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    Es ist amtlich: Eder geht ins Umweltministerium

    Mainz braucht eine neue Verkehrsdezernentin. Und ein weiterer Rheinhesse macht bei der Benennung der grünen Staatssekretäre einen großen Sprung nach vorn.

     

    Von Dennis Rink und Ulrich Gerecke

     

    Katrin Eder, Umwelt- und Verkehrsdezernentin in Mainz. (Foto: Sascha Kopp )
    Katrin Eder, Umwelt- und Verkehrsdezernentin in Mainz. (Foto: Sascha Kopp )

     

    MAINZ - Nun ist amtlich, was seit Wochen gemunkelt wurde: Katrin Eder wird im rheinland-pfälzischen Umweltministerium Staatssekretärin für Mobilitätsfragen und damit zuständig für den ÖPNV im Land. Die designierte Ministerin Anne Spiegel verkündete am Freitag (7. Mai) den Wechsel der Mainzer Verkehrsdezernentin vom Rathaus ins Bleichenviertel.
    „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Anne Spiegel“, sagte Eder. „Wir haben ein tolles Team zusammen. Ich sehe meine Berufung als große Wertschätzung für meine Arbeit, die ich als Umwelt- und Verkehrsdezernentin in Mainz geleistet habe.“
    Für den Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) ist das eine gute Nachricht: „Der Wechsel in das Ministerium von Anne Spiegel ist ein großer Gewinn für die Landesregierung und stärkt auch die Position der Landeshauptstadt Mainz. Ich gratuliere Katrin Eder zur neuen Aufgabe.“ Allerdings verliere die Landeshauptstadt mit Katrin Eder auch eine erfolgreiche und kompetente Dezernentin, die seit ihrem Amtsantritt im Jahr 2011 der Umwelt und Verkehrspolitik in Mainz ihren Stempel aufgedrückt habe. „Ich persönlich verliere eine zuverlässige Kollegin, mit der ich gerne im Stadtvorstand zusammengearbeitet habe. Insbesondere ihr Einsatz für den Klimaschutz und der konsequente Ausbau der Radinfrastruktur waren erfolgreiche Schwerpunkte ihrer Arbeit“, so Ebling.

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    Die Mainzer Grünen freuen sich „riesig“ für ihre Parteikollegin. In den vergangenen zehn Jahren habe Eder „hervorragende Arbeit geleistet“ und „zahlreiche grüne Projekte verwirklicht, die noch vielen Generationen zu Gute kommen werden“. Der Kreisvorsitzende Christian Viering bezeichnete Eder als „genau die Richtige für die Aufgabe und eine Bereicherung für die neue Landesregierung“.

    Neue Staatssekretäre

    Neben Eder benannten die bei der Landtagswahl am 14. März erstarkten Grünen drei weitere Staatssekretäre. Spiegel sicherte sich als Amtsleiter die Dienste von Erwin Manz aus Bad Kreuznach. Manz war schon unter der im Herbst zurückgetretenen Umweltministerin Ulrike Höfken Bürochef gewesen, leitete später die Abteilung Wasserwirtschaft und zuletzt auch kommissarisch die Zentralabteilung. Deshalb war er hausintern schon länger für höhere Weihen gehandelt worden.
    Im Familien- und Integrationsministerium, das künftig die Mainzerin Katharina Binz leitet, gibt es mit David Profit und Jürgen Hardeck ebenfalls zwei neue Staatssekretäre. Hardeck (62) verantwortete bisher den Kultursommer Rheinland-Pfalz und soll der Kultur, die erstmals in diesem Haus unter grüner Ägide steht, nach der Corona-Krise wieder auf die Beine helfen. Er ist seit 2007 Honorarprofessor für Musik an der Mainzer Johannes Gutenberg-Universität.

    Profit rückt ins Familienministerium auf

    Profit (44) hat für die Grünen in Rheinhessen und im Land schon zahlreiche Ehrenämter bekleidet. Der frühere Richter am Mainzer Sozialgericht sitzt unter anderem im Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung und leitet den Schwimmverein Freibad Gimbsheim. Früher war Profit in den Hessischen Ministerien für Soziales, derzeit ist er Leiter der Zentralabteilung im Wissenschaftsministerium in Wiesbaden.
    Die beiden bisherigen grünen Staatssekretäre scheiden aus: Ulrich Kleemann (Umwelt) geht in den Ruhestand. Wohin der Weg von Christiane Rohleder (Familie) führt, ist noch nicht bekannt.
    Quelle: Allgemeine Zeitung / 07.05.20221

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