Keine Mülldeponie im Mainzer Steinbruch!

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    Diskussion um möglichen Baggersee in Mainz

    MAINZ - (slo).

     

    In der Diskussion rund um einen möglichen Baggersee im Laubenheimer Steinbruch hat sich nun der Weisenauer Ortsvorsteher Ralf Kehrein (SPD) zu Wort gemeldet: Auch er verweist auf die Verfüllungspflicht zum Schutz des Grundwassers. Er habe Verständnis für den Wunsch nach Abkühlung, doch die Lokalität sei dafür völlig falsch.

     

    Er frage sich aber auch, so Kehrein, warum nun überhaupt über einen Baggersee am vorgesehenen Standort für die Bauschuttdeponie diskutiert werde. Seine Antwort: „Weil die zuständige Dezernentin nicht kommuniziert mit den Betroffenen und nicht zur Kenntnis nehmen will, dass sich die Welt seit dem Start des Projektes weitergedreht hat.“

     

    Mainz und der Landkreis Mainz-Bingen seien nicht mehr auf eine potenzielle Deponie im Steinbruch angewiesen.

     

    „Spätestens seit die Deponie in Framersheim, günstig gelegen für Anlieferer und mindestens 1000 Meter von der nächsten Wohnbebauung entfernt, als Alternative zur Verfügung steht, gibt es kein Entsorgungsproblem mehr und Katrin Eder hätte darauf reagieren müssen.“

     

    Stattdessen habe Eder den Versuch gestartet, ein totes Pferd weiterzureiten, statt konsequent den Ausstieg voranzutreiben. „Eine schon immer geforderte Verfüllung mit unbelastetem Material ist das Gebot der Stunde, damit käme auch die Stadt und der Entsorgungsbetrieb und wir als Gebührenzahler noch gut aus der Nummer heraus“, so Kehrein. Die Dezernentin mache sich in dieser Frage rar.

     

    Quelle: Allgemeine Zeitung Online / 14.08.2020

     

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