasse zu eröffnen und dort den Radfahrern Vorfahrt zu gewähren, als das Vorhaben einer Deponie in Weisenau zu verteidigen. Das kann ich nachvollziehen. Aber zur grünen Glaubwürdigkeit gehört auch, Verantwortung zu übernehmen und präsent zu sein, wenn der Wind stärker weht. Da kann sich Frau Eder ein Beispiel an ihrem grünen Kollegen, Günter Beck, nehmen, der auch unangenehme Nachrichten, wie zum Beispiel die Kostensteigerung beim Bau der Bürgerhäuser, offensiv in der Öffentlichkeit vertritt.

     

    Quelle: DER MAINZER / 30.12.2019

     

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    Sa

    28

    Dez

    2019

    KMD - Live Berichterstattung vom Erörterungstermin im kurfürstlichen Schloss zu Mainz

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    Do

    19

    Dez

    2019

    Laubenheimer sehen Deponie entspannter

    Der Leiter des Mainzer Entsorgungsbetrieb wollte jetzt den Mitgliedern des Ortsbeirats die Angst vor dem Projekt nehmen: „Da staubt gar nichts mehr“.

     

    Von Helene Braun

    LAUBENHEIM - Nach drei Tagen der Anhörung durch die SGD Süd (die AZ berichtete mehrfach) machte Hermann Winkel, Leiter des Entsorgungsbetriebs, als Betreiber jetzt im Ortsbeirat Laubenheim noch einmal mit den wichtigsten Punkten zur 2015 vom Stadtrat beschlossenen Deponie der Klassen I und II im Steinbruch Laubenheim-Nord bekannt.

     

    Bislang hatten sich Ortsvorsteher Gerd Strotkötter (SPD) und der Ortsbeirat mit einer Meinungsbildung zurückgehalten, obwohl die Diskussion mit der Bürgerinitiative schon Jahre geht. Hermann Winkel schickte voraus: „Niemand will das haben, aber wir brauchen es.“

     

    Was die Abfallschlüssel angeht, sagte Winkel: „Wir sind nicht unbeweglich. Wir haben zugesagt, dass wir den Abfallkatalog durchgehen und die Stoffe rausnehmen, die sowieso nicht in Mainz vorkommen.“ Das dürfte beruhigen, denn die Gegner hatten befürchtet, man könne später leicht durch einen Antrag mehr und mehr giftige Abfälle quasi „unter der Hand“ zulassen. Was den Bewohnern Angst mache, seien vor allem die Stäube, erklärte Winkel weiter. „Es ist nicht so, dass ein Lkw voll Staub ankommt und den in die Landschaft kippt.“ Er komme schon verpackt an. „Da staubt überhaupt nichts mehr.“

     

    Insgesamt sei trotz der geringen Abstände zu drei Stadtteilen die Irrelevanzgrenze nirgends überschritten außer im geplanten Wohngebiet Hechtsheimer Höhe, das aber dennoch unter der Gefährdungsgrenze liege. Nachliefern müsse der Gutachter in Bezug auf den Lärm die Spitzenwerte. Er habe lediglich mit den Durchschnittswerten gerechnet. Und wenn ein Unfall passiert? Menschen machen Fehler. Gabriele Müller (Grüne) fürchtete, es könne dann zu lange dauern, bis man reagiere. „Im Extremfall schließen wir, dann machen wir die Tore zu“, sagte Winkel. Mit Messpunkten um die Deponie herum könne man die Stäube kontinuierlich messen und nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität bestimmen.

     

    Herausgenommen aus dem Katalog wird auch die Schlacke aus der Müllverbrennungsanlage, was Franz Horak (Grüne) stutzig machte. „Wenn die weit weniger gefährlichen Schlacken nicht wieder dazukommen, sind es wirklich 40 Jahre, die es dauert, bis die Deponie voll ist.“ Im Gegensatz zu Ortsbeirat Weisenau und Ortsvorsteher Ralf Kehrein (SPD) hatten die Laubenheimer keine weiteren Einwände. Dr. Christian Hecht (FDP) sagte: „Als Laie mit naturwissenschaftlichem Background und durch nähere Beschäftigung mit der Thematik bin ich dazu gekommen, dem Projekt positiv gegenüberzustehen.“

     

     

     

    Quelle: Allgemeine Zeitung / 19.12.2019

     

     

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    Do

    12

    Dez

    2019

    Deponie-Pläne für Laubenheim: „Klage ist wahrscheinlich“

    Drei Mainzer Stadtteile grenzen an den Steinbruch: Laubenheim, Weisenau und Hechtsheim. (Foto: Lukas Görlach)
    Drei Mainzer Stadtteile grenzen an den Steinbruch: Laubenheim, Weisenau und Hechtsheim. (Foto: Lukas Görlach)

     

    Wie geht es weiter mit der geplanten Deponie bei Mainz-Laubenheim? Die Debatte wurde auch beim jüngsten Erörterungstermin hitzig geführt. Die Bürgerinitiative erwägt eine Klage.

     

     

    Von Carina Schmidt Lokalredakteurin Mainz

     

    MAINZ - Sitzfleisch – das dürften nach den hitzigen Debatten im Kurfürstlichen Schloss alle Teilnehmer der Erörterungstermine zur geplanten Deponie in Laubenheim entwickelt haben. Der Letzte dauerte bis 22.15 Uhr. Eingeladen hatten die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd als Genehmigungsbehörde der Deponie und der Entsorgungsbetrieb als künftiger Betreiber (die AZ berichtete mehrfach). Und die SGD Süd ließ sich trotz mehrfacher Forderungen nicht erweichen: Ton- und Fernsehaufnahmen wurden an keinem der drei Tage zugelassen – obwohl das Dirk Teßmer, der Anwalt der Bürgerinitiative „Mainz 21 – Keine Mülldeponie im Mainzer Steinbruch“, mehrfach beantragt hatte.

     

     

    Abfallschlüssel aus Prognose fehlt im Antrag

     

     

    Diese Niederlage hinderte die Mitglieder der BI aber nicht daran, die Themen auf der Tagesordnung ausgiebig auf den Prüfstand zu stellen. Sprecher Antonio Sommese bilanzierte an Tag 3: „Eine Klage ist wahrscheinlich.“ Denn er gehe nicht davon aus, dass die Stadt auf die Forderungen der Bürger vollumfänglich eingehen werde. Von drei Punkten würden die Gegner der Deponie jedenfalls nicht abweichen. Erstens: Abgelagert werden soll nur Abfall aus Mainz und dem Kreis Mainz-Bingen. Zweitens: Beantragt werden nur Abfallschlüssel, die im genannten Einzugsgebiet anfallen. Und drittens: Es soll eine neue Luftprognose erstellt werden.

     

    Das Thema Staub entpuppte sich auch als das Reizthema, bei dem die meisten Emotionen der Bürger hochkochten. Eine Frau beantragte etwa, die Beläge von dem Steinbruch nahe gelegenen Spielplätzen und einem Sportplatz regelmäßig unter die Lupe zu nehmen. Eine andere forderte, der Entsorgungsbetrieb möge alle zwei Jahre die Kosten für Blut- und Urinuntersuchungen übernehmen, damit sich die Anwohner auf Erkrankungen durch die Mülldeponie prüfen lassen können.

     

     

    Kommentar von Carina Schmidt Lokalredakteurin Mainz

     

     

    Emissionsprognose weist auch Mängel auf

     

     

    Der von der BI beauftragte Umweltgutachter Peter Gebhardt war jedenfalls der Auffassung, dass die Staubprognose aus den Planfeststellungsunterlagen nicht ausreichend sei. Wie sich herausstellte, ist darin auch ein Abfallschlüssel enthalten, der in der eigentlichen Positivliste gar nicht beantragt wurde. Genauer: Abfälle aus der mechanischen Behandlung. „Das ist ein handwerklicher Fehler“, räumte Hermann Winkel, der Leiter des Mainzer Entsorgungsbetriebs ein. Allerdings handele es sich dabei um keinen gefährlichen Stoff. Was zähle, sei der beantragte Schlüssel.

     

    Auch an der Emissionsprognose sah Gebhardt Mängel. Seiner Auffassung nach seien die Zahlen bei der Berechnungen der Zusatzbelastungen durch Schwebstaub zu gering angesetzt worden. Gleiches gelte für die organischen Staubinhaltsstoffen. Oliver Kalusch, Vorstandsmitglied vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz, teilte diese Kritik. Eine Gefährdung der Bevölkerung könne – beispielsweise bei den Dioxinen, Furanen, Benzocyclobuten und Benzo[a]pyren – nicht ausgeschlossen werden.

     

     

    Fehlende Gutachten müssen nun eingeholt werden

     

     

    Werkleiter Winkel hielt an den Berechnungen aus den Planfeststellungsunterlagen fest. Und er wollte sich von der BI auch nicht festnageln lassen, bis wann und in welchem Umfang der Abfallschlüssel überarbeitet werde. Dass der Entsorgungsbetrieb dies in Angriff nehmen möchte, war der AZ bereits vor dem Erörterungstermin bekannt geworden – anhand eines internen Telefonprotokolls. Winkel betonte im Schloss: „Qualität gilt vor Quantität.“

     

    Wann ein Planfeststellungsbeschluss aufgestellt werden kann, könne derzeit nicht prognostiziert werden, sagte SGD-Süd-Pressesprecherin Ulrike Schneider: „Die angeforderten Gutachten werden nun eingeholt. Außerdem werden wir uns intensiv beraten und die Argumente abwägen.“ Letztlich wurden über 35 Anträge gestellt.

     

    Quelle: Allgemeine Zeitung / 12.12.2019

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    Mi

    11

    Dez

    2019

    Deponie-Pläne: Streit über Abstand zu Wohnhäusern

    Zwei Erörterungstermine zu den Deponie-Plänen in Laubenheim reichten nicht aus, es wird einen dritten geben. Archivfoto: Harald Kaster
    Zwei Erörterungstermine zu den Deponie-Plänen in Laubenheim reichten nicht aus, es wird einen dritten geben. Archivfoto: Harald Kaster

     

    Bürgerinitiative sieht Widerspruch zwischen Stadtratsbeschluss und tatsächlicher Planung. Der Rat fordert 360 Meter, im Erläuterungsbericht stehen 240 Meter.

     

     

    Von Carina Schmidt Lokalredakteurin Mainz

     

     

    WEISENAU / LAUBENHEIM - Weisenau / Laubenheim. Auch am zweiten Tag des Erörterungstermins zur geplanten Deponie in Laubenheim wurde heftig diskutiert. Eingeladen hatten die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd als Genehmigungsbehörde der Deponie und der Entsorgungsbetrieb als künftiger Betreiber (die AZ berichtete mehrfach). Bereits vor der Mittagspause war klar: Mindestens ein dritter Tag wird benötigt, um alle Tagesordnungspunkte abzuarbeiten. Dieses Mal ging es unter anderem um die Themen Mindestabstand zur Wohnbebauung, die Müllmengen und von wo diese kommen dürfen, die Prüfung von Standortalternativen und die möglichen Gefahren durch Stäube.

     

    Abfallprognose für ganz Rheinhessen ist geringer

     

    Einen Widerspruch zwischen dem Stadtratsbeschluss vom 2. Dezember 2015 und der Deponie-Planung im Technischen Erläuterungsbericht sah die Bürgerinitiative "Mainz 21 - Keine Mülldeponie im Mainzer Steinbruch". Laut Beschlussvorlage soll für die Abfälle der Deponieklasse II ein Mindestabstand von 360 Metern eingehalten werden. Wie Sprecher Antonio Sommese aus dem Bericht zitierte, ist darin lediglich von 240 Metern Distanz zur DK II-Deponie die Rede.

     

    Seitens des Entsorgungsbetriebs werde kein Widerspruch gesehen, machte Werkleiter Hermann Winkel deutlich. Denn die 360 Meter zur Wohnbebauung bezögen sich auf die vorhandene Bebauung, nicht aber auf das nachträglich vom Stadtrat beschlossene Neubaugebiet HE 130. Winkel stützte seine Argumentation auf den Abstandserlass für das Land Rheinland-Pfalz aus dem Jahr 1992. Demnach ist in jedem Einzelfall zu prüfen, ob Gefahren, erhebliche Nachteile oder Belästigungen für die Nachbarschaft und die Allgemeinheit ausgeschlossen werden können. Eine bloße Anwendung der Abstandsliste würde dem Prüfungsgrundsatz nicht gerecht werden, heißt es in dem Erlass. Für Sommese werde der Stadtratsbeschluss damit ausgehebelt. "Das ist moralisch nicht vertretbar", sagte der gegenüber er AZ.

     

    Auch die Passage in dem Stadtratsantrag, nach der nur Abfälle aus Mainz und dem Landkreis Mainz-Bingen in die Deponie gelangen würden, bezweifelte die BI. Rückendeckung bekam sie von ihrem eigenen Umweltgutachter Peter Gebhardt. "Das, was hier an Mengen beantragt wurde, liegt bei fast allen Abfallarten weit über dem, was vom Heidelberger Institut für Energie und Umwelt für ganz Rheinhessen prognostiziert wurde", sagte er. Dass die Studie durchaus Hand und Fuß habe, wurde von der SGD Süd auch nicht bezweifelt - im Gegenteil. Dennoch hielt Werkleiter Winkel an der Prognose des Entsorgungsbetriebs fest. Die geschätzte Menge begründete er unter anderem mit der gesteigerten Bautätigkeit.

     

    Umweltgutachter Gebhardt schlussfolgerte außerdem: "Wenn diese Mengen zusammenkommen sollen, dann muss mindestens die Hälfte aus anderen Regionen als Mainz und dem Landkreis Mainz-Bingen stammen. Oder aber die Deponie wird nicht 20 Jahre, sondern 30 oder 40 Jahre betrieben", sagte der Umweltgutachter im AZ-Gespräch.

     

    Auf die Frage nach Standortalternativen machte Winkel deutlich: Laut Stadtplanungsamt gebe es keine. Auch nicht im Landkreis. Außerdem sei nach der Schließung der Deponie in Budenheim nun die Stadt Mainz am Zug - unter dem Stichwort "Lastenverteilung". "Wir haben doch schon eine Müllverbrennungsanlage und bekommen zusätzlich eine Klärschlammverbrennungsanlage", schimpfte der Weisenauer Ortsvorsteher Ralf Kehrein (SPD).

     

    Kehrein hatte wie auch Stadtratsmitglied Klaus Hafner (CDU) die Diskussionen an beiden Tagen verfolgt, wenn auch nicht in voller Länge. Beide zeigten kein Verständnis für die Entscheidung der SGD Süd, auf Tonbandaufzeichnungen bei den Veranstaltungen zu verzichten. "Das hätte die Arbeit für die Protokollanten erheblich erleichtert", sagte Hafner. Besonders bei den teils sehr spitzfindigen Formulierungen sei es im Nachhinein wichtig, den exakte Wortlaut nachvollziehen zu können. BI-Anwalt Dirk Teßmer hatte am Morgen jedenfalls einen neuen Anlauf gewagt und das Tonbandprotokoll zumindest für den dritten Tag beantragt. Versammlungsleiter Patric Liebscher will die Entscheidung jedoch erst am Donnerstagmorgen bekannt geben.

