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Deponieklassen / Quelle: Regierungspräsidium Gießen - Umwelt& Natur - Abfall - Deponien - Deponieklassen
Deponieklassen / Quelle: Regierungspräsidium Gießen - Umwelt& Natur - Abfall - Deponien - Deponieklassen

HESSEN - Regierungspräsidium Gießen

 

Welche unterschiedlichen Deponietypen / Deponieklassen gibt es?


Abhängig von den zulässigen Schadstoffgehalten der Abfälle, die abgelagert werden dürfen, werden fünf Deponieklassen (DK 0 bis IV) unterschieden. Dabei handelt es sich bei den Deponien der Klassen 0, I, II und III um oberirdische Deponien, bei Deponien der Klassen IV um unterirdische Deponien.


Die jeweils zulässigen Schadstoffgehalte (Zulässigkeits- und Zuordnungskriterien) sind für die oberirdischen Deponien im Anhang 3 der Deponieverordnung festgeschrieben.

An die verschiedenen Deponieklassen werden unterschiedliche Anforderungen hinsichtlich der technischen Sicherungssysteme (Basis- und Oberflächendichtungen, Rekultivierung, Entwässerung, Deponiegas- und Sickerwasserfassung) gestellt.

 

Vereinfacht lassen sich die Anforderungen wie folgt zusammenfassen:

 

 

Deponieklasse 0 (DK 0)

Inertstoffdeponie für mineralische Abfälle mit geringem Schadstoffstoffgehalt.

Dies ist die Regeldeponie für unbelasteten Erdaushub und gegebenenfalls Bauschutt oder vergleichbare mineralische industrielle oder gewerbliche Abfälle.

Die gesamte Auslaugbarkeit, der Schadstoffgehalt der Abfälle und die Ökotoxizität des Sickerwassers müssen unerheblich sein. Sie dürfen insbesondere nicht die Qualität von Oberflächen- oder Grundwasser gefährden. Eine definierte geologische Barriere, gegebenenfalls durch technische Maßnahmen geschaffen, vervollständigt oder verbessert, und eine mineralische Entwässerungsschicht an der Basis müssen vorhanden sein. Die Deponieoberfläche wird nach Abschluss der Ablagerung mit einer Rekultivierungsschicht abgedeckt. Weitere besondere Anforderungen an die technischen Sicherungssysteme werden jedoch nicht gestellt.

 


Deponieklasse I (DK I)

Deponie für mäßig belastete (nicht gefährliche) Abfälle

Dies ist die Regeldeponie für mäßig belasteten Erdaushub und Bauschutt und vergleichbare mineralische gewerbliche Abfälle.

Eine definierte geologische Barriere, gegebenenfalls durch technische Maßnahmen geschaffen, vervollständigt oder verbessert, ein Basis- und Oberflächenabdichtungssystem sowie eine geregelte Entwässerung (Sickerwasser- und Oberflächenwasserfassung und –ableitung) sind erforderlich.

 


Deponieklasse II (DK II)

Deponie für belastete, jedoch nicht gefährliche Abfälle

Dies ist die Regeldeponie für die Ablagerung von vorbehandeltem Hausmüll und vergleichbare mineralische gewerbliche Abfälle.

Eine definierte geologische Barriere, gegebenenfalls durch technische Maßnahmen geschaffen, vervollständigt oder verbessert, ein Basis- und Oberflächenabdichtungssystem sowie eine geregelte Entwässerung (Sickerwasser- und Oberflächenwasserfassung und –ableitung) sind erforderlich. Die Abdichtungen an der Basis und der Oberfläche der Deponie müssen aus 2 Abdichtungskomponenten bestehen. An der Deponiebasis muss die zweite Abdichtungskomponente eine Konvektionssperre (Kunststoffdichtungsbahn oder Asphaltdichtung) sein. Bei bestehenden Deponien ist meist auch eine Fassung der Deponiegase erforderlich.

 


Deponieklasse III (DK III)

Deponie für gefährliche Abfälle

Dies ist die Regeldeponie für die Ablagerung von gefährlichen Abfällen.

