Keine Mülldeponie im Mainzer Steinbruch!

    Mainzer befürchten giftige Stoffe

    500 Einsprüche gegen geplante Mülldeponie in Mainz

    Gegen die geplante Bauschuttdeponie in Mainz-Laubenheim sind bei der Genehmigungsbehörde SGD Süd bisher 500 Einwendungen eingegangen. Eine Bürgerinitiative wehrt sich gegen das städtische Projekt.

     

    Derzeit läuft bei der Genehmigungsbehörde SGD Süd das Planfeststellungsverfahren für die Bauschuttdeponie im Steinbruch in Mainz-Laubenheim.

     

    Wie eine Sprecherin der Behörde auf SWR-Anfrage mitteilt, geht es in den meisten der 500 Einwendungen darum, dass die Anwohner eine Gefahr für ihre Gesundheit befürchten.

     

    BI gegen Bau der Deponie

     

    Gegen die Mülldeponie hat sich bereits die Bürgerinitiative "Mainz 21" gegründet, die rechtlich gegen das städtische Projekt vorgehen will. Die BI kann angeblich belegen, dass der Mainzer Stadtrat getäuscht wurde, als er sich für den Bau der Deponie ausgesprochen hat.

     

    Anders als beschlossen, stehe in den Plänen, dass im Steinbruch Laubenheim giftige und krebserregende Stoffe wie Asbest, Dioxin und Schwermetalle abgelagert werden könnten, außerdem jährlich 100.000 Tonnen hochgiftige Rückstände aus der Mainzer Müllverbrennungsanlage.

     

    Sollten die Pläne tatsächlich so umgesetzt werden, will die BI vor Gericht ziehen.

     

    Stadt widerspricht Vorwürfen

     

    Der Mainzer Bürgermeister Günter Beck (Bündnis 90/Die Grünen) sagte dem SWR, die Vorwürfe der BI seien haltlos. Der Stadtrat sei nicht getäuscht worden. Es sei nicht beabsichtigt, asbesthaltiges Material zu lagern.

     

    Eigentlich konnten bis Ende August Einwendungen gegen die Deponie erhoben werden. Laut der Sprecherin der SGD SÜD wurde diese Frist wider Erwarten bis Ende September verlängert. Grund dafür seien Fehler in einer der Mainzer Ortsverwaltungen, in der die Pläne auslagen.

     

    Quelle: SWR AKTUELL - 03.09.2018

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