     

    Als die Veranstaltung um 19.40 Uhr endete, ging Anwohner Benedict Siepchen mit einem beklommenen Gefühl nach Hause. Zwar hätten sich manche von seinen Bedenken gelegt, andere dafür verstärkt - beispielsweise beim Thema Stäube. "Selbst die Deponiearbeiter werden in Fahrzeugen mit eigener Luftversorgung arbeiten, um nicht gefährdet zu werden", hatte der dreifache Vater erfahren. "Und das wenige hundert Meter von dem Garten entfernt, in dem meine Söhne spielen."

     

    Quelle: Allgemeine Zeitung / 11.12.2019

     

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    Mi

    11

    Dez

    2019

    SAT.1 LIVE - Bericht über die Deponie im Mainzer Steinbruch

    1730 SAT.1 Live Mittwoch 11.12.2019 - 01:04:49

     

    Quelle: SAT.1 LIVE auf YouTube / 11.12.2019

    Die Stadt Mainz plant eine Deponie – und das inmitten von drei Wohngebieten.

     

    Sie will die Entsorgung von mineralischen Abfällen wie Bauschutt sicherstellen und dabei Kosten sparen.

     

    Viele Anwohner befürchten, dafür mit ihrer Gesundheit zu bezahlen.

     

    Die Fronten sind verhärtet - das hat sich jetzt auch beim Erörterungstermin im Planfeststellungsverfahren gezeigt.

     

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    Mi

    11

    Dez

    2019

    Mineralische oder organische Abfälle?

     

    Quelle: Allgemeine Zeitung / 11.12.2019

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    Di

    10

    Dez

    2019

    DEMO vor dem Erörterungstermin

    Foto: BI Mainz 21 Nein zur Mülldeponie in Mainz e.V.
    Foto: BI Mainz 21 Nein zur Mülldeponie in Mainz e.V.

     

     

    Die Bürger und Bürgerinnen demonstrieren vor dem Schloss am Erörterungstermin gegen die Pläne zur Errichtung einer Deponie in Mainz-Laubenheim.

     

    Quelle: BI Mainz 21 Nein zur Mülldeponie in Mainz e.V.

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    Di

    10

    Dez

    2019

    AZ - Kommentar zu Deponie-Plänen: Nachjustieren

     

    Kommentar von Carina Schmidt / Lokalredakteurin Mainz

     

    MAINZ - Nun melden sich also Ärzte zu Wort, die die Pläne für den Laubenheimer Steinbruch als Bauschutt-Deponie kritisieren. Mediziner-Meinungen haben zweifellos Gewicht – wenn es um ihre Profession geht.

     

    Geht es allerdings um die Bewertung von Planfeststellungsunterlagen wie ein Umweltverträglichkeitsgutachten, wird es schwierig. Denn im Zweifel sind sie dafür ebenso wenig kompetent wie ein Literaturwissenschaftsprofessor.

     

    Bei allem Respekt vor dem noblen Motiv, Menschen vor Gefahren an Leib und Leben zu bewahren, sollten die Unterzeichner der Offenen Briefe aufpassen, dass sie sich hier nicht instrumentalisieren lassen.

     

    Doch was steckt hinter der Kehrtwende der Stadt?

     

    Denn die Kritik der Mediziner am umfangreichen Abfallschlüssel ist eigentlich ein alter Hut.

     

    Ist dem Entsorgungsbetrieb plötzlich bewusst geworden, dass in Mainz im Ernstfall Abfälle aus anderen Regionen gelagert werden könnten?

     

    Würde dies passieren, wäre die Glaubwürdigkeit von Umweltdezernentin Katrin Eder und Hermann Winkel als Leiter des Entsorgungsbetriebs jedenfalls massiv beschädigt.

     

    Umso wichtiger ist es nun, nachzujustieren. Ob die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd dann noch mitspielt und eine Genehmigung erteilt, ist eine andere Frage.

     

    Quelle: Allgemeine Zeitung Kommentar / 10.12.2019

     

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    Di

    10

    Dez

    2019

    Ärzte kritisieren Deponie-Pläne

    Der Steinbruch soll mit Bauschutt verfüllt werden. Die BI spricht indes von Sondermüll. Archivfoto: Sasch Kopp
    Der Steinbruch soll mit Bauschutt verfüllt werden. Die BI spricht indes von Sondermüll. Archivfoto: Sasch Kopp

    Laubenheimer Steinbruch: Ärzte kritisieren Deponie-Pläne

     

    Kontroverse in Mainz: Kurz vor dem Erörterungstermin zu den Deponieplänen melden sich Mediziner zu Wort. Entsorgungsbetrieb will Abfallschlüssel nochmals überprüfen lassen.

     

    LAUBENHEIM / HECHTSHEIM / WEISENAU - Es sind vermutlich die letzten Gelegenheiten, um über das Großprojekt Bauschuttdeponie in Laubenheim im großen Stil zu diskutieren. Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens werden am Dienstag, 10. Dezember, und Mittwoch, 11. Dezember, jeweils von 10 Uhr im Kurfürstlichen Schloss Erörterungstermine angeboten. Bei Bedarf soll am Donnerstag ein dritter Termin angeboten werden. Gegenstand der Veranstaltungen: die erhobenen Einwendungen gegen die Deponie und die Stellungnahmen der Behörden, die das Vorhaben unterstützen. Die Bürgerinitiative „Mainz 21 – Keine Mülldeponie im Mainzer Steinbruch“ hat sich bereits mit großer Personenzahl angekündigt. Seit vier Jahren kämpft sie gegen das Vorhaben und will auch auf den letzten Metern nicht die Flinte ins Korn werfen

     

    Laut einer der AZ vorliegenden Telefonnotiz zwischen der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd als Genehmigungsbehörde der Deponie und dem Entsorgungsbetrieb als künftiger Betreiber gibt es eine überraschende Entwicklung im dem Streitfall. Demnach soll die Liste der zulässigen Abfallschlüssel für die Deponie nochmals überarbeitet werden. Sprich: Einige Abfälle könnten daraus gestrichen werden. Möglich sei auch eine Mengenbegrenzung dieser Abfälle, heißt es im dem Schreiben. Die Art der Ablagerung solle gegebenenfalls über Nebenbestimmungen wie „Bigpacks“ als Verpackung geregelt werden. Weiter werde der Entsorgungsbetrieb im Wohngebiet ein qualitatives Staubmonitoring anbieten, zu dem ein zusätzlicher Erörterungstermin angeboten werde.

    Diese Kehrtwende ist eine direkte Reaktion auf mehrere Offene Briefe von Mainzer Ärzten, die der Errichtung der Deponie im Steinbruch kritisch gegenüber stehen. Bei den ersten Adressaten handelt es sich um das Ehepaar Dr. Dietlind und Dr. Pirmin Habermehl, das in Hechtsheim eine Gemeinschaftspraxis führt. Die Habermehls könnten an dem Thema aber auch ein privates Interesse verfolgen. Denn sie wohnen in Weisenau in der Straße „Am Großberg“, in unmittelbarer Nähe zum Steinbruch, wie aus dem Briefkopf hervorgeht. Bei diesem singulären Schreiben blieb es nicht. Auch die Mainzer Ärzte Dr. Uta und Dr. Sebastian Dippold (Hals-, Nasen und Ohrenheilkunde), Dr. N. Günes (Radiologin). Ehab Shahock (Facharzt für Innere Medizin), Katrin Schild (Fachärztin für Radiologie) und Stefanie Licht (Psychiatrie-Ärztin) wendeten sich mit dem identischen Wortlaut an Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) und Umweltdezernentin Katrin Eder (Grüne).

     

    IM ORTSBEIRAT WEISENAU

     

    Zum fraktionsübergreifenden Beschlussvorschlag im Weisenauer Ortsbeirat, das Gelände des ehemaligen Steinbruchs mit unbelastetem Aushub zu verfüllen, teilt Umweltdezernentin Katrin Eder (Grüne) mit: „Das Deponie-Vorhaben befindet sich im abfallrechtlichen Genehmigungsverfahren, in dessen Rahmen die SGD Süd als zuständige Genehmigungsbehörde auch eine Umweltverträglichkeitsprüfung gefordert hat.“ Diese Prüfung umfasse die Auswirkungen des Vorhabens auf menschliche Gesundheit, Tiere, Pflanzen und biologische Vielfalt, Boden, Wasser, Luft, Klima und Landschaft, Kulturgüter und sonstige Sachgüter sowie die Wechselwirkungen zwischen den Schutzgütern. Grundlagen der Prüfung seien die für den Standort erstellten Fachgutachten. Die Planung sehe einen umweltverträglichen Betrieb der Deponie vor. Gesundheitsrisiken für Nachbarschaft und Umweltrisiken sowie Schäden an benachbarten Gebäuden stünden nicht zu befürchten. (MIH)

     

    Die einhellige Meinung der in Weisenau, Bretzenheim und der Oberstadt wohnenden Mediziner: Nach den ausgelegten Unterlagen gelte es als gesichert, dass die Planung von offizieller Seite „eine eklatante Verharmlosung der tatsächlichen Umstände“ sei. Mit Entsetzen habe man zur Kenntnis genommen, dass rund ein Drittel der Abfälle als gefährlich eingestuft werde. „Die Exposition gegenüber solcher sich im Körper anreichernden Gifte mit ihren toxikologischen Auswirkungen, vor allem auf Kinder, ist aus kinderärztlicher Sicht keinesfalls vertretbar“, heißt es in den Briefen. Und sie fordern, die Planungen im Hinblick auf die durchaus gefährlichen Abfallschlüsselnummern nochmals zu überarbeiten.

     

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    Mo

    09

    Dez

    2019

    SWR Landesschau Rheinland-Pfalz

    Bildquelle: SWR
    Bildquelle: SWR

     

    Quelle: SWR Landesschau Rheinland-Pfalz / 09.12.2019

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    Di

    03

    Dez

    2019

    Bauschuttdeponie: BI erhebt weitere Vorwürfe

     

    Gegner der Bauschuttdeponie in Mainz-Laubenheim sprechen von Grenzwertüberschreitung und Kostensteigerung. Entsorgungsbetrieb kontert die Anschuldigungen.
    Carina Schmidt: Lokalredakteurin Mainz

    Von Carina Schmidt Lokalredakteurin Mainz

    LAUBENHEIM/WEISENAU - Eine Kostensteigerung von 300 Prozent und massive Überschreitung von Grenzwerten – die Bürgerinitiative „Keine Mülldeponie im Mainzer Steinbruch“ zieht einen Vorwurf nach dem anderen gegen die Stadt aus dem Hut.

    Bereits im Oktober hatte die BI der Verwaltung im Zusammenhang mit der geplanten Bauschuttdeponie für die Deponieklassen I und II in Laubenheim mangelnde Transparenz bei den Kosten angelastet (die AZ berichtete). Das Schreiben ging auch an den Bund der Steuerzahler (BdSt) Rheinland-Pfalz, der indes zu dem Ergebnis kam, dass „zum jetzigen Zeitpunkt keine Verschwendung von Steuergeld“ vorliege.

    Werkleiter: „Es werden Äpfel mit Birnen verglichen“

    In den jüngsten Pressemitteilungen der BI heißt es, der Entsorgungsbetrieb habe im Abfallwirtschaftskonzept 2015 noch 21,7 Millionen Euro brutto für die Deponie veranschlagt. Inzwischen seien die Kosten auf 60 Millionen angestiegen. Laut Werkleiter Hermann Winkel würden hier jedoch Äpfel mit Birnen verglichen. „Die damals angegebenen 21,7 Millionen Euro brutto bezogen sich auf die reinen Investitionskosten“, sagt der Chef des Entsorgungsbetriebs. Diese seien inzwischen tatsächlich angestiegen, allerdings „nur“ auf 24,6 Millionen Euro, was auf die allgemeine Baukostensteigerung zurückgeführt werden müsse.

    Im Planfeststellungsverfahren wird der Betrag 32 Millionen Euro brutto genannt, führt Winkel aus: „Dabei handelt es sich um die Investitions- und Abschlusskosten.“ Bei diesem Betrag würden noch die Betriebskosten fehlen. „Somit kommen wir auf die erwähnten 60 Millionen Gesamtsumme.“ Winkel versichert: „Der Betrag ist großzügig kalkuliert, sodass keine weiteren Kosten hinzukommen werden. Die Gebührenzahler werden außerdem nicht belastet.“

    Auch den Vorwurf der Grenzwertüberschreitung will Winkel nicht stehenlassen. Laut BI würde die Überschreitung bei Benzo(a)pyren um fast 200 Prozent und bei Dioxin um fast 50 Prozent betragen. „Beide Behauptungen sind schlichtweg falsch“, sagt Winkel. „Unsere Gutachter kommen zu dem Ergebnis, dass selbst bei Extremwerten, die im Realfall nicht eintreten werden, die zulässigen Grenzwerte eingehalten werden können.“ Das Landesamt für Umwelt habe die Gutachten geprüft und diese sogar ausdrücklich gelobt, berichtet der Werkleiter.

    Winkel betont, dass der Entsorgungsbetrieb sowie die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd nichts zu verheimlichen hätten. Dementsprechend seien die beiden Erörterungstermine im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens auch öffentlich – obwohl dies seitens SGD Süd und Stadt nicht verpflichtend wäre.

    Diese sind am Dienstag, 10. Dezember, und Mittwoch, 11. Dezember, jeweils ab 10 Uhr im Großen Saal des Kurfürstlichen Schlosses (Peter-Altmeier-Allee 9). Einlass ist ab 9.30 Uhr. Bei Bedarf werde der Termin am Folgetag Donnerstag, 12. Dezember, um 10 Uhr fortgesetzt. Bei diesen Terminen sollen die rechtzeitig gegen den Plan der Errichtung einer Bauschuttdeponie erhobenen Einwendungen und Stellungnahmen sowie die Stellungnahmen der Behörden erörtert werden.

    Unterdessen leistet auch die BI in der Öffentlichkeit Widerstand. Am vergangenen Wochenende hatte sie in Weisenau in der Chatarina-Lothary-Straße zu einer Kundgebung eingeladen. Laut eigenen Angaben hätten sich über 40 Bürger vor Ort informiert. Auch Mitglieder des Weisenauer Ortsbeirates seien gekommen.

    Quelle: Allgemeine Zeitung / 03.12.2019

     

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    Sa

    30

    Nov

    2019

    Kundgebung am Beurteilungspunkt BUP_2

    Foto - BI MAINZ21 Nein zur Mülldeponie in Mainz e.V.
    Foto - BI MAINZ21 Nein zur Mülldeponie in Mainz e.V.