Eine definierte geologische Barriere, gegebenenfalls durch technische Maßnahmen geschaffen, vervollständigt oder verbessert, ein Basis- und Oberflächenabdichtungssystem, ein Dichtungskontrollsystem für die Deponieoberfläche sowie eine geregelte Entwässerung (Sickerwasser- und Oberflächenwasserfassung und –ableitung) sind erforderlich. Die Abdichtungen an der Basis und der Oberfläche der Deponie müssen aus 2 Abdichtungskomponenten bestehen. An der Deponiebasis muss die zweite Abdichtungskomponente eine Konvektionssperre (Kunststoffdichtungsbahn oder Asphaltdichtung) sein. Je nach Zusammensetzung und chemisch-biologischer Aktivität der abgelagerten Abfälle ist eine Fassung der Deponiegase erforderlich.

 

 

Deponieklasse IV (DK IV)

Unterirdische Deponie (Untertagedeponie) im Salzgestein in einem Bergwerk oder einer Kaverne für Abfälle

Dies ist die Regeldeponie für die untertägige Ablagerung von Abfällen mit einer besonderen Gefährlichkeit.

Es gelten hier besondere Vorschriften (Anhang 2 der Deponieverordnung), die eine auf den Standort bezogene langzeitsichere Beseitigung der Abfälle gewährleisten und sicherstellen, dass es zu keiner Beeinträchtigung der Biosphäre kommen kann.

Die Ablagerung gefährlicher Abfälle auf Deponien der Klassen I und II ist möglich, wenn diese Abfälle die Zuordnungskriterien der jeweiligen Deponie (DK I oder DK II) einhalten und eine entsprechende Zulassung oder Einzelfallentscheidung vorliegt. Inertabfalldeponien, d. h. Deponien der Klasse 0, können grundsätzlich keine gefährlichen Abfälle annehmen.

 

Quelle: Regierungspräsidium Gießen - Umwelt& Natur - Abfall - Deponien - Deponieklassen

Rheinland-Pfalz

 

Deponieklassen und Anforderungen an die Abfallmassen

In der sogenannten Deponieverordnung(Verordnung über Deponien und Langzeitlager) werden Deponien in fünf verschiedene Deponieklassen eingeteilt:


Deponieklasse 0 (DK 0)

Oberirdische Deponie für gering belastete mineralische Abfälle /Intertabfälle

 


Deponieklasse I (DK I)

Oberirdische Deponie für nicht gefährliche Abfälle mit sehr geringem Schadstoffpotenzial, insbesondere organische Schadstoffe

 


Deponieklasse II (DK II)

Oberirdische Deponie für nicht gefährliche Abfälle und gefährliche Abfälle mit geringem Schadstoffpotenzial, insbesondere organische Schadstoffe

 


Deponieklasse III (DK III)

Oberirdische Deponie für nicht gefährliche und gefährliche Abfälle mit höherem Schadstoffpotenzial, insbesondere organische Schadstoffe

 

 

Deponieklasse IV (DK IV)

Untertagedeponie, in der Abfälle

  •  in einem Bergwerk mit eigenständigem Ablagerungsbereich, der getrennt von einer Mineralgewinnung angelegt ist, oder
  • in einer Kaverne, vollständig im Gestein eingeschlossen, abgelagert werden

 

 

Die Deponieklasse IV ist geeignet für anorganische Abfälle mit hoher Wasserlöslichkeit.

In Anhang 3 Nummer 2 der Deponieverordnung werden die Zuordnungskriterien der Deponieklassen detailliert aufgeführt.

Die Deponieverordnung regelt unter anderem auch die Anforderungen an die Errichtung, den Betrieb, die Stilllegung und Nachsorge von Deponien sowie die Überwachung, Kontrolle und auch die Behandlung und Ablagerung von Abfällen. Der Einsatz von Abfällen zur Herstellung von Deponieersatzbaustoffen sowie die Verwertung von Abfällen als Deponieersatzbaustoffe auf oberirdischen Deponien und deren Behandlung wird ebenfalls über die Deponierverordnung geregelt.

Mineralische Massenabfälle der Abfallart Boden, Bauschutt, Gleisschotter oder teerhaltiger Straßenaufbruch eignen sich grundsätzlich für eine Ablagerung zur Beseitigung sowie als Deponieersatzbaustoffe.

 

 

(Quelle: Kreislaufwirtschaft-Bau )

Deponieverordnung / Quelle: pp.deponie - Deponieverordnung
Deponieverordnung / Quelle: pp.deponie - Deponieverordnung