Keine Mülldeponie im Mainzer Steinbruch!

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    Kein Baggersee im Steinbruch

    Gerade erst war die Petition für einen Baggersee im Laubenheimer Steinbruch angelaufen. Doch nun erteilt die Stadt Mainz dem Vorhaben eine Absage.

     

     

    Von Denise Frommeyer Autorin von Merkurist.de

     

     

     

    Zur Abkühlung in einen Baggersee im Laubenheimer Steinbruch springen - so zumindest stellen sich das Robert Kindl und Antonio Sommese aus Mainz-Weisenau vor. Mit einer Online-Petition werben sie für einen solchen Badesee. „Mit dem Laubenheimer Steinbruch verfügt die Stadt Mainz über ein geeignetes Grundstück und somit die Möglichkeit uns alle in den heißen Sommermonaten eine erfrischende Pause zu gönnen“, schreiben die Initiatoren (wir berichteten).

     

    Doch die Stadt erteilt dem Vorhaben nun eine Absage. Wie die „Allgemeine Zeitung“ (AZ) berichtet, sei ein Badesee dort nicht zulässig. Hermann Winkel, Werkleiter des Entsorgungsbetriebs, sagt gegenüber der AZ: „Ein Badesee würde direkten Kontakt zum Grundwasser haben. Man kann nicht kontrollieren, was die Nutzer da einschleppen.“ Und: „Die Flächen sind nicht verfügbar, da es die Verpflichtung zur Verfüllung des Steinbruchs gibt, die von der Genehmigungsbehörde zwingend vorgegeben ist und nach wie vor gilt.“

     

    Im Steinbruch soll eine Deponie für die Klassen I und II entstehen, anschließend soll das Gebiet rekultiviert werden. Für eine Beschlussvorlage von Dezember 2015 entschied sich der Stadtrat damals mehrheitlich. Im Steinbruch sollen demnach mineralische Abfälle gelagert werden, dann wird er im Lauf von 15 Jahren verfüllt. Danach soll dort ein Naherholungsgebiet entstehen.

     

    Unterstützung bekommen die Initiatoren der Petition hingegen von der ÖDP-Stadtratsfraktion. „Die ÖDP hat sich bisher konsequent gegen die Verfüllung des Steinbruchs mit belastetem Bauschutt positioniert. Dazu ist das Gelände viel zu wertvoll und man hätte andere Nutzungsmöglichkeiten“, so Fraktionsvorsitzener Dr. Claudius Moseler in einer Pressemitteilung. Es seien mehr Fantasie und bürgernahe Lösungen in der Politik nötig. „Corona-Einschränkungen, Ferienzeit und Hitzewelle schreien hier nach einer neuen Lösung.“

     

    Laut AZ-Bericht ist ein Alternativstandort für einen Baggersee derzeit nicht bekannt. Die ÖDP will allerdings, so Moseler, in den städtischen Gremien eine entsprechende Initiative auf den Weg bringen.

     

    Quelle: Merkurist / 12.08.2020

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