     

     

    Viele Nachbarn habe nochmal die Möglichkeit genutzt sich umfassend über den Stand der Mülldeponie zu informieren.

     

    Hier am Beurteilungspunkt BUP_2 in der Catharina-Lothary-Str. 40, ist einer von 10 Beurteilungspunkte rund um die geplante Deponie wo eine kritische Schadstoffkonzentration in der Luft zu erwarten ist.

     

    Quelle: BI MAINZ21 Nein zur Mülldeponie in Mainz e.V. / 30.11.2019

     

    *** Die nachfolgenden Informationen stammen aus dem Gutachten

    Staubimmissionsprognose für die geplante Deponie (DK I/DK II) im ehemaligen Steinbruch Mainz-Laubenheim

    vom 30.05.2019 der Müller-BBM GmbH ***

     

     

     

    Staubinhaltsstoffe / Seite 6 im Gutachten

     

    Die Konzentrationen der Staubinhaltsstoffe im Schwebstaub bewegen sich für alle betrachteten Stoffe in allen Szenarien an allen Beurteilungspunkten im Bereich der Irrelevanz, Ausnahmen stellen lediglich die Zusatzbelastungen durch Benzo(a)pyren dar, die an den Beurteilungspunkten

     

    • BUP_1 – An der Hechtsheimer Höhe 2
    • BUP_2 – Catharina-Lothary-Str. 40
    • BUP_9 – Wohnquartier Hechtsheimer Höhe HE130

     

    in der unmittelbaren westlichen Nachbarschaft das Irrelevanz Kriterium überschreiten. Die als Summe aus Zusatzbelastung und abgeschätzter Vorbelastung ermittelte Gesamtbelastung liegt für diese Komponente weit unterhalb des jeweiligen LAI-Orientierungswerts bzw. des Zielwerts der 39. BImSchV für Benzo(a)pyren.

     

     

    7 Immissionsprognose / Seite 68 im Gutachten

    7.1 Beurteilungspunkte

     

    Die Belastung durch Schwebstaub und Staubniederschlag ist ausschließlich außerhalb der Deponiegrenzen zu untersuchen, da im Bereich des Betriebsgeländes die arbeitsschutzrechtlichen Anforderungen maßgebend sind. Ferner ist das Umfeld der Deponie nur an den Orten für die Beurteilung relevant, an denen das entsprechende Schutzgut (bei Staub: Schutzgut Mensch) nicht nur vorübergehend exponiert ist.

     

    Vor diesem Hintergrund wurden in Abstimmung mit der Genehmigungsbehörde (sowie in Übereinstimmung mit den schalltechnischen Gutachten) [41] für das Vorhaben die nachfolgend aufgeführten Beurteilungspunkte festgelegt

     

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    Di

    26

    Nov

    2019

    Antenne Mainz 106.6 - Giftige Lage für Kita?

    BI Mülldeponie (© Bürgerinitiative MAINZ21 Nein zur Mülldeponie in Mainz e.V. )
    BI Mülldeponie (© Bürgerinitiative MAINZ21 Nein zur Mülldeponie in Mainz e.V. )

    Die Bürgerinitiative "Keine Mülldeponie im Mainzer Steinbruch" übt weiter schwere Kritik an der Stadt Mainz, wegen der geplanten Mülldeponie im Mainzer Steinbruch in Weisenau. Aktueller Aufreger: Die Planung einer Kita im Bereich des höchst belasteten Messpunktes aus dem Immissionsgutachtens. Die Kita ist im neuen Wohngebiet Hechtsheimer Höhe oberhalb der Deponie geplant. Dem Gutachten zufolge werden an dem Punkt, an dem die Kita entstehen soll, die Werte für gefährliche Kohlenwasserstoffverbindungen um fast 200 Prozent überschritten. Das Landesamt für Umwelt in Bayern schätzt den Stoff als krebserrgegend ein. Außerdem könne er genetische Defekte hervorrufen, die Fruchtbarkeit beeinträchtigen oder das Kind Mutterleib schädigen. Es sei unverantwortlich, dass an einem so sensiblen Punkt eine Kita geplant wird, so Martin Wilitzki von der Bürgerinitiative. Die BI lehnt die Deponie strikt ab. Man wolle die dort lebenden Menschen und die dortige Umwelt keinen zusätzlichen, nicht kalkulierbaren Risiken aussetzen.

     

    Quelle: Antenne Mainz 106.6 / 16.11.2019

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    Mi

    20

    Nov

    2019

    Deponie in Mainz: Noch keine Verträge

    Geht es nach der Stadt, soll im Laubenheimer Steinbruch eine Deponie für mineralische Abfälle entstehen. (Archivfoto: hbz/Kristina Schäfer)
    Geht es nach der Stadt, soll im Laubenheimer Steinbruch eine Deponie für mineralische Abfälle entstehen. (Archivfoto: hbz/Kristina Schäfer)

     

    Umweltdezernentin Katrin Eder erläuterte im Weisenauer Ortsbeirat die Kosten und Risiken der auswärtigen Entsorgung mineralischer Abfälle. Tenor: Die Preise steigen ständig.
     

    Von Michael Heinze

     

    WEISENAU - Rechtskräftige Verträge mit Dienstleistern oder Unternehmen zur Errichtung der geplanten DK2-Deponie im Laubenheimer Steinbruch hat die Stadt bislang nicht geschlossen. Das hat Umweltdezernentin Katrin Eder (Grüne) auf eine SPD-Anfrage im Ortsbeirat klargestellt.

     

    Auf die Frage, welche finanziellen Risiken für die Bürger bestehen, falls die Genehmigungsbehörde das Vorhaben ablehne, nahm die Beigeordnete ausführlich Stellung. „Dann müssen die betroffenen mineralischen Abfälle weiter über lange, die Umwelt belastende Transportwege zu überhöhten Preisen auf auswärtigen Deponien entsorgt werden“, so Eder. „Dies ist jedoch nur möglich, soweit deren Eigentümer beziehungsweise Betreiber auch bereit sind, diese Abfälle anzunehmen.“ Hierzu bestehe keine Verpflichtung.

     

    Darüber hinaus könnten „quasi beliebige Annahmepreise“ verlangt werden. „Dämmmaterial aus Mainz konnte 2016 noch auf der Deponie Heßheim der Süd-Müll GmbH zu einem Preis von 230 Euro pro Tonne beseitigt werden“, erläuterte Eder.

     

    Zum 31. Oktober 2017 habe die Firma die Annahme der Mainzer Abfälle aus Kapazitätsgründen untersagt. Seither müssten die Dämmmaterialien zur Deponie Eiterköpfe des Abfallzweckverbandes Rhein-Mosel-Eifel transportiert werden. Der hier verlangte Preis habe anfangs bei 480 Euro pro Tonne gelegen und sei mit Wirkung vom 1. Januar 2020 auf 700 Euro erhöht worden.

     

    „Die Wiesbadener Entsorgungsbetriebe haben bereits im Mai 2019 angekündigt, dass sie Asbest aus Mainz nur noch bis Ende des Jahres annehmen – früher zu 80 Euro pro Tonne, seit 1. Januar 2019 zu 140 Euro pro Tonne und jeweils zuzüglich 77 Euro Abladegebühr pro Stunde“, so Eder weiter. „Wenn der Annahmestopp eintritt, muss Asbest ebenfalls auf der Deponie Eiterköpfe entsorgt werden.“ Wie lange dieser Entsorgungsweg beschritten werden könne, sei unklar.

     

    Zudem sei zu befürchten, dass der dem Entsorgungsbetrieb vom Abfallzweckverband Rhein-Mosel-Eifel im Mai 2019 angebotene Entsorgungspreis von 220 bis 260 Euro pro Tonne 2020 nochmals erhöht werde. Da der Stadtrat entschieden habe, Asbest von der Ablagerung auf der geplanten Deponie Laubenheim auszuschließen, könne Asbest auch nach der Genehmigung der Deponie hier nicht beseitigt werden.

     

    Die belasteten Aushubmassen etlicher großer Bauvorhaben in Mainz – unter anderem von Werner + Mertz und dem Entsorgungsbetrieb – hätten zuletzt auf weit entfernte Deponien in Kaiserslautern und Ochtendung gekarrt werden müssen. Dies habe die Vorhaben im sechsstelligen Bereich verteuert.

     

    Eder wörtlich: „Die teilweise exorbitanten Entsorgungskosten für mineralische Abfälle aus Mainz auf auswärtige Deponien führen zu einer Erhöhung der Annahmepreise auf den städtischen Recyclinghöfen und der Entsorgungspreise für städtische sowie gewerbliche Containerdienste.“

     

    Insbesondere bei privaten Bauvorhaben träfen sie die Bauherren in voller Höhe. Bei städtischen Bauvorhaben gingen die Kosten zu Lasten der Steuerzahler.

     

    Quelle: Allgemeine Zeitung / 20.11.2019

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    Mi

    20

    Nov

    2019

    F.A.Z. - Bauschutt oder giftige Abfälle

    © Michael Kretzer - Umstritten: der ehemalige Steinbruch an der Autobahn 60 in Mainz
    © Michael Kretzer - Umstritten: der ehemalige Steinbruch an der Autobahn 60 in Mainz

     

     

    Läuft alles nach Plan der Stadt, könnte in einem Mainzer Steinbruch eine etwa elf Hektar große Sondermülldeponie in zwei bis drei Jahren eröffnet werden. Doch Anwohner wehren sich dagegen. Sie haben Angst vor möglichen Giften.

     

    Von Markus Schug

     

     

    In weißen Arbeitsoveralls und mit Mundschutz vor dem Gesicht haben Mitglieder der Bürgerinitiative „Mainz 21“ noch einmal darauf hingewiesen, warum sie gegen die von der Stadt geplante Sonderabfalldeponie sind. Das umstrittene Vorhaben soll in dem ohnehin zu verfüllenden Steinbruch zwischen Weisenau, Laubenheim und Hechtsheim verwirklicht werden. Für die Gegner des Projekts steht fest, dass dies, so wie es ursprünglich einmal mit dem Baustoffkonzern Heidelberg Cement AG vereinbart worden sei, ausschließlich mit unbelastetem Erdaushub zu geschehen habe.

     

    Seit nunmehr vier Jahren wehren sich vor allen Betroffene, deren Häuser im ungünstigsten Fall kaum 100 Meter von der großen Grube entfernt liegen, gegen die vom Stadtrat im Dezember 2015 beschlossenen Pläne, ebendort eine mineralische Deponie einzurichten, in der künftig Bauschutt der Schadstoffklassen I und II eingelagert werden sollen.

     

    Erörterungstermine zum Plan

     

    Noch ist es zwar nicht offiziell verkündet worden, doch sind die zwingend zum Planfeststellungsverfahren gehörenden Erörterungstermine inzwischen offenbar festgelegt worden: Sie sollen am 10. und 11. sowie gegebenenfalls auch noch am 12. Dezember, jeweils von 10 Uhr an, im Kürfürstlichen Schloss zu Mainz ausgerichtet werden. Nach Ansicht der Bürgerinitiative ist dies wohl die letzte Gelegenheit, „um mit den verantwortlichen Parteien, dem Entsorgungsbetrieb Mainz als künftigem Betreiber sowie der zuständigen Struktur- und Genehmigungsbehörde Süd“ darüber zu diskutieren, ob ein solches Großprojekt den Bürgern der umliegenden Stadtteile und Wohngebiete zuzumuten sei. Außerdem gehen die Gegner davon aus, dass „die geplante Sondermülldeponie mit mehr als 60 Millionen Euro am Ende mindestens doppelt so teuer werden wird als eigentlich kalkuliert“.

     

    Neben den vorbereitenden Arbeiten, wie der vorgesehenen Rüttelstopfverdichtung, die umliegende Häuser schädigen könne, fürchten Anwohner zum einen, durch Schadstoffe selbst gefährdet zu werden. Außerdem sei der Rheingraben kein geeigneter Ort für eine solche „Mülldeponie“. Falls die Folienabdichtung etwa infolge eines Erdbebens doch einmal beschädigt werde, ist nach Ansicht der Bürgerinitiative nicht auszuschließen, dass eben doch gefährliche Schadstoffe in den Untergrund und ins Grundwasser gelangten.

     

    Elf Hektar große Deponie geplant

     

     

    Die Stadt dagegen hat mehrfach darauf hingewiesen, dass nicht beabsichtigt sei, auf der zu verfüllenden südlichen Teilfläche des Steinbruchs giftige respektive potentiell krebserregende Stoffe, wie Asbest oder Schlacke, einzulagern. Es gehe ausschließlich um mineralische Materialien, wie Bauschutt, Straßenaushub und Gleisschotter, die in Mainz und dem Landkreis Mainz-Bingen anfielen.

     

    Läuft alles nach Plan, könnte die etwa elf Hektar große Deponie vermutlich in zwei bis drei Jahren eröffnet werden, um – nach 15 bis 20 Jahren Verfüllung – im Zuge eines Renaturierungsprojekts dann für immer unter einer Erdschicht zu verschwinden.

     

    Quelle: F.A.Z. / 20.11.2019

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    Mo

    18

    Nov

    2019

    F.A.Z. - Was steckt im Schutt?

    Soll mit Bauschutt verfüllt werden: der ehemalige Steinbruch südlich der A60 in Mainz Bild © Michael Kretzer
    Soll mit Bauschutt verfüllt werden: der ehemalige Steinbruch südlich der A60 in Mainz Bild © Michael Kretzer

     

    Eine Bürgerinitiative in Mainz warnt vor Krebsgefahr durch Abfälle, die im Weisenauer Steinbruch deponiert werden sollen. Bürgermeister Beck verspricht strenge Kontrollen.

     

    Von PETER EISENHUTH

     

    Wie man einen ehemaligen Steinbruch nutzen kann, zeigt die Stadt Mainz im Stadtteil Weisenau. Aus dem riesigen Loch, das bis vor wenigen Jahren nördlich der A60 klaffte, ist dank Renaturierung ein Naturschutz- und Naherholungsgebiet geworden. Auf dem Geopfad, einem rund zwei Kilometer langen Rundwanderweg lassen sich mehr als 20 Millionen Jahre geologischer Vergangenheit nachvollziehen.


