Keine Mülldeponie im Mainzer Steinbruch!

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    AZ - Kommentar zu Deponie-Plänen: Nachjustieren

     

    Kommentar von Carina Schmidt / Lokalredakteurin Mainz

     

    MAINZ - Nun melden sich also Ärzte zu Wort, die die Pläne für den Laubenheimer Steinbruch als Bauschutt-Deponie kritisieren. Mediziner-Meinungen haben zweifellos Gewicht – wenn es um ihre Profession geht.

     

    Geht es allerdings um die Bewertung von Planfeststellungsunterlagen wie ein Umweltverträglichkeitsgutachten, wird es schwierig. Denn im Zweifel sind sie dafür ebenso wenig kompetent wie ein Literaturwissenschaftsprofessor.

     

    Bei allem Respekt vor dem noblen Motiv, Menschen vor Gefahren an Leib und Leben zu bewahren, sollten die Unterzeichner der Offenen Briefe aufpassen, dass sie sich hier nicht instrumentalisieren lassen.

     

    Doch was steckt hinter der Kehrtwende der Stadt?

     

    Denn die Kritik der Mediziner am umfangreichen Abfallschlüssel ist eigentlich ein alter Hut.

     

    Ist dem Entsorgungsbetrieb plötzlich bewusst geworden, dass in Mainz im Ernstfall Abfälle aus anderen Regionen gelagert werden könnten?

     

    Würde dies passieren, wäre die Glaubwürdigkeit von Umweltdezernentin Katrin Eder und Hermann Winkel als Leiter des Entsorgungsbetriebs jedenfalls massiv beschädigt.

     

    Umso wichtiger ist es nun, nachzujustieren. Ob die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd dann noch mitspielt und eine Genehmigung erteilt, ist eine andere Frage.

     

    Quelle: Allgemeine Zeitung Kommentar / 10.12.2019

     

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