Keine Mülldeponie im Mainzer Steinbruch!

    BI - DEMO vor dem Rathaus

    Mainz: Bürgerinitiative wehrt sich vor Rathaus gegen Mülldeponie im Laubenheimer Steinbruch

    Angst vor krebserregendem Abfall

     

    Von Mario Thurnes


    Mainz. Rund 30 Menschen haben vor dem Rathaus gegen eine Deponie im Laubenheimer Steinbruch demonstriert. Die meisten stammen aus der Weisenauer Siedlung am Großberghang.

    Im Juni hat Günter Ackermann die Bürgerinitiative „Keine Mülldeponie im Steinbruch” gegründet. „Mir geht es nicht mehr um mich, mir geht es um die Enkelchen”, sagt er.

     

    Auch sein Mitstreiter Robert Kindl betont: „Als vor gut zehn Jahren für die Siedlung geworben wurde, hieß es, dort sei kinderfreundliches Wohnen möglich.”

     

    Da passe eine Mülldeponie nicht dazu. Zu Eröffnungen von Spielplätzen seien die Politiker gekommen, ärgert er sich, jetzt zögen sie an der BI vorbei in die Sitzung des Stadtrats.

    DEMO vor dem Rathaus
    DEMO vor dem Rathaus

    Auch Gitta Weber demonstriert vor dem Rathaus. Die Chemikerin sagt: In der Deponie würden auch Benzole oder Schwermetalle gelagert. Diese hätten in der Fachsprache die „Exposition null”. Das heißt:

     

    Menschen dürfen diesen Stoffen nicht ausgesetzt werden. Schon in geringen Mengen seien sie krebserregend. Feinstaub würde sich tief in der Lunge festsetzen.

    Die Deponie im Laubenheimer Bruch sei notwendig, weil die Stadt seit 2010 über keine Deponie mehr verfüge, in der die „Beseitigung von nicht brennbaren, nicht verwertbaren mineralischen Abfällen” möglich ist, heißt es in der Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage der Grünen. Entsorgt werden sollen in Laubenheim demnach mineralische Bauabfälle aus Mainz und dem Landkreis Mainz-Bingen.


    Quelle: Allgemeine Zeitung vom 16.07.2015



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