    Südlich der Autobahn könnte in unmittelbarer Nachbarschaft der Großbergsiedlung etwas Ähnliches entstehen, schätzungsweise in 15 Jahren. Zuvor soll der zweite Teil des stillgelegten Kalksteinbruchs jedoch als Deponie dienen. Ein entsprechender Beschluss des Stadtrates liegt schon lange vor, eine Bürgerinitiative läuft dagegen Sturm. Dass es sich, wie Bürgermeister Günter Beck (Die Grünen) sagt, um eine mineralische Deponie handelt, die Bürgerinitiative Mainz21 hingegen von einer Mülldeponie spricht, ist dabei die kleinste Schwierigkeit. Die in der Bürgerinitiative versammelten Anwohner aus Weisenau, Hechtsheim und Laubenheim fürchten unter anderem Vergiftungen von Luft und Wasser, einen Wertverlust ihrer Häuser und Schäden daran durch rund 12.000 Bohrungen, die erfolgen müssten, um den porösen Untergrund zu stabilisieren.

     

    Quelle: F.A.Z. / 18.11.2019

     

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    Mo

    18

    Nov

    2019

    Lokale Zeitung: Vorbereitet auf den Showdown

    Die BI „Mainz 21. Nein zur Mülldeponie in Mainz“ bei der Kundgebung in Laubenheim. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach
    Die BI „Mainz 21. Nein zur Mülldeponie in Mainz“ bei der Kundgebung in Laubenheim. Foto: Gregor Starosczyk-Gerlach
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    So

    17

    Nov

    2019

    Geplante Mülldeponie im Mainzer Steinbruch - jetzt handeln!

     

    Quelle: YouTube / 17.11.2019

     

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    Sa

    16

    Nov

    2019

    Kundgebung der Bürgerinitiative „Mainz21“in Laubenheim

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    Sa

    16

    Nov

    2019

    Ortsvorsteher Kehrein über geplante Mülldeponie: „Ich bin ein absoluter Gegner“

    Weisenau wächst - nicht zuletzt auch wegen des geplanten Heiligkreuz-Viertels. Was den Stadtteil lebenswert macht und welche Herausforderungen hier warten, darüber hat Merkurist mit Ortsvorsteher Ralf Kehrein (SPD) gesprochen.
    Weisenau wächst - nicht zuletzt auch wegen des geplanten Heiligkreuz-Viertels. Was den Stadtteil lebenswert macht und welche Herausforderungen hier warten, darüber hat Merkurist mit Ortsvorsteher Ralf Kehrein (SPD) gesprochen.

     

     

    Der Weisenauer Ortsvorsteher Ralf Kehrein (SPD) wurde im Juni in seinem Amt bestätigt. Inzwischen geht er in seine dritte Amtszeit. Im Merkurist-Interview spricht Kehrein über die Probleme in Weisenau, die geplante Mülldeponie im Steinbruch und darüber, was seinen Stadtteil ausmacht.

     

     

     

     

     

     

    Welche Probleme gibt es derzeit im Stadtteil?

     

    Da gibt es zum einen die Diskussion um die geplante Mülldeponie im Laubenheimer Steinbruch, eine Deponie, auf der Abfälle der Stufe DK1 (mäßig belastete, nicht gefährliche Abfälle) und DK2 (belastete, gefährliche Abfälle) entsorgt werden sollen. Die Deponie läge relativ nah am Wohngebiet Am Großberg, das betrifft aber auch Teile von Hechtsheim. Ich habe sehr viel Verständnis für die Bürger, die sich über die Folgen einer solchen Deponie natürlich Gedanken machen.

     

    Thema Oberbürgermeister-Wahl: Trifft es Sie als SPD-Politiker, dass Nino Haase in Weisenau besser abgeschnitten hat als der SPD-Kandidat Michael Ebling?

     

    Es ist für Weisenau eine ganz neue Situation, dass ein Nicht-SPD-Kandidat mehr Stimmen als der SPD-Kandidat erhält. Ich denke, diese Entwicklung hängt mit der Diskussion um die Mülldeponie zusammen. Dafür habe ich zum Teil Verständnis, insbesondere für die Menschen, die direkt in dem Bereich an der Deponie wohnen. Einige von ihnen waren offenbar der Meinung, dass Nino Haase ein Stück näher an sie rangekommen ist. Das muss man akzeptieren. Es trifft mich aber, weil ich der Meinung bin, dass Michael Ebling unter dem Strich der richtige Oberbürgermeister für Mainz ist.

     

    Wie steht es denn aktuell um das Projekt Mülldeponie im Steinbruch?

     

     

    Aktuell stehen wir vor einer Anhörung, denn das Projekt muss ja zunächst genehmigt werden. Die Stadt Mainz hat die Genehmigungsunterlagen mit den ganzen Gutachten, die von der SGD-Süd gefordert worden sind, eingereicht. Nun sollen die Bürger gehört werden, die Einwände vorgetragen haben. Ich würde mir wünschen, dass diese Anhörung öffentlich stattfindet. So könnten alle Bürger, die interessiert sind, an der Veranstaltung teilnehmen. Nach meiner Kenntnis findet die Veranstaltung am 10./11. Dezember statt.

     

    Mit welchen Fragen kommen die Weisenauer wegen der Mülldeponie auf Sie als Ortsvorsteher zu?

     

     

    Viele Bürger interessiert, welche Schadstoffe dort abgeladen werden sollen und ob diese gesundheitsgefährdend für ihre Kinder sein könnten. Ich finde, wir sind es den jungen Weisenauern schuldig, dass wir genau hingucken. Wir müssen auch Wetterlagen und Winde im Auge behalten. Es geht besonders um die Jahre, in denen die Stoffe dort verkippt werden und zum Beispiel durch Wind weggetragen werden. Das kann man nicht einfach eingrenzen und es wird auch über die Deponie hinaus belastenden Staub in ganz Weisenau geben.

     

    „Das soziale Leben in Weisenau ist wunderbar intakt.“

     

    Wie stehen Sie selbst zur Deponie?

     

    Ich bin ein absoluter Gegner. Wir hatten über viele Jahre, als „HeidelbergCement“ noch Eigentümer des Steinbruchs war, ein ganz klares Konzept. Der Steinbruch sollte mit unbelastetem Bodenmaterial wieder aufgefüllt werden. Dafür gibt es auch eine große Nachfrage. Als die Entsorgungsbetriebe das Gelände übernommen haben, wurde plötzlich eine andere Nutzung vorgesehen.

     

     

    Quelle: Merkurist von Autor von Merkurist.de Peter Kroh / 16.11.2019

    Das komplette Interview mit Ortsvorsteher Weisenau Herrn Ralf Kehrein
    2019.11.16-Merkurist-Interview-Ralf_Kehr
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    Di

    12

    Nov

    2019

    F.A.Z. - Ergebnisse als Handlungsanweisung

    Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung / 12.11.2019

    Ergebnisse als Handlungsanweisung
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    Di

    05

    Nov

    2019

    Antenne Mainz: Was ist der Essenheimer Kreis?

     

    Regelmäßige Zusammenkünfte von einflussreichen Mainzern, über die Stillschweigen bewahrt wird, keine Äußerungen gegenüber der Presse und der Oberbürgermeister im Vorsitz - was hat es mit dem Essenheimer Kreis auf sich? Wir sind dem auf den Grund gegangen.

     

     

    Viel weiß man nicht über ihn, den sogenannten Essenheimer Kreis. Was wir wissen: Es ist ein Zusammenschluss von Mainzern aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur. Wir wissen von regelmäßigen Treffen, von Wahlempfehlungen und von angeblichen Geschäften, die unter den Mitgliedern gemacht werden.

     

    Über 100 Personen - ausschließlich Männer - gehören dem Kreis an. Die Treffen der Mitglieder finden in regelmäßigen Abständen statt und gehen wohl auf den ehemaligen Mainzer Oberbürgermeister Jockel Fuchs zurück.

    Im Netz ist so gut wie nichts zum Essenheimer Kreis zu finden. Beim Aufruf der gleichnamigen Internet-Seite kommt man ohne Zugangsdaten auch nicht weiter. Dort liest man lediglich: EK Anno 1982.

     

     

    Was wir tatsächlich schwarz auf weiß haben, ist ein Schreiben, das uns von einem Mitglied zugespielt wurde. Darin ist die Rede davon, Michael Ebling vor der Wahl zum Mainzer Oberbürgermeister einen persönlichen Brief zu schreiben, der nicht veröffentlicht wird. Darin heißt es:

     

    "Wir wollen gerne Michael Ebling zeigen, dass er Unterstützer hat (...). Wir brauchen eine starke Persönlichkeit an der Spitze der Stadt und der Verwaltung. Wir, die Unterzeichner stehen für jegliche Unterstützung zur Verfügung! Wenn wir gebraucht werden, sind wir da!"

     

    Unterzeichnet ist das Schreiben von Detlev Höhne (u.a. Aufsichtsratsvorsitzender bei Mainz 05 und ehemaliger Chef der Mainzer Stadtwerke) und Richard Patzke (u.a. ehemaliger Hauptgeschäftsführer der Industrie und Handelskammer für Rheinhessen und ehemaliger Wirtschaftsdezernent der Stadt Mainz).

     

    Auf mehrmalige Nachfrage, in der wir bei einigen Mitgliedern um Aufklärung gebeten haben, auch Höhne und Patzke, gab es keine Reaktion. Ein möglicher, ehemaliger Schatzmeister der Vereinigung, der uns genannt wurde und den wir kontaktiert haben, wollte sich lieber nicht äußern und auch sonst scheint es, als scheue man sich in Mainz offen über diese Gruppe zu sprechen.

     

    Oberbürgermeister hat den Vorsitz

     

    Vorsitzender des Essenheimer Kreises, so lässt es sich aus dem o.g. Schreiben entnehmen, ist der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling. Genau wie auch schon sein Vorgänger Jens Beutel. Das wiederum ergibt sich aus einer Traueranzeige zum Tode Beutels. Hier heißt es:

     

    „Er war viele Jahre lang Präsident unseres Kreises und nahm stets aktiv an unseren Begegnungen teil.“

    Unterzeichnet ist die Anzeige mit „Essenheimer Kreis, Richard Patzke, Vizepräsident“. Natürlich haben wir uns mit unseren Fragen bzgl. des Kreises ebenfalls direkt an den Vorsitzenden, Oberbürgermeister Michael Ebling, gewandt. Aus Zeitgründen bat er uns an, die Fragen nach dem Wahlsonntag. bzw. nach dem 11. November zu beantworten.

    Auch Vertreter von Mainzer Unternehmen halten sich bedeckt. Nach wochenlanger Recherche, gibt es nur Andeutungen von Betrieben, sie hätten keine Chance auf städtische Aufträge, weil diese eben an die Unternehmer gingen, die das Glück hätten "dazu zu gehören". Und genau das ist die Frage: Wie kommt wer in diesen Inner Circle rein und hat es wirklich Konsequenzen, wenn man nicht dazugehört?

     

    Es bleiben viele Fragezeichen

     

    Wie tief die Verstrickungen untereinander reichen und welche Auswirkungen das auf die wirtschaftliche Struktur, die Finanzen, die Kultur und viele weitere Bereiche der Stadt hat, lässt sich nur vermuten.

    Klar ist, es braucht Kontakte, Austausch und funktionierende Strukturen, um Projekte zu verwirklichen und Geschäfte zu machen. Klar ist aber auch, je abhängiger Agierende voneinander sind und je homogener eine Gruppe aus Verantwortlichen wird, umso größer ist die Gefahr, dass Entscheidungen nicht unparteiisch und unabhängig gefällt werden.

     

     

    Quelle: Antenne Mainz / 05.11.2019

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    Mi

    30

    Okt

    2019

    Radio FFH: Streit um geplante Mainzer Mülldeponie

     

    Sorge bei Anwohnern der geplanten Deponie

    Die Nerven liegen blank: Tausende Mainzer wehren sich gegen eine geplante Mülldeponie im Weisenauer Steinbruch. Sie befürchten Schäden für ihre Gesundheit. Auf dem Gelände will die Stadt alten Bauschutt lagern – laut Bürgerinitiative „giftigen Bauschutt“. Antonio Sommese, Sprecher der Bürgerinitiative am FFH-Mikro:

     

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    Mi

    30

    Okt

    2019

    "Habe schon Impulse gesetzt" - Wie Haase Ebling schlagen will

    Der Mainzer OB-Kandidat Nino Haase über das Finale des Wahlkampfs, die entscheidenden Themen und welche Wählergruppen er nun für sich gewinnen will.
    Der Mainzer OB-Kandidat Nino Haase über das Finale des Wahlkampfs, die entscheidenden Themen und welche Wählergruppen er nun für sich gewinnen will.

    Würden Sie auch gegen den Willen der CDU etwas durchsetzen?

    Bei der Müll-Deponie in Weisensau etwa würde ich ganz klar sagen: Ich halte das nicht für richtig, auch wenn die CDU da fast geschlossen zugestimmt hat. Ich habe kein Problem damit, diese Meinung zu vertreten. Oft ist man gar nicht so verbissen in der Sache, da geht es eher um den Umgang.

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    Sa

    26

    Okt

    2019

    AZ - Bauschuttdeponie Mainz "Keine Verschwendung von Steuergeld"

    Seit der Verfüllung der Deponie Budenheim im Jahr 2010 hat die Stadt keine eigene Deponie für Bauschutt mehr. Als Lösung gegen den Entsorgungsengpass soll der Laubenheimer Steinbruch verfüllt werden. (Archivfoto: Harald Kaster)
    Seit der Verfüllung der Deponie Budenheim im Jahr 2010 hat die Stadt keine eigene Deponie für Bauschutt mehr. Als Lösung gegen den Entsorgungsengpass soll der Laubenheimer Steinbruch verfüllt werden. (Archivfoto: Harald Kaster)

     

     

    Der Bund der Steuerzahler entkräftet Vorwürfe gegen die geplante Bauschuttdeponie auf Laubenheimer Gemarkung. Ein öffentlicher Erörterungstermin wird im Dezember anberaumt.

     

     

    Von Carina Schmidt Lokalredakteurin Mainz

     

    LAUBENHEIM - Erneut erhebt die Bürgerinitiative „Keine Mülldeponie im Mainzer Steinbruch“ schwere Vorwürfe gegen die Stadt Mainz im Zusammenhang mit der geplanten Bauschuttdeponie für die Deponieklassen I und II. Dieses Mal wird der Verwaltung mangelnde Transparenz bei den Kosten angelastet

     

    Das Schreiben ging auch an den Bund der Steuerzahler (BdSt) Rheinland-Pfalz. Wie BdSt-Referentin Stephanie Beckenbach auf AZ-Anfrage mitteilt, habe ihr Verein den Inhalt gründlich ausgewertet und sei dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass „zum jetzigen Zeitpunkt keine Verschwendung von Steuergeld“ vorliege. Was die verschiedenen baurechtlichen, umweltpolitischen und gesundheitlichen Fragen anbelange, könne der BdSt mangels Expertise keine Bewertung abgeben. „Insofern werden wir den Fortlauf des Projekts weiter beobachten.“

     

    Im Detail wird der Stadt vorgeworfen, dass die Kosten für die Bohrungen, Rüttelstopfsäulen, Beweissicherungsverfahren sowie Planungsleistungen im Gutachten fehlen würden. Laut Gitta Weber von der Bürgerinitiative sei damit zu rechnen, dass die Deponie doppelt so teuer werde wie ursprünglich kalkuliert. „Dabei werden die Nachsorgekosten noch gar nicht betrachtet. Wie wir aktuell bei der Deponie im hessischen Flörsheim-Wicker sehen, sind dort die Nachsorgekosten schon jetzt auf 100 Millionen Euro gestiegen.“

     

    IM DETAIL

     

    • Die Stadt plant die Verfüllung des Steinbruchs mit Erdaushub der Deponieklassen (DK) I und II. Laut Verwaltung handelt es sich dabei um 1,7 Millionen Kubikmeter DK I und 550 000 Kubikmeter DK II. Böden bestehen aus Mineralien und organischen Bestandteilen. Sie sind in der Regel unbelastet, können aber auch Stoffe wie Mineralölkohlenwasserstoffe oder Schwermetalle (unterhalb alter Tankstellen oder Industriestandorten) enthalten.

    • Mineralstoffdeponien sind Ablagerungsstätten, bei denen ein „Multibarrierenkonzept“ zum Schutz von Umwelt und Grundwasser vorzusehen ist. Das plant die Stadt laut eigenen Angaben auch in Laubenheim. Gegner wie die Bürgerinitiative „Keine Mülldeponie im Mainzer Steinbruch“ befürchten, dass die Stadt ihre Versprechen nicht hält und den Anwohnern gesundheitliche Folgen drohen. Erst vor wenigen Tagen gab es eine Info-Veranstaltung der BI.

     

    Hermann Winkel, Werkleiter des Entsorgungsbetriebs, kontert indes, dass die genannten Posten sehr wohl im technischen Erläuterungsbericht dezidiert aufgelistet seien. Dieser Bericht liegt auch dieser Zeitung vor. Dass die kalkulierten Einzelbeträge darin nicht in Euro-Beträgen aufgelistet seien, habe legitime Gründe, führt er aus: „Um den Wettbewerb nicht zu gefährden, sollen die Anbieter vorab nicht wissen, wie hoch von uns die Beträge kalkuliert werden. Das ist also ein legitimes Betriebsgeheimnis.“

     

    Der Werkleiter versichert weiter, dass die Gesamtkosten brutto bei 60 Millionen Euro liegen würden und durch die Deponie keine Steuergelder verschwendet würden. „Das Gegenteil ist der Fall“, betont Winkel. „Sie wird sich selbst finanzieren.“

     

    Wie wichtig es sei, auf den zunehmenden Entsorgungsengpass von Bauabfällen in Mainz zu reagieren, macht Winkel an zwei Beispielen fest. So habe der Entsorgungsbetrieb für den Neubau eines Verwaltungsgebäudes selbst 3000 Tonnen Bauschutt der Klasse DK II nach Ochtendung und Kaiserslautern transportieren müssen. „Hierfür sind Mehrkosten in Höhe von 180 000 Euro entstanden“, berichtet er. Auch bei der Firma „Werner und Merz“ seien jüngst für den Bau einer neuen Produktionshalle über 200 000 Euro für zusätzliche Kosten angefallen. Hinzu kämen die umweltbelastenden Transportwege für Lastwagen. „Das lässt sich auf jedes Bauvorhaben in Mainz übertragen“, sagt Winkel.

     

    Der Entsorgungsbetrieb habe das Unterfangen Bauschuttdeponie sorgfältig und großzügig geplant. Dass die Müllgebühren in Mainz seit 19 Jahren nicht gestiegen sind, sei ein Beleg dafür, dass der Entsorgungsbetrieb wirtschaftlich arbeite. „Der Vorwurf, wir würden ein Millionengrab produzieren, ist unterhalb der Gürtellinie“, sagt Winkel. „Hier werden Szenarien aufgebaut, die an Hetzerei grenzen.“ Zum weiteren Verfahren sagt der Werkleiter: In der 50. Kalenderwoche (Mitte Dezember) werde es einen öffentlichen Erörterungstermin geben, bei dem unter anderem Fachbehörden und Gutachter den Sachstand und die Planung vorstellen sollen. Der genaue Termin und die Räumlichkeit würden mindestens vier Wochen vorher bekannt gegeben, kündigt Winkel an.

     

    Quelle: Allgemeine Zeitung / 26.10.2019

     

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    Fr

    25

    Okt

    2019

    Antenne Mainz: OB-Kandidaten nehmen Stellung zur Mülldeponie

     

    Bürgerinitiatvie stellt Fragen an alle fünf Bewerber

     

    15.10.2019 | 08:27 Uhr

     

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    Fr

    25

    Okt

    2019

    BI „Keine Mülldeponie“ hofft auf Anhörung durch die SPD Süd

    Passt auch nicht wirklich zusammen: eine Mülldeponie direkt neben dem von HeidelbergCement vorbildlich renaturieren Steinbruchgebiet in Weisenau. Foto: Helene Braun
    Passt auch nicht wirklich zusammen: eine Mülldeponie direkt neben dem von HeidelbergCement vorbildlich renaturieren Steinbruchgebiet in Weisenau. Foto: Helene Braun
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    Mi

    23

    Okt

    2019

    Antenne Mainz 106.6 - Video: Gesprächsrunde zur OB-Wahl

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    Fr

    11

    Okt

    2019

    Mainz 21 Mülldeponie

    Im Laubenheimer Steinbruch ist es noch immer ungeklärt ob es um Restmüll oder Giftstoffe geht
    Im Laubenheimer Steinbruch ist es noch immer ungeklärt ob es um Restmüll oder Giftstoffe geht

    Im  Laubenheimer  Steinbruch  plant die  Stadt  eine  Mülldeponie  zu  errichten.

     

    Während  es  sich  laut  der Fürsprecher lediglich um harmlosen Bauschutt handele, befürchten Kritiker, dass  auch gesundheitsgefährdende  Giftsto‚ffe abgesetzt  werden.


    Einige  Anwohner  haben  daher  die Bürgerinitiative  „Mainz  21  –  Nein zur  Mülldeponie“  in  Mainz  ins  Leben gerufen. Die BI kritisiert neben den Umweltgefahren, dass auch die Baukosten auf die Bürgerschaft umgelagert  würden  und  kein  ausreichender Schutzabstand zu Wohngebieten bestehe. Das wiederum mindere den Wert der Immobilien.

     

    Zwei Chemiker der Initiative konnten unter den 139 von der Deponieverordnung  zugelassenen  Materialien  42 potenziell  gesundheitsschädigende Stoff‚e  feststellen. 

     

    „Diese  Gefahrenstoff‚e  verursachen  nicht  nur  üblen Gestank,  sondern  führen  auch  zu Vergiftungen oder Krebs“, warnt der Vorsitzende Antonio Sommese.

     

    Dem widerspricht  das  Umweltdezernat: „Es wird so verfüllt, dass keine Belastung  der  dort  wohnenden  Menschen oder der Umwelt erfolgt“, sagt Bürgermeister Günter Beck (Grüne).


    Da die Mehrheit des Stadtrats für die Deponie gestimmt hat, bereitet sich die Initiative nun auf eine juristische Auseinandersetzung  vor  und  hat hierfür bereits 10.000  Euro  Unterstützungsgeld erhalten.

     

     

    Quelle: Sensor Ausgabe 2019 Nr. 95 - 2019.01.11

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    Mi

    09

    Okt

    2019

    Erster OB Kandidat stellt sich gegen die Pläne der Stadt zur Deponie

     

    Wir laden alle interessierten Bürger, Anwohner und Betroffene zur Veranstaltung ein:

    Wann: Montag, 14. Oktober, 18:00 Uhr
    Wo: Haus am Römerberg, Laubenheimer Str. 36, Mainz-Weisenau

    Die BI wird auch vertreten sein und mitdiskutieren.
    Die BI freut sich über jede Unterstützung und rüstet sich für die kommende Anhörung mit der SGD Süd.

     

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    So

    22

    Sep

    2019

    NEIN zur Deponie

    Quelle: SPD Mainz-Weisenau, 21.03.2019

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    Sa

    21

    Sep

    2019

    Kritik angesichts der Deponiepläne der Stadt Mainz wächst

     

    WEISENAU - Die Deponie Laubenheim-Nord im früheren Steinbruch-Gelände ist eines der Aufreger-Themen im Stadtteil –

     

    und alle im Ortsbeirat vertreten Parteien ziehen an einem Strang:

    Eindringlich haben die Lokalpolitiker ihre Forderung artikuliert, „das Gelände des ehemaligen Steinbruchs wie bisher mit unbelastetem Aushub zu verfüllen, um ökologische, wirtschaftliche und gesundheitliche Gefahren für die Weisenauer Bürger zu vermeiden“.

     

    Deponie in Wohnort-Nähe: Die Sorge der Menschen vor Umweltgefahren bleibt unverändert hoch.    Foto: Sascha Kopp
    Deponie in Wohnort-Nähe: Die Sorge der Menschen vor Umweltgefahren bleibt unverändert hoch. Foto: Sascha Kopp
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    Mi

    11

    Sep

    2019

    Kita-Neubau in Mainz: Stundenlanges Beben

     

    Kita Zahlbach in Mainz-Bretzenheim:

    vorübergehender Baustopp wegen Erschütterungen der umliegenden Gebäude.

    Mainzer Gebäudewirtschaft sieht sich veranlasst, Messgeräte aufzustellen

     


    Von Luca Winklmüller

     

     

    Druckwellen durch Erdverdichtung: Durch den Kita-Bau in Zahlbach sieht eine Anwohnerin ihr Haus gefährdet. Erste Beschwerden gab es bereits Ende August, nun wird nachgemessen.

      

     

    Fachwerkhaus rütteln würden. Seit Tagen wackeln ihre Möbel. An den Außenwänden haben sich erste Risse gebildet. Bach hat eine Vermutung, wie es zu diesen Schäden gekommen ist. Denn in ihrer Straße wird die neue Kindertagesstätte Zahlbach gebaut.
    Und von dieser Baustelle gehen spürbare Erschütterungen aus.

    Verärgert über das manchmal mehrere Stunden anhaltende Beben suchte sie vor Ort das Gespräch mit dem Bauleiter. Dabei habe sie erfahren, dass der Boden verdichtet werden müsse, um die Stabilität für den Neubau herzustellen.
    Bach wollte darauf wissen, ob Gutachten fürden umliegenden Hausbestand vorliegen würden.

    „Der Bauleiter wusste nur von einem Gutachten für die Baustelle", erzählt die Bretzenheimerin. „Das machte mich stutzig. Wenn hier sonst privat gebaut wird, rückt immer die Bauaufsicht an, um die Situation vor Ort zu bewerten." Bereits Ende August
    beschwerte sich Bach beim städtischen Bauamt und bei der Bauaufsicht.

    Erst als Anfang September eine weitere Beschwerde aus der Nachbarschaft folgte, wurden die Arbeiten an der Baustelle gestoppt. Allerdings nur vorübergehend. Wie Ellen König von der städtischen Pressestelle auf AZ-Anfrage mitteilt, habe die Verwaltung
    zwischenzeitlich ein Beweissicherungsverfahren eingeleitet. ,,Zusätzlich wurden drei Erschütterungsmessgeräte in den nächstliegenden Nachbargebäuden aufgestellt", führt sie aus. Zwei weitere Messgeräte seien von der Gebäudewirtschaft der Stadt bei
    einer Anwohnerin installiert worden, obwohl das der eingeschaltete Gutachter wegen der Entfernung zur Baustelle nicht für erforderlich gehalten habe.

     

    Quelle: Allgemeine Zeitung / 11.09.2019

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    Mi

    11

    Sep

    2019

    Stadt Mainz: Entsorgungsbetrieb mit Umsatzeinbußen

    Millionen Euro weniger Gewinn als im Vorjahr aufmerksam gemacht. Dafür wurden vier Faktoren verantwortlich gemacht.

    Von Michael Heinze

     

    Link zum AZ Artikel - weiterlesen

     

     

     

     

     

    Quelle: Allgemeine Zeitung /  11.09.2019

     

     

     

    2019.09.11-AZ-Artikel-Entsorgungsbetrieb
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    Mo

    09

    Sep

    2019

    BBU: Aktualisierter Planfeststellungsantrag zur Errichtung der Deponie Mainz-Laubenheim bringt keine relevanten Änderungen

    In der Auseinandersetzung um die Errichtung der Deponie Mainz-Laubenheim hält der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V. (BBU) an seiner vor einem Jahr eingereichten Einwendung fest. Dies hat der Umweltverband der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd in einer erneuten Kurzeinwendung fristgerecht mitgeteilt.

     

    Der BBU lehnt das Vorhaben der Entsorgungsbetriebe Mainz weiterhin ab.

     

    Daran ändert auch die redaktionelle Überarbeitung des Planfeststellungsantragsantrags nichts. Gerade wegen der Vielzahl gefährlicher Abfälle, deren Ablagerung beantragt wird, sei das Vorhaben nach wie vor abzulehnen, erklärt der Umweltverband.

     

    Zudem sind immer noch etliche Aspekte der Deponiekonstruktion und des Deponiebetriebs ungeklärt.

     

    Oliver Kalusch vom Geschäftsführenden Vorstand des BBU erklärt hierzu: „Die Antragstellerin hat ihre Chance nicht genutzt. Statt die abzulagernden Abfallarten grundlegend zu reduzieren und auf gefährliche Abfälle ausnahmslos zu verzichten, ist der Positivkatalog der vorgesehenen Abfälle geradezu mit gefährlichen Abfällen, landläufig Giftmüll genannt, gespickt. Bereits dies steht der Genehmigungsfähigkeit des Vorhabens entgegen.

     

    Zudem ist nicht dargelegt, dass alle vorgesehenen Abfälle überhaupt im Entsorgungsgebiet anfallen. Diese Planrechtfertigung wäre aber eine notwendige Voraussetzung für einen rechtmäßigen Planfeststellungsbeschluss. Für die einzelnen Abfallschlüssel hätte konkret anhand der Gewinnungsorte, Produktionsstätten und Verarbeitungsanlagen ermittelt werden müssen, wo und in welchen Mengen sie anfallen.


    Ansonsten ist davon auszugehen, dass der Steinbruch eine Magnetfunktion entwickelt, d.h. weit über das geplante Entsorgungsgebiet hinaus Abfälle – insbesondere gefährliche Abfälle – anzieht. Auch die Deponietechnik ist weiterhin so unbestimmt, dass der Antrag nicht bescheidungsfähig ist.“


    Auf deutliche Kritik des BBU stößt weiterhin, dass nur der bestimmungsgemäße Betrieb der Deponie betrachtet wird. Nicht betrachtet werden die Folgen der Anlieferung falsch deklarierter Abfälle, von Bränden, von Starkregen und extremen Stürmen sowie die Maßnahmen, die zur Begrenzung daraus resultierender Auswirkungen ergriffen werden sollen.

     

    Nicht ersichtlich ist auch, wie Löschwasser einschließlich seiner Verunreinigungen im Brandfall zurückgehalten werden soll. Auf all diese Ereignisse muss ein Deponiebetreiber aber vorbereitet sein. Angesichts der erheblichen Defizite können die vorgelegten Unterlagen keine Grundlage einer Planfeststellung sein.

     

    Der BBU fordert daher erneut die unverzügliche Rücknahme des Planfeststellungsantrags.

     

     

    2019.09.09-BBU-Pressmeldung-Deponie-Mz-L
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    Quelle: BBU-Pressemitteilung vom 09.09.2019, Hintergrundinformationen


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    Sa

    31

    Aug

    2019

    WimS: Wundersame Platzvermehrung - Weshalb eine Deponie einfach nicht voll wird (06.06.2019)

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    Sa

    31

    Aug

    2019

    Mehrheit weiter für Deponie-Pläne

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    Fr

    23

    Aug

    2019

    Mainz: Deponie-Gegner schlagen Alarm

    Die Bürgerinitiative aus Weisenau und Laubenheim fürchtet, dass im Steinbruch künftig schädliche Abfalle verfüllt werden. Die Stadt spricht von einem unrealistischen Szenario.

    Von Heiko Beckert

    LAUBENHEIM/WEISENAU - Für den Chef der Bürgerinitiative gegen die Bauschuttdeponie im Mainzer Steinbruch, Antonio Sommese, ist es an der Zeit, eine „neue Welle“ loszutreten. Bürger müssten „wachgeküsst“ werden.

    Deshalb appelliert er bei einer Informationsveranstaltung an 60 bis 70 Anwesende im hoffnungslos überfüllten Siedlerheim: „Jeder kann Botschafter sein.“

    Die Botschaft der BI ist bekannt: Dass im früheren Steinbruch von Heidelberg Cement neben unbelastetem Material, das heute schon abgelagert wird, künftig auch Material der Deponieklassen I und II verfüllt werden soll, ist für Projektgegner inakzeptabel.

    Diese Abfälle mit sehr geringem oder geringem organischen Anteil, die als nicht gefährlich eingestuft werden, könnten nämlich unter anderem Teer und teerhaltige Substanzen sowie Gips mit Asbest enthalten, sagt Chemikerin Dr. Gitta Weber.

    Und ihr Kollege Dr. Jürgen Fröhlich ergänzt gegenüber der AZ, dass mit einer Deponie nur Geld zu verdienen sei, wenn giftige Abfälle eingelagert werden. „Ich halte das für absolut gefährlich“, betont er. Und die Gefahr betreffe nicht nur direkte Anwohner: Durch Winde würden etwaige Schadstoffe weit in den umliegenden Stadtteilen verteilt.

    Zudem könnten Arbeiten in der Deponie zu Schäden an Wohnhäusern führen, der Wert umliegender Gebäude dürfte spürbar sinken. Von der Offenlage der teilweise überarbeiteten Unterlagen, die am heutigen Freitag endet, ist Fröhlich enttäuscht: „Wir sehen überhaupt kein Entgegenkommen.“

    Das kann Umweltdezernentin Katrin Eder (Grüne) nicht nachvollziehen. „Wir nehmen die Ängste und die Kritik ernst“, stellt sie klar. Deshalb sei nicht nur die Offenlage von vier auf sechs Wochen verlängert, sondern auch ein neues Staubgutachten beauftragt worden.

    Dazu seien Kontrollen geplant, die gesetzlich nicht erforderlich seien, und asbesthaltige Stoffe sowie Schlacken seien als Verfüllungsmaterial ausgeschlossen worden. Die Dezernentin attackiert ihrerseits die BI: „Es werden hier Szenarien entworfen, die nicht der Realität entsprechen.“

    Dem Vorwurf, dass mit der elf Hektar großen Deponie Gewinne erwirtschaftet werden sollen, widerspricht Eder. Schließlich dürfe der städtische Entsorgungsbetrieb gar keine Gewinne machen. Auch deshalb sollen nur sichere Abfälle aus Mainz und aus dem Landkreis Mainz-Bingen verfüllt werden. „Das ist unsere Zusage“, so Eder.

    Unbestreitbar sei, dass die Deponie benötigt werde. Schon jetzt hätten Bauherren Probleme, Erdaushub zu entsorgen. Die Preise seien drastisch gestiegen, wie gerade erst der Entsorgungsbetrieb selbst beim Neubau für seine Verwaltung habe erfahren müssen. Die Mehrkosten sollen bei 300 000 Euro liegen.

    Einsprüche sind noch bis 6. September möglich

    Bis 6. September können noch Einsprüche gegen das Planfeststellungsverfahren bei der Stadt oder der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd eingereicht werden.

    Danach wird es eine öffentliche Information geben. Diese Zeit will die BI nutzen: Ein Gegengutachten ist auf dem Weg, und Widersprüche werden vorbereitet. Auch eine Klage sei denkbar, wie Fröhlich sagt: „Wir überlegen uns rechtliche Schritte.“

     

    Sommese möchte des Weiteren die Kandidaten der Oberbürgermeisterwahl zu einer Podiumsdiskussion einladen. Nicht zuletzt hofft er auf weitere Spenden. Rund 11 000 Euro sollen bereits in der Kriegskasse sein.

     


    Quelle: Allgemeine Zeitung / 23.08.2019

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    Do

    22

    Aug

    2019

    Kampf gegen Mülldeponie im Mainzer Steinbruch geht weiter

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    Do

    25

    Jul

    2019

    Mainz - Planfeststellungsverfahren für die Errichtung der Deponie Mainz-Laubenheim

    Die Unterlagen zum 2ten Planfeststellungsverfahren können über die Webseite der Struktur und Genehmigungsdirektion Süd SGD-Süd eingesehen werden --> Link.

     

    Die Daten finden Sie auf der SGD-Süd Hauptseite unter Service --> Öffentlichkeitsbeteiligungen / Bekanntmachungen --> Mainz - Planfeststellungsverfahren für die Errichtung der Deponie Mainz-Laubenheim

     

    Sollte dieser Link von der SGD-Süd Seite unerwartet einmal nicht funktionieren (wie gesehen am 24.07.19) können Sie die Unterlagen auch über die Webseite bei der Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung einsehen.

     

    Weiter liegen die Unterlagen: 

    • Im Rathaus, Jockel-Fuchs-Platz 1, 55116 Mainz, Rathauspforte, Nebenraum
    • Im Grün- und Umweltamt, Geschwister-Scholl-Str. 4, 55131 Mainz, Haus C, Raum 5

     

    in der Zeit vom 15.07.2019 bis zum 23.08.2019 während der üblichen Dienstzeiten erneut zur Einsicht aus.

     

     

    Auf ein Auslegen in den Ortsverwaltungen Weisenau, Hechtsheim und Laubenheim wurde diesmal verzichtet.

     

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    Mo

    20

    Mai

    2019

    Mainzer Deponiegegner: „Stadt verschweigt Fakten“

    Von Franziska Schuster
    Erschienen am 20.05.2019 um 00:00 Uhr, zuletzt geändert am 20.05.2019 um 01:10 Uhr

    Bürgerinitiative „Keine Mülldeponie im Mainzer Steinbruch“ spricht von absichtlicher Verzögerung bei der Offenlage der Pläne. Umweltdezernentin Eder weist die Vorwürfe zurück.

    MAINZ - Der Wahlkampf in Mainz läuft auf Hochtouren. Kurz vor der Stadtratswahl fährt die Bürgerinitiative „Keine Mülldeponie im Mainzer Steinbruch“ (BI) schweres Geschütz auf und wirft der Mainzer SPD und den Grünen „Wahlmanipulation“ vor.


    Auslöser für diesen schweren Vorwurf ist die Entscheidung über die Errichtung einer mineralischen Deponie im Steinbruch Weisenau/Laubenheim. Laut BI werde den Bürgern absichtlich Fakten verschwiegen und erst nach der Wahl für die Wähler offengelegt. Zu diesen „Fakten“ gehörten unter anderem mehrere tausend Bohrungen zur Stabilisierung des Kalkstein-Untergrundes und die große Steigerung der Kosten für das Projekt.


    „Dass für den Bau der Deponie Bohrungen durchgeführt werden müssen, haben wir von vornherein offengelegt“, sagt dazu Umweltdezernentin Katrin Eder (Grüne). Die Bohrungen seien nötig, um das sogenannte Rüttelstopfverfahren anwenden zu können, welches zu einer Tiefenverdichtung des Bodens beiträgt. „Die Kostenkalkulation für die Deponie wurde schon vor vielen Jahren aufgestellt. Durch die generellen Kostensteigerungen in der Bauwirtschaft steigen natürlich auch die Kosten für dieses Bauprojekt“, so Eder.


    Wie mehrfach berichtet, hatte der Stadtrat Ende 2015 mit großer Mehrheit für die geplante Bauschuttdeponie gestimmt. 4894 Unterschriften von Gegnern der Deponie wurden kurz zuvor von der BI der Stadt übergeben. Mittlerweile rüstet sich die BI für eine juristische Auseinandersetzung. Im April teilte sie mit, dass 10 000 Euro für eine mögliche Klage gesammelt wurden. Von Juli bis August 2018 konnten die Pläne in Ortsverwaltungen eingesehen werden. Aufgrund eines Formfehlers hieß es dann im November 2018 von der Stadt, dass die Pläne erneut ausgelegt werden sollen.


    Die BI kritisiert nun, dass seit November immer noch keine Unterlagen offengelegt wurden. „Das Thema wird absichtlich bis nach den Wahlen totgeschwiegen, und wahrscheinlich werden die Unterlagen erst kurz vor den Sommerferien offengelegt, sodass die Bürger gar keine Zeit haben, sich mit den Plänen ausführlich zu befassen“, sagt BI-Sprecher Antonio Sommese.


    Dass die Unterlagen im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens noch nicht erneut offengelegt worden sind, liegt jedoch laut Umweltdezernentin Eder vor allem daran, dass es beim Entsorgungsbetrieb, der Träger des Projekts ist, einen Personalwechsel gab. Zudem sei ein Staubgutachten erneut geprüft worden. „Wir möchten im übergesetzlichen Maß die Umwelt schonen und sind deshalb erpicht darauf, auch alles richtig zu dokumentieren und auszuwerten.“, sagt Eder. Ein genaues Datum, wann die Pläne erneut offengelegt werden, kann sie noch nicht nennen. Sie geht davon aus, dass dies in den nächsten Wochen der Fall sein werde.

     

    Quelle: Allgemeine Zeitung / 20.05.2019

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    Di

    14

    Mai

    2019

    Deponie-Unfall Heßheim Thema im Umweltausschuss

    Unfall-Verantwortlichkeit nach wie vor unklar

     

    Rund acht Monate nach dem tödlichen Giftmüll-Unfall in Heßheim im Rhein-Pfalz-Kreis beschäftigt sich am Dienstag der Umweltausschuss des Landtags mit dem Thema. Die bisherigen Ergebnisse der Ermittlungen sollen vorgestellt werden.

    Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim kritisiert die bisherige Informationspolitik des Landes. Er fühle sich bisher nur unzureichend über den Vorfall informiert, sagte er dem SWR. In Mainz will er sich daher mit Vertretern des Umweltministeriums treffen. Und hofft mehr Details über die genauen Umstände zu erfahren.

    Wer trägt die Verantwortung?

    Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Frankenthal ist weiter unklar, wer verantwortlich ist für den Unfall, bei dem im August 2018 zwei Deponie-Mitarbeiter ums Leben kamen. Ursache für deren Tod sei ein falsch beschrifteter Gefahrstoffbehälter gewesen. Nachdem die beiden Mitarbeiter zwei Flüssigkeiten gemischt hatten, seien sie durch austretende, giftige Gase erstickt.

     

    Quelle: SWR AKTUELL / 16.04.2019

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    Mi

    09

    Jan

    2019

    Linde-Abbruchgelände keine Sondermüllhalde

    Von Wolfgang Wenzel

    In Kostheim ertönt der Ruf nach einer schnellen Entsorgung von großen Mengen von Glasfaser-Dämmstoff. Dem Wohnungsbauunternehmen Bücher ist der Vorfall peinlich.

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    Di

    08

    Jan

    2019

    Sorge wegen Säcken: Krebserregende Glaswolle auf Linde-Terrain

    Von Wolfgang Wenzel

    Auf dem Linde-Abbruchgrundstück in Wiesbaden liegen seit Wochen Säcke mit krebserregenden Stoffen umher. Anwohner sind in Sorge.

     

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    Sa

    17

    Nov

    2018

    Was steckt im Schutt?

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    Mi

    14

    Nov

    2018

    Giftige Gefahrstoffe ausschließen

    Von Christina Miesch-Schmidt

     

     

    Hechtsheimer Ortsbeirat diskutiert über geplante Bauschuttdeponie auf dem Gelände des ehemaligen Steinbruchs

     

    POSITION DER STADT

    Im AZ-Gespräch hatte Bürgermeister Günter Beck (Grüne) den Verdacht der BI verneint, dass der Entsorgungsbetrieb sobald die Deponie steht, Ergänzungsanträge an der Öffentlichkeit „vorbeischiffen“ könne. „Was die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd jetzt nicht genehmigt, wird auch später nicht genehmigungsfähig sein“, sagt Beck. Nachträge könnten nur innerhalb der Klassen DK I und DK II gestellt werden. Dazu müssten ein weiterer Stadtratsbeschluss und die Zustimmung der SGD vorliegen.

     

    HECHTSHEIM - „Auch in Mindestmengen können Gefahrstoffe krebsauslösend sein“, begründet Professor Felix Leinen (ÖDP) einen Antrag der Hechtsheimer Ortsbeiratsfraktionen ÖDP, Freie Wähler und SPD. Darin wird gefordert, dass die Einlagerung von giftigen oder gesundheitsschädigenden Abfällen und Abfallprodukten aus Müllverbrennungsanlagen in die Bauschuttdeponie auf dem Gelände des ehemaligen Steinbruchs ausgeschlossen werden soll.

     

     

    Hintergrund ist das gegenwärtig laufende Genehmigungsverfahren, demnach die Stadt die Verfüllung des Steinbruchs mit mineralischen Materialien also Erdaushub, der Deponieklassen (DK) I und II plant. Laut Verwaltung handelt es sich um 1,7 Millionen Kubikmeter DK I und 550 000 Kubikmeter DK II (die AZ berichtete).

     

     

    Gerhard Wenderoth (Freie Wähler) kritisiert, dass der aktuelle Gefahrstoffkatalog, anders als vorher von der Stadt angekündigt, nun auch Schadstoffe aus belastetem Bauschutt und Abfallprodukten enthalte. Dieser Vorwurf wird auch von der Bürgerinitiative „Keine Mülldeponie im Mainzer Steinbruch“ erhoben (siehe Infokasten).

     

     

    Der Antrag, der nach intensiver Diskussion vom Ortsbeirat verabschiedet wurde, zielt darauf, „den Bürgern in den unmittelbar an die Deponie angrenzenden Wohngebieten optimalen Schutz zu gewähren“, unterstreicht Reinhard Schwarz (SPD). Für die Bauschuttdeponie selbst gebe es keine Alternative.

     

     

    Quelle: Allgemeine Zeitung - 14.11.2018

     

     

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    Mi

    10

    Okt

    2018

    SWR - Mainzer sehen Gefahren durch Mülldeponie

    Aus einem ehemaligen Steinbruch soll in der Nähe eines Mainzer Wohngebiets eine Mülldeponie für Bauschutt entstehen. Der Schutt könnte Giftstoffe enthalten, fürchten die Anwohner und wehren sich.

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    Do

    04

    Okt

    2018

    Stadt will Mülldeponie direkt neben Wohngebiet errichten

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    Di

    11

    Sep

    2018

    Deponie-Pläne für Steinbruch müssen erneut offengelegt werden

    Hintergrund ist ein Formfehler.


    MAINZ- (per). Die Planfeststellungsunterlagen für die Errichtung einer mineralischen Deponie im Steinbruch bei Lauben heim müssen wegen eines Formfehlers neu offengelegt werden. Das hat Ralf Peterhanwahr von der städtischen Pressestelle am Montag auf AZ-Anfrage erklärt. Der Formfehler sei geschehen, als eine Bürgerin in einer der drei Ortsverwaltungen Hechtsheim, Lauben heim und Weisenau, in denen die Pläne
    vom 9. Juli bis 17. August auslagen, diese habe einsehen wollen und fälschlicherweise die Auskunft bekommen habe, dies sei nicht möglich. Daraufhin habe sich die Bürgerin bei der zuständigen Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd beschwert. Diese wiederum habe die erneute Offenlage entschieden. Wann diese beginne, könne er noch nicht sagen, so Peterhanwahr.

     

    Bundesverband lehnt Planfeststellungsantrag ab


    Unterdessen hat der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutze.V. (BBU) eine detaillierte Einwendung gegen das Vorhaben eingelegt. Gerade wegen der Vielzahl gefährlicher Abfälle, deren Ablagerung beantragt werde, sei das Vorhaben abzulehnen.
    Zudem seien etliche Aspekte der Deponiekonstruktion und des Deponiebetriebs ungeklärt. Oliver Kalusch vom BBU-Vorstand: "Zahlreiche der beantragten gefährlichen Abfälle können sehr giftig, giftig oder umweltgefährlich sein. Diesem Gefahrenpotenzial werden die zur Grundlage des Planfeststellungsantrags genommenen Ablagerungskriterien nicht gerecht. Bereits aus diesem Grund wäre der Antrag abzulehnen." Die Einwendung ist abrufbar unter https://bbu-online.de.

     

    Quelle:  Allgemeine Zeitung - 11.09.2018

     

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    Di

    11

    Sep

    2018

    Zoff um die geplante (Giftmüll-)Deponie im Weisenauer Steinbruch

    Lange diente der Weisenauer Steinbruch der Gewinnung von Kalkstein für die Zementproduktion. Mittlerweile befindet sich das Gebiet im Prozess der Renaturierung und dient als Naherholungsgebiet. Wege wurden angelegt, Bäume und Gehölze gepflanzt, Biotope realisiert. Das Areal des Steinbruches erhielt schrittweise ein völlig neues Gesicht – vom industriell genutzten Gebiet hin zu einem neuen Ausflugsziel. Damit soll jetzt Schluss sein.
    In der Auseinandersetzung um die Errichtung einer Deponie auf dem Gelände hat sich nun auch der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V. (BBU) positioniert. Der Umweltverband lehnt das im Planfeststellungsantrag der Entsorgungsbetriebe Mainz beschriebene Vorhaben ab und hat eine detaillierte Einwendung gegen das Vorhaben eingelegt. Gerade wegen der Vielzahl gefährlicher Abfälle, deren Ablagerung beantragt wird, sei das Vorhaben abzulehnen, erklärt der Umweltverband. Zudem sind etliche Aspekte der Deponiekonstruktion und des Deponiebetriebs ungeklärt.

     

    Oliver Kalusch vom Geschäftsführenden Vorstand des BBU erklärt hierzu: „Zahlreiche der beantragten gefährlichen Abfälle können sehr giftig, giftig oder umweltgefährlich sein. Diesem Gefahrenpotential werden die zur Grundlage des Planfeststellungsantrags genommenen Ablagerungskriterien nicht gerecht. Bereits aus diesem Grund wäre der Antrag abzulehnen.

     

    Zudem ist die Deponietechnik so unbestimmt, dass der Antrag nicht bescheidungsfähig ist. So ist die Eignung der Basisabdichtung nicht nachgewiesen, auf eine eindeutige Ausführungsvariante der Dichtheitskontrolle der Oberflächenabdichtung legt sich die Antragstellerin nicht fest. Die Ausführungen des hydrogeologischen Gutachtens beruhen zu weiten Teilen auf nicht belegten Annahmen. Diese Liste ließe sich problemlos fortführen.“

     

    Auf deutliche Kritik des BBU stößt auch, dass nur der bestimmungsgemäße Betrieb der Deponie betrachtet wird. Nicht betrachtet werden die Folgen der Anlieferung falsch deklarierter Abfälle, von Bränden,von Starkregen und extremen Stürmen sowie die Maßnahmen, die zur Begrenzung daraus resultierender Auswirkungen ergriffen werden sollen. Nicht ersichtlich ist auch, wie Löschwasser einschließlich seiner Verunreinigungen im Brandfall zurückgehalten werden soll. Auf all diese Ereignisse muss ein Deponiebetreiber aber vorbereitet sein. Angesichts der erheblichen Defizite können die vorgelegten Unterlagen keine Grundlage einer Planfeststellung sein. Der BBU fordert daher die unverzügliche Rücknahme des Planfeststellungsantrags.

     

    Die Einwendung ist abrufbar unter https://bbu-online.de.

    Direktlink: https://bbu-online.de/Einwendungen/Einwendung_BBU_Laubenheim%2031.08.18.pdf

     

    Quelle: sensor Magazin - 11.09.2018

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    Mo

    10

    Sep

    2018

    Pressemeldung - BBU positioniert sich gegen den Planfeststellungsantrag zur Errichtung der Deponie Mainz-Laubenheim

    (Bonn, Mainz, 10.09.2018) In der Auseinandersetzung um die Errichtung der Deponie Mainz-Laubenheim hat sich nun auch der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V. (BBU) positioniert.

     

    Der Umweltverband lehnt das im Planfeststellungsantrag der Entsorgungsbetriebe Mainz beschriebene Vorhaben ab und hat eine detaillierte Einwendung gegen das Vorhaben eingelegt. Gerade wegen der Vielzahl gefährlicher Abfälle, deren Ablagerung beantragt wird, sei das Vorhaben abzulehnen, erklärt der Umweltverband.

     

    Zudem sind etliche Aspekte der Deponiekonstruktion und des Deponiebetriebs ungeklärt.

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    Fr

    07

    Sep

    2018

    Sitzung des Stadtrates am 12.09.2018 - Thema "Mülldeponie / Steinbruch"

    Einladung zur Sitzung des Stadtrates am Mittwoch, 12.09.2018, 15:00 Uhr, Ratssaal, Rathaus, Jockel-Fuchs-Platz 1, 55116 Mainz

     

    Tagesordnung / a) öffentlich / Teil I / Anfragen

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    Fr

    07

    Sep

    2018

    Weisenauer Ortsbeirat lehnt Mülldeponie Laubenheim-Nord strikt ab

    Von Michael Heinze

     

     

    Die Weisenauer wehren sich: „„Mainz darf nicht zur Kloake von Rheinland-Pfalz werden.“ Nur sechs Meter vom Zaun des nächsten Wohnhauses beginnt der Rand der Deponie.

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    Do

    06

    Sep

    2018

    Mainzer befürchten giftige Stoffe

    500 Einsprüche gegen geplante Mülldeponie in Mainz

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    Mi

    05

    Sep

    2018

    Votum gegen geplanten Deponiebetrieb

    Laubenheimer Bürgerinitiative legt Einspruch zum Planfeststellungsverfahren ein

    Dr. Jürgen Fröhlich (li) und Robert Kindl.   Foto: BI
    Dr. Jürgen Fröhlich (li) und Robert Kindl. Foto: BI
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    Mi

    05

    Sep

    2018

    BI-Einwendung gegen Mülldeponie

    Von lex
    LAUBENHEIM - Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens hat die Bürgerinitiative „Keine Mülldeponie im Mainzer Steinbruch“ ihre Einwendung gegen die dort geplanten Bauschuttdeponie eingereicht. „Es gibt ein klares Votum gegen die Gefahren des Deponiebetriebs“, sagte BI-Mitglied Dr. Jürgen Fröhlich bei der Überreichung der Einwendung. Die BI belege darin die toxikologischen Auswirkungen der Deponie.
    Interessierte Bürger können sich über die Arbeit der BI und deren Einwendung auch auf www.mainz21.de informieren. Die Einwendung geht nun an die zuständige Genehmigungsbehörde, die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd.
    Quelle: Allgemeine Zeitung - 05.09.2018
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    Di

    04

    Sep

    2018

    Erneuter Ärger um geplante Mülldeponie

    Bildquelle: rainer berg
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    Mo

    03

    Sep

    2018

    BI Keine Mülldeponie im Mainzer Steinbruch contra Stadt Mainz

    Foto: red
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    Fr

    31

    Aug

    2018

    Ortsbeirat Weisenau stellen Antrag 1432/2018

    Die im Ortsbeirat Mainz-Weisenau vertretenen Fraktionen halten auch nach der Einleitung des Genehmigungsverfahrens und der Offenlegung der Genehmigungsunterlagen an ihrer Ablehnung der Einrichtung der Deponie Laubenheim Nord fest.

     

    Für den Ortsbeirat steht fest, dass die Durchführung dieses Projekts zu erheblichen zusätzlichen Belastungen für die Bürgerinien und Bürger des Stadtteils und insbesondere für die direkten Anwohner führt.

     

    Die bisherigen Belastungen des Stadtteils durch Flug-, Bahn- und Verkehrslärm sowie lmmissionen der anliegenden Industrie haben das Maß des erträglichen erreicht.

     

    Der Ortsbeirat erwartet, dass die Verwaltung die damals gegebene Zusage einer Verfüllung mit unbelastetem Materialeinhält,

    siehe u.s. Antrag 1432 / 2018

     

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    Fr

    31

    Aug

    2018

    Geplante Mülldeponie im Steinbruch Weisenau/ Laubenheim/ Hechtsheim

    Anfrage zur Stadtratssitzung am 12.09.2018

    Dem Text des Beschlusses des Stadtrates vom 02.12.2015 (Vorlage 1771/2015/1) zur Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens mit dem Ziel der Errichtung einer Deponie der Deponieklassen DK I und DK II im o.g. Steinbruchgelände kann folgendes Zitat entnommen werden:

    „Dabei beinhalten die Planungen einen Abstand von 360 Metern für DK II Abfälle zur Wohnbebauung. Mineralische Abfälle werden ausschließlich aus der Landeshauptstadt Mainz und dem Landkreis Mainz-Bingen angenommen. Auf eine Genehmigung zur Ablagerung von Asbest und Schlacke aus der Hausmüllverbrennung wird verzichtet.“

    Nach Offenlage der Antragsunterlagen und Gutachten im Rahmen des Genehmigungsverfahrens ergeben sich nunmehr die folgenden Rückfragen an die Verwaltung bzw. den Entsorgungsbetrieb der Stadt Mainz:

    Wir fragen daher an:
    1. Wieso und mit welcher Zielsetzung wird in dem Gutachten zur Staubimmission eine Szenarienrechnung zum Einbau von Schlacke aus der Müllverbrennungsanlage vorgenommen, obwohl der Stadtratsbeschluss die Ablagerung von MVA-Schlacke ausschließt? [ Zitat aus dem Gutachten: „Im Zuge einer Szenarienrechnung ist neben diesen Stoffen (im Hinblick auf eine spätere Einbringung in die Deponie) der Einbau von bis zu 100.000 t/a vorbehandelter MVA-Schlacke aus dem lokalen Müllheizkraftwerk (AVV 190112) zu betrachten (in Substitution der entsprechenden Mengen an den sonstigen beantragten Abfällen), wobei vorsorglich davon ausgegangen werden soll, dass es sich bei bis zu 50 % davon um AVV 190111* (Rost- und Kesselaschen sowie Schlacken, die gefährliche Stoffe enthalten) handelt.“ ]

    2. Ist auch die Einbringung von Filterstäuben aus der Mainzer MVA in die Deponie geplant? Falls JA: Wurden diese Stäube im Immissionsgutachten berücksichtigt?

    3. Auf welche Weise kann der Entsorgungsbetrieb sicherstellen, dass nur mineralische Abfälle aus Mainz und dem Landkreis Mainz-Bingen angenommen werden können? Ist eine solche Einschränkung rechtlich überhaupt zulässig?

    4. Da mineralische Abfälle häufig mit Asbest (oder Dämmmaterial mit ähnlich problematischen Stoffen) vermischt sind: Wie soll sichergestellt werden, dass nur mineralische Abfälle ohne solche Inhaltsstoffe eingelagert werden?

    5. Ein Mindestabstand von DK II Abfällen zur Wohnbebauung in der Größenordnung 360 m soll gemäß Antragsunterlagen durch den Einbau senkrechter Trennwände innerhalb des Deponiekörpers gewährleistet werden. Wurde diese Vorgehensweise bereits in anderen Deponien angewandt? Auf welche Erfahrungen (und mit welchem Zeithorizont) kann der Entsorgungsbetrieb hier zurückgreifen?

    6. Der poröse Kalksockel unter der Deponie soll durch mehr als 10.000 Bohrungen, die anschließend mit Kies verfüllt werden, tragfähiger gemacht werden. Wie hoch ist das Risiko, dass die Folie am Boden der Deponie durch Setzungen und andere Erdbewegungen aufreißt und dies zu einer Verseuchung des Grundwassers führt?

    7. Wie hoch über dem normalen Grundwasserspiegel (ohne Abpumpen) soll der Boden des Deponiekörpers liegen?

    8. Wie findet die Aufbereitung von Sickerwässern statt?

    9. Wurden in den Immissionsgutachten alle beantragten Abfallschlüssel berücksichtigt? Falls NEIN: Wieso nicht?

    10. Warum wurde trotz der Nähe zu den bestehenden und zukünftigen Wohngebieten eine vergleichsweise hohe Anzahl an gefährlichen Abfallschlüsseln beantragt (42 von 139)? Teilt die Verwaltung die Befürchtung, dass hierdurch besonders viel gesundheitsschädlicher Müll aus allen Teilen des Landes nach Mainz gelockt wird?

    11. Ist vorgesehen, dass die GVG bei der Vermarktung der städtischen Grundstücke im Baugebiet He 130 auf die Nähe zur Deponie und die daraus resultierenden Gefahrenpotentiale hinweist? Falls NEIN: Hält die Verwaltung dies für eine verantwortungsvolle Vorgehensweise?

    12. Ist der Verwaltung bekannt, dass die im Bebauungsplan des He 130 geplante KiTa in unmittelbarer Nähe des Beurteilungspunktes BUP_9 mit den höchsten Staubimmissionen liegt (Immissionsgutachten, Szenario „West“)? Falls JA: Wie soll sichergestellt werden, dass die Kinder in dieser zukünftigen KiTa keine dauerhaften Gesundheitsschäden davontragen (insbesondere beim Aufenthalt im Freien)?

    Dr. Claudius Moseler
    Fraktionsvorsitzender

     

    Quelle: ÖDP - 31.08.2018

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    Mi

    29

    Aug

    2018

    Radio RPR1

     

     

     

     

    Interview mit BI Sprecher Antonio Sommese und Dr. Jürgen Fröhlich vom 21.08.18

     

    Interview mit BI Sprecher Antonio Sommese
    2018.08.21.mp2
    MP3 Audio Datei 2.7 MB
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    Di

    28

    Aug

    2018

    Die Stadt will uns täuschen!

    Laubenheimer Bürgerinitiative läuft Sturm gegen Deponiepläne

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    Sa

    25

    Aug

    2018

    Steinbruch: Zustimmung von FDP

    LAUBENHEIM - (red). Die FDP im Ortsbeirat Laubenheim ist mit der geplanten Steinbruchverfüllung und anschließenden Begrünung des Geländes „grundsätzlich einverstanden“. FDP-Ortsbeiratsmitglied Dr. Christian Hecht, der auch zweiter stellvertretender Ortsvorsteher ist: „Das Thema ist im Stadtrat nach ausgiebigen Diskussionen entschieden und mit sehr großer Mehrheit angenommen worden. Auch im Ortsbeirat Laubenheim gab es breite Zustimmung“. Die Verwaltung habe dem Ortsbeirat die Planungen sehr ausführlich vorgestellt, kritische Frage zu einer eventuellen Schadstoffbelastung nachvollziehbar beantwortet und Befürchtungen entkräftet. Die Planungen für das Naherholungsgebiet seien ebenfalls auf Zustimmung gestoßen.

     

    „Allerdings hat der Ortsbeirat in diesem Zusammenhang gefordert, dass von Laubenheim aus eine Wegeverbindung zu dem künftig begrünten Gelände geschaffen werden muss.“ Und: Im Rahmen des künftigen Deponiebetriebes müsse sichergestellt werden, „dass die Lkw zügig zum Entladen einfahren können damit die Wormser Straße nicht stärker blockiert wird, als dies leider heute schon manchmal der Fall ist“. Selbstverständlich müsse man die Verunsicherung der betroffenen Anwohner verstehen. Die Bürgerinitiative dagegen arbeite „mit Behauptungen und Unterstellungen“.

     

    Quelle: Allgemeine Zeitung - 25.08.2018

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    Fr

    24

    Aug

    2018

    Deponie: Laubenheimer CDU ruft Stadt und BI zum Konsens auf

    Von Carina Schmidt

    Die Laubenheimer CDU ruft die Stadt und die Bürgerinitiative in Sache Steinbruch zum Konsens auf. Trotzdem müssten die Sorgen der Bürger ernstgenommen werden.

     

    LAUBENHEIM - Nachdem die Bürgerinitiative „Keine Mülldeponie im Mainzer Steinbruch“ ihre Kritik gegenüber der von der Stadt geplanten Bauschuttdeponie erneuert hat (die AZ berichtete), meldet sich nun der Vorsitzende der Laubenheimer CDU, Norbert Riffel. Er ruft zur Versachlichung des Themas auf. „Einerseits ist es für alle Bürger ein Vorteil, wenn Erde in nahem Bereich entsorgt werden kann“, sagt Riffel. Bei allen Neubaumaßnahmen – ob Straßenbau, Hausbau oder Industriebauten falle zwangsläufig Erdaushub und sonstiges Material an. Weit entfernte Deponien würden zu einer Kostensteigerung beitragen, die letztendlich alle zahlen müssten und wenn man dies zu Ende denke, sogar Mieter einer Wohnung.

    Die Sorgen der BI müssen trotzdem ernst genommen werden“, betont der CDU-Vorsitzende. Die verantwortliche Verwaltung habe strengstens darauf zu achten, dass nur genehmigtes Material (Deponieklassen DK1 und DK2, also mineralische Abfälle) eingebaut werden würden. „Die Bürger Laubenheims wollen nicht in der Nähe einer Giftmülldeponie leben und sich so Gesundheitsrisiken aussetzen“, macht Riffel deutlich und wünscht sich, dass sich Stadt und BI mit den Fakten auseinandersetzen würden und zu einem sachlichen Konsens kämen.

    Die BI ruft unterdessen weiter Bürger dazu auf, bis zum 31. August Einspruch gegen die geplante Deponie einzureichen. Vorlagen dazu sind auf der Internetseite www.mainz21.de zu finden. Die BI befürchtet, dass krebserregende Giftstoffe wie Asbest ins Wohngebiet dringen könnten, das Grundwasser verseucht wird und die umliegenden Häuser an Wert verlieren könnten.

    Die Stadt versichert wiederum, dass keine asbesthaltigen Stoffe im Steinbruch verfüllt werden. Der belastete Müll sei nicht krebserregend. Es handele sich um eine Bauschuttdeponie für mineralische Abfälle. Dem von der BI geäußerten Verdacht, dass der Entsorgungsbetrieb sobald die Deponie steht, Ergänzungsanträge an der Öffentlichkeit „vorbeischiffen“ könne, entgegnet die Verwaltung: Nachträge könnten nur innerhalb der Klassen DK I und DK II gestellt werden. Dazu müssten dann außerdem ein weiterer Stadtratsbeschluss und die Zustimmung der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) vorliegen.

    Quelle: Allgemeine Zeitung - 24.08.2018
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    Do

    23

    Aug

    2018

    Staatsanwalt ermittelt wegen des Kölner Kalkbergs

    Eigentlich sollte auf dem Kölner Kalkberg längst eine Station für Rettungshubschrauber in Betrieb sein. Weil von der Baustelle giftiger Staub aufsteigen könnte, ermittelt nun der Staatsanwalt.

     

    Die Baustelle auf dem Kölner Kalkberg beschäftigt jetzt die Staatsanwaltschaft. Die Behörde hat wegen der Staubentwicklung auf dem Gelände Ermittlungen eingeleitet. Geprüft wird, ob von der ehemaligen Chemie-Deponie Gefahren für Umwelt und Anwohner ausgehen. Im

     

    Umfeld der Deponie sollen Bodenproben genommen werden.

    Bewässerung Kalkberg 1

    Um Staub zu verhindern, wird der Kalkberg bewässert

     

    Die WDR-Lokalzeit hatte aufgedeckt, dass bei den Arbeiten auf dem Kalkberg große Mengen Staub entstehen, die in Wohngebiete geweht werden. Die Polizei hat am Vormittag von einem Hubschrauber aus Aufnahmen von der Baustellen gemacht.

    Auf der Anhöhe neben der Stadtautobahn sollten eigentlich längst die beiden Kölner Rettungshubschrauber stationiert sein. Die Diskussion um mögliche Giftstoffe im Erdreich verzögert und verteuert das Millionenprojekt.

     

    Quelle: https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/staatsanwalt-ermittelt-wegen-des-koelner-kalkbergs-100.html

    2018.08.23-WDR-STAUB-Staatsanwalt ermitt
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    Mi

    22

    Aug

    2018

    Geplante Mülldeponie: Bürgerinitiative befürchten Giftstoffe

    Quelle: Allgemeine Zeitung vom 22.08.2018 / Archivfoto: Harald Kaster
    Quelle: Allgemeine Zeitung vom 22.08.2018 / Archivfoto: Harald Kaster

    Von Carina Schmidt

     

    Ende 2015 hat der Stadtrat die Verfüllung des Steinbruchs beschlossen – mit mineralischen Abfällen. Dass es dabei bleibt, bezweifeln die Gegner. Mehr noch: Sie befürchten, dass bereits bei der jetzigen Planung eine Gefahr für die Anwohner besteht.

     

    LAUBENHEIM - Knapp sechs Wochen nachdem die Stadt die Planfeststellungsunterlagen für die Errichtung einer mineralischen Deponie veröffentlicht hat, melden sich die Gegner mit heftiger Kritik zu Wort. Nachdem die Vertreter der Bürgerinitiative „Keine Mülldeponie im Mainzer Steinbruch“ die sieben Ordner umfassenden Unterlagen durchgeackert haben, sehen sie alle ursprünglichen Befürchtungen bestätigt. Nämlich dass die Stadt die Bürger bewusst täuscht und zu vergiften droht. Als Experten zieht die BI Mitstreiterin Dr. Gitta Weber und Dr. Jürgen Fröhlich heran, beide Chemiker.

     

    Wie mehrfach berichtet, hatte der Stadtrat Ende 2015 mit überwältigender Mehrheit den Weg für die geplante Bauschuttdeponie frei gemacht. Nur wenige Wochen vor dem Beschluss war von der Bürgerinitiative „Keine Mülldeponie im Mainzer Steinbruch“ noch ein dicker Ordner mit 4894 Unterschriften von Gegnern bei der Stadt eingereicht worden.

     

    VERFÜLLUNG

    Die Stadt plant die Verfüllung des Steinbruchs mit mineralischen Materialien, also Erdaushub der Deponieklassen (DK) I und II. Laut Verwaltung handelt es sich dabei um 1,7 Millionen Kubikmeter DK I und 550 000 Kubikmeter DK II.

     

    Bürgermeister Günter Beck: keine asbesthaltigen Stoffe

     

    Die Kritik im Detail: Gitta Weber hatte etwa den Katalog der Abfallschlüssel analysiert. „Ich kann versichern: Das dreckige Dutzend ist dabei“, sagte sie. So ordnete Weber in einem eigenen Dokument sämtlichen Abfallstoffen mögliche Auswirkungen wie Krebs, Vergiftungen und Gestank zu. Darunter auch Dioxin, Quecksilber und Asbest. Zwar würde kein Asbest in Tüten, aber mit Asbestfasern angereicherter Bauschutt abgekippt werden.

     

    Eigentlich sollte laut Stadt außerdem keine Asche aus dem städtischen Müllheizkraftwerk in den Steinbruch, berichtet Weber weiter. Stattdessen würde Filterstaub in der Deponie entsorgt, habe sie aus den Unterlagen entnommen.

     

    Wenn die Deponie erst mal laufe, würden nach und nach auch ursprünglich nicht vorgesehene Stoffe abgelagert werden, zeigten sich die BI-Vertreter überzeugt. Chemiker Fröhlich zitierte hierzu aus einer im Verwaltungsdeutsch formulierten Passage, die er so deutet, dass letztlich doch bis zu 100 000 Tonnen Hausmüll pro Jahr eingelagert werden könnten. „Nach Etablierung dieser Deponie können auch Abfallschlüssel im Nachhinein zugelassen werden“, meinte er. Sprich: Kleinere Ergänzungsanträge würden so an der Öffentlichkeit „vorbeigeschifft“ werden. Fröhlich zeigte zudem Grafiken, auf denen handschriftlich von der BI die Punkte mit der höchsten Staubbelastung eingezeichnet worden waren. „Fast direkt neben diesem Punkt soll eine Kita hinkommen. Das ist Sarkasmus“, sagte er.

     

    Auch bei dem in Aussicht gestellten Abstand von 360 Metern habe die Stadt getrickst. Denn das Material, dass die Deponieklassen (DK) I und II voneinander abgrenze, sei wasserdurchlässig, sagte Weber: „Also gibt es früher oder später eine lustige Vermischung mit den Schadstoffen.“ Um die Standsicherheit des Steinbruchs als Deponie zu gewährleisten, müssten außerdem 2200 Löcher gebohrt und mit Kies befüllt werden, ergänzte Fröhlich. BI-Sprecher Antonio Sommeses Befürchtung: Setzrisse an den Häusern durch die damit verbundene Erschütterung. Und von wegen, in 15 Jahren werde die Renaturierung beginnen: Aus den Planungsunterlagen gehe hervor, dass eine Verlängerung der Laufzeit bis zu 50 Jahre möglich wäre.

     

    Im Gespräch mit der AZ betonte Bürgermeister Günter Beck (Grüne), der derzeit in Vertretung für Katrin Eder für das Umweltdezernat zuständig ist: „Asbesthaltige Stoffe kommen nicht in den Steinbruch.“ Das gehe auch so im Antrag, und die Verwaltung halte den Ratsbeschluss ein. Jede Ladung zur Verfüllung des Steinbruchs werde vorab mehrmals kontrolliert. Auch den Vorwurf, die Stadt würde nachträglich Gefahrenstoffe an der Öffentlichkeit vorbei zulassen können oder Hausmüll einlagern, will er nicht stehen lassen. Beck: „Was die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd jetzt nicht genehmigt, wird auch später nicht genehmigungsfähig sein.“ Ergänzungsanträge seien über DK II nur durch einen Stadtratsbeschluss möglich. Der belastete Müll sei nicht krebserregend, außerdem komme er verpackt an.

     

    Stadtpressesprecher Marc André Glöckner betonte zudem: Die Behauptung, die Stadt wolle giftige Filterstäube deponieren, sei falsch. Zwar beinhalte der Katalog Abfallschlüsselnummern für diverse Filterstäube, die Abfälle dürften jedoch nur angenommen und deponiert werden, wenn die Zuordnungswerte der Deponieverordnung für DK I oder DK II nicht überschritten werden würden.

     

    Zur Befürchtung, dass es zu Setzrissen kommen könnte, versichert die Verwaltung, dass der dauerhafte Schutz des Bodens und des Grundwassers durch eine Kombination aus einer geologischen Barriere und einem technischen Abdichtungssystem erreicht werden würde. Was die Laufzeit der Deponie anbelangt, gehe die Verwaltung inzwischen sogar von weniger als 15 Jahren aus.

     

    Bürgermeister Beck versicherte: „Wir bauen doch nicht sehenden Auges eine Giftmülldeponie. Was hätten wir auch davon?“ Geplant sei ein umweltverträglicher Betrieb ohne Gesundheitsrisiken für die Nachbarschaft.

     

    Quelle: Allgemeine Zeitung - 22.08.2